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Medizinische Empfehlungen für Reisende
Schweizerisches Expertenkomitee für Reisemedizin

 

Medizinische Empfehlungen für Reisende
Schweizerisches Expertenkomitee für Reisemedizin

 

Medizinische Empfehlungen für Reisende
Schweizerisches Expertenkomitee für Reisemedizin

Spanien

Aktuelle News

Spanien: Auf Mallorca wurden sechs Masernfälle bei ungeimpften Personen bestätigt. Es handelt sich um die ersten Fälle, die 2026 auf den Balearen gemeldet wurden. Der Ausbruch wurde am 7. August festgestellt und steht im Zusammenhang mit einem erkrankten Kind, das aus einem anderen europäischen Land eingereist war und am 19. Juli die Notaufnahme des Krankenhauses Son Espases aufgesucht hatte. Bei den Personen, die sich anschließend infizierten, traten die ersten Symptome ab Ende Juli auf.

Schweden: Am 17. August 2026 meldeten die schwedischen Gesundheitsbehörden 19 Masernfälle im Zusammenhang mit dem Urkult-Festival in Näsåker (30. Juli–1. August), überwiegend bei Kindern unter 18 Jahren. Fälle wurden aus mehreren schwedischen Regionen gemeldet. Da das Festival Besucher aus Schweden und anderen EU-Ländern anzog, ist eine weitere Ausbreitung möglich.

 
Weltweit nehmen Masernausbrüche zu.


Masern verbreiten sich schnell und können gefährlich sein – der Schutz ist einfach: Lassen Sie sich impfen!


Schweizer Empfehlungen: Alle Personen, die nach 1963 geboren wurden und keinen nachgewiesenen Schutz gegen die Infektion haben (Antikörper oder zwei nachgewiesene Impfungen), sollten zweimal im Abstand von einem Monat mit dem MMR-Impfstoff geimpft werden. Im Falle einer Epidemie in der Region oder bei Kontakt mit einem Masernfall wird die Impfung ab einem Alter von 6 Monaten empfohlen.
Via BEACON, 19.8.2026 | Gov de les Illes Balears, 10.8.2026

Auf dem Kreuzfahrtschiff MV Hondius im Südatlantik gab es einen Ausbruch des seltenen Andes-Hantavirus. Betroffen sind Passagiere und Crew aus mehreren Ländern. Das Virus ist besonders, weil es als einziges Hantavirus auch von Mensch zu Mensch übertragen werden kann – meist nur bei engem und längerem Kontakt.

 

Zwischen dem 8. und 15. Mai 2026 wurden drei weitere Fälle gemeldet:

  • 1 bestätigter Fall in Frankreich
  • 1 bestätigter Fall in Spanien
  • 1 unklarer Fall in den USA

 

Insgesamt gibt es nun:

  • 11 Fälle (8 bestätigt, 2 wahrscheinlich, 1 unklar)
  • darunter 3 Todesfälle

 

Weitere wichtige Punkte:

  • Die Passagiere und Teile der Crew wurden auf Teneriffa evakuiert und in mehrere Länder ausgeflogen.
  • Das Schiff ist inzwischen unterwegs in die Niederlande.
  • Genetische Analysen deuten darauf hin, dass das Virus wahrscheinlich zuerst von Nagetieren auf einen
  • Menschen überging und sich danach zwischen Menschen weiterverbreitete.
  • Der erste bekannte Fall könnte sich bei Vogelbeobachtungen durch Kontakt mit Nagetieren angesteckt haben.

Behörden erwarten möglicherweise noch weitere Fälle, weil die Krankheit erst nach bis zu 6–8 Wochen ausbrechen kann. Durch Quarantäne, Isolation und Kontaktüberwachung soll die weitere Ausbreitung aber eingedämmt werden.

Link BAG Hantavirus

Für die Allgemeinbevölkerung wird das Risiko derzeit als sehr gering eingeschätzt, für Passagiere des Kreuzfahrtschiffs hingegen als moderat. Auch wenn es vereinzelt zu Übertragungen durch evakuierte Passagiere kommen sollte, gilt eine grössere Verbreitung in der Bevölkerung als unwahrscheinlich, da das Andes-Hantavirus nicht leicht übertragbar ist und Schutzmassnahmen umgesetzt wurden.

 

Reisen in Regionen mit Hantavirus-Vorkommen gelten insgesamt als risikoarm.

 

Empfehlungen für Reisende:

  • Kontakt mit Nagetieren und deren Ausscheidungen vermeiden.
  • Beim Umgang mit kranken oder toten Tieren sowie bei der Reinigung möglicherweise kontaminierter Bereiche Handschuhe und Maske tragen.
  • Beim Camping oder Ökotourismus Zelte und Hütten geschlossen halten, damit keine Nagetiere eindringen können.
  • Lebensmittel in dicht verschlossenen Behältern aufbewahren, um Verunreinigungen zu verhindern.
WHO DON, 13.5.2026 | ECDC CDTR, 13.5.2026

Stand März 2026 breitet sich Mpox weltweit weiterhin aus – über alle bekannten Viruskladen hinweg. Besonders die Klade Ib wurde inzwischen erstmals auch in mehreren neuen Ländern nachgewiesen, darunter Argentinien, Ecuador, Österreich, Russland und Singapur. Zudem wurde in fünf europäischen Ländern – Österreich, Belgien, Portugal, Spanien und dem Vereinigten Königreich – eine Übertragung innerhalb der Bevölkerung festgestellt.

 

Auch in Madagaskar (Klade Ib) und Pakistan hält die Ausbreitung innerhalb der Bevölkerung weiter an.

 

Positiv ist, dass das Gesundheitsministerium der Demokratische Republik Kongo am 2. April 2026 das Ende der Mpox-Epidemie als nationalen Gesundheitsnotstand erklärt hat.

 

Gleichzeitig beobachten Fachleute neue Entwicklungen: Bei zwei Reisenden wurde ein rekombinanter Virusstamm aus den Kladen Ib und IIb entdeckt.
 

Laut der Weltgesundheitsorganisation gibt es Hinweise darauf, dass sich dieser Stamm bereits stärker verbreitet haben könnte als bisher bekannt.
 

Weitere Informationen und aktuelle Entwicklungen veröffentlicht die Weltgesundheitsorganisation regelmässig in ihren globalen Trendberichten.

 

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Das Risiko ist für die allgemeine Bevölkerung sehr gering, für Risikogruppen jedoch mässig.

Befolgen Sie die Empfehlungen der örtlichen Gesundheitsbehörden.

  • Vermeiden Sie engen Hautkontakt mit Personen, die an Mpox erkrankt sind oder sein könnten, einschließlich aller Personen mit Hautausschlag (Pickel, Blasen, Krusten).
  • Waschen Sie Ihre Hände häufig mit Wasser und Seife oder verwenden Sie ein Handdesinfektionsmittel auf Alkoholbasis (mindestens 60 % Alkohol).
  • Vermeiden Sie den Kontakt mit potenziell kontaminierten persönlichen Gegenständen wie Bettwäsche, Kleidung, Handtüchern, Tassen oder Essgeschirr, die von Personen mit Verdacht auf oder bestätigter Mpox-Erkrankung benutzt wurden.
  • Vermeiden Sie sexuellen Kontakt mit erkrankten Personen; verwenden Sie bis zu 12 Wochen lang Kondome, wenn Ihr Sexualpartner an Mpox erkrankt war.
  • Für Personen, die einer Risikogruppe angehören, kann eine Impfung angezeigt sein. Siehe Mpox-Informationsblatt. Vermeiden Sie den Kontakt mit Tieren in Gebieten, in denen Mpox regelmäßig auftritt.
  • Vermeiden Sie den Verzehr oder die Zubereitung von Fleisch von Wildtieren (Bushmeat) oder die Verwendung von Produkten (Cremes, Lotionen, Puder), die aus Wildtieren gewonnen wurden.
 
ESCMID, 07.04.2026; Biobeacon, 12.04.2026; Biobeacon, 04.04.2026

Seit Jahresanfang und bis zum 20. August 2025 haben neun Länder in Europa Fälle von West-Nil-Virus-Infektionen beim Menschen gemeldet: Albanien, Bulgarien, Frankreich, Griechenland, Ungarn, Italien, Rumänien, Serbien und Spanien. Derzeit sind 67 Gebiete als betroffen bekannt.

 

Aktuelle Informationen finden Sie unter ECDC LINK.


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Es werden folgende Vorsichtsmassnahmen empfohlen:

  • Schützen Sie sich tagsüber und nachts vor Mückenstichen (siehe optimaler Schutz vor Mücken- und Zeckenstichen rund um die Uhr).
  • Berühren Sie keine kranken oder toten Vögel, da diese ebenfalls infiziert sein können.

Wenn Sie ein Gebiet besucht haben, in dem das West-Nil-Fieber übertragen wird, spenden Sie nach Ihrer Rückkehr mindestens 28 Tage lang kein Blut.

   
ECDC CDTR, 20.8.2025

Deutschland: Am 3. Juli 2025 meldeten die deutschen Gesundheitsbehörden den Nachweis von zirkulierenden impfstammverwandten Polioviren vom Typ 2 in Abwasserproben aus mehreren Bundesländern:


  • Dresden
  • Mainz
  • München
  • Stuttgart

 

Die Viren weitgehend mit dem cVDPV2-Cluster übereinstimmen, der Anfang 2025 in Spanien, Polen, Deutschland, Finnland und dem Vereinigten Königreich nachgewiesen wurde.

Bis zum 3. Juli 2025 wurden in der EU/dem EWR keine klinischen Fälle von Poliomyelitis gemeldet, und eine anhaltende Übertragung von Mensch zu Mensch innerhalb Deutschlands wurde nicht bestätigt.

 

Die grosse geografische Ausbreitung in der EU/dem EWR, die Tatsache, dass die Nachweise über mehrere Monate hinweg erfolgten, und die Identifizierung spezifischer genetischer Subcluster deuten auf zumindest eine gewisse lokale Übertragung hin.

 

Für alle Personen, einschliesslich Flüchtlinge und Migranten: Eine routinemässige Impfung gegen Polio gemäss den nationalen Richtlinien ist wichtig (Empfehlungen des BAG | Empfehlungen der STIKO).

 

Reisende, die in Länder reisen, in denen das wilde Poliovirus oder der Polio-Impfvirus endemisch ist, sollten sich gegen Polio impfen lassen, siehe Empfehlungen auf den Länderseiten unter www.healthytravel.ch. 

ECDC CDTR, 4.7.2025 | RKI, 3.7.2025

Am 06. Juni 2025 meldete Spanien einen tödlichen Fall von Tollwut beim Menschen bei einem 44-jährigen Mann aus der Autonomen Gemeinschaft Valencia.

Der Patient war während einer Reise nach Äthiopien im Juli 2024 von einem Hund am Bein gebissen worden. Er reinigte die Wunde, suchte jedoch keinen Arzt auf und erhielt keine Postexpositionsprophylaxe (PEP). Etwa zehn Monate später traten Symptome wie Fieber, Übelkeit und Stimmungsschwankungen auf. Diese entwickelten sich zu Hydrophobie, was zu einem klinischen Verdacht auf Tollwut führte. Trotz intensiver Behandlung verstarb er am 6. Juni 2025.

 

Spanien, einschliesslich seines Festlands und seiner Inseln, ist seit 1978 offiziell frei von terrestrischer Tollwut, mit Ausnahme eines Einzelfalls im Juni 2013, bei dem ein aus Marokko importierter Hund betroffen war. Allerdings werden weiterhin sporadische importierte Tollwutfälle in den Autonomen Städten Ceuta und Melilla gemeldet, die vor allem Hunde und gelegentlich Pferde betreffen.

 

Dieser tragische Fall unterstreicht, wie wichtig es ist, über Tollwut aufgeklärt zu sein und nach potenziellen Expositionen, wie z. B. Hundebissen, in Reisezielen, in denen Tollwut endemisch ist, eine Postexpositionsprophylaxe durchzuführen, selbst wenn die Exposition mehrere Monate zurückliegt (siehe auch Tollwut-Factsheet).

Vorbeugung: Vermeiden Sie den Kontakt mit Tieren und füttern Sie sie nicht! Reisenden wird eine Impfung vor der Exposition empfohlen, insbesondere Personen mit erhöhtem Risiko, wie z. B. Personen, die mit Tieren arbeiten, Zweiräder fahren, abgelegene Gebiete besuchen, kleine Kinder, Höhlenforscher oder alle, die mit Fledermäusen in Kontakt kommen können.

 

Verhalten nach einer Exposition: Nach einem Tierbiss/Kratzer: Waschen Sie die Wunde sofort 15 Minuten lang mit Wasser und Seife, desinfizieren Sie sie anschliessend und suchen Sie in jedem Fall so schnell wie möglich ein hochwertiges medizinisches Zentrum für eine Postexpositionsprophylaxe auf!

 
Via Beacon, 7.6.2025

In mehreren Ländern der Europäischen Union wurde ein Anstieg der gemeldeten Fälle von Hepatitis A beobachtet, insbesondere in Österreich, Tschechien und Ungarn.

 

Der Anstieg der Infektionen betrifft vor allem obdachlose Erwachsene, Drogenabhängige und Menschen, die unter schlechten hygienischen Bedingungen leben.

Die Übertragungskette ist noch nicht unterbrochen, und es ist mit weiteren Fällen zu rechnen.

 

Eine Impfung gegen Hepatitis A wird für Personen empfohlen, die Freunde und Verwandte in abgelegenen ländlichen Gebieten und/oder an Orten mit schlechten hygienischen Bedingungen besuchen, sowie für Risikopersonen.

ECDC CDTR, 28.5.2025

Die Daten zu Masernfällen in der Europäischen Union und im Europäischen Wirtschaftsraum (EU/EWR) in den letzten zwölf Monaten (1. Februar 2024 bis 31. Januar 2025 32‘265 Masernfälle) zeigen einen deutlichen Anstieg der Meldungen im Vergleich zu 2023. Rumänien (27‘568), Italien (1‘097), Deutschland (637), Belgien (551) und Österreich (542) wiesen die höchsten Fallzahlen auf.

 

Aufgrund der vermehrten Viruszirkulation, werden die Fallzahlen sehr wahrscheinlich im Frühjahr 2025 zunehmen. Die anhaltende Übertragung deutet auf Lücken in der Durchimpfung gegen diese vermeidbare Krankheit hin – sowohl bei Kindern als auch bei Jugendlichen und Erwachsenen.

Lassen Sie Ihren Impfstatus überprüfen!

Alle nach 1963 geborenen Personen, die keinen nachgewiesenen Schutz gegen Masern haben (Antikörper oder 2 nachgewiesene Impfungen), sollten zweimal mit dem MMR-Impfstoff geimpft werden. Im Falle einer Epidemie in der Region oder bei Kontakt mit einem Masernfall wird die Impfung ab einem Alter von 6 Monaten empfohlen.

ECDC, 11.3.2025

Die Daten aus den neuesten epidemiologischen Jahresberichten des ECDC über sexuell übertragbare Krankheiten (STIs) zeigen, dass die Melderate für bestätigte Gonorrhö-Fälle in den Ländern der Europäischen Union/des Europäischen Wirtschaftsraums im Jahr 2023 im Vergleich zu 2022 um 31 % gestiegen ist und seit 2014 um 321 % zugenommen hat.

 

Auch die Zahl der Syphilis-Fälle steigt weiter an. Im Jahr 2023 wurden in 29 EU-/EWR-Ländern 41’051 bestätigte Fälle gemeldet, was einem Anstieg von 13 % gegenüber 2022 und einer Verdoppelung gegenüber 2014 entspricht.

 

  • Denken Sie immer daran, dass sexuell übertragbare Krankheiten weltweit zunehmen!
  • Safer-Sex-Praktiken sind die beste Möglichkeit, sexuell übertragbare Krankheiten zu verhindern, siehe Factsheet STI.
  • Kaufen Sie Kondome aus einer zuverlässigen Quelle, bevor Sie Ihre Reise antreten!
ECDC, 10.2.2025

In den letzten drei Monaten wurden Impfpolioviren des Typ 2 (VDPV2) in Abwasserproben in Barcelona (Spanien), Warschau (Polen) sowie in Bonn, Düsseldorf, Dresden, Hamburg, Köln, Mainz und München (Deutschland) nachgewiesen.

 

In allen drei Ländern der Europäischen Region wurde das Virus nur aus Umweltproben (Abwasser) isoliert – es wurden keine damit verbundenen Fälle von Polio-Lähmung festgestellt.

 

In Deutschland, Polen und Spanien wird die Krankheit streng überwacht und die Durchimpfungsrate ist hoch. In jedem Land gibt es jedoch Gebiete, in denen die Durchimpfungsrate zu niedrig ist.

Der Nachweis von VDPV2 im Abwasser ist nicht überraschend. Menschen können das Virus ausscheiden, wenn sie aus Ländern kommen oder in Länder gereist sind, in denen noch der orale Poliovirus-Impfstoff verwendet wird. Das Risiko für geimpfte Menschen in Deutschland ist aufgrund der hohen Durchimpfungsrate gegen Polio sehr gering.

Für alle Personen, einschliesslich Flüchtlinge und Migranten: Eine routinemäßige Impfung gegen Polio gemäß den nationalen Richtlinien ist wichtig (Schweizer BAG-Empfehlungen |STIKO, Deutschland-Empfehlungen).

 

Reisende, die in Länder reisen, in denen das Polio-Wildvirus oder das Polio-Impfvirus endemisch ist, sollten sich gegen Polio impfen lassen, siehe Empfehlungen auf den Länderseiten unter www.healthytravel.ch.

RKi Epi Bulletin 48/2024, 28.11.2024 | WHO 28.11.2024 | ECDC, 29.11.2024

Im Jahr 2024 und bis am 2. Oktober 2024 haben 18 Länder in Europa 1’202 lokal erworbene Fälle von West-Nil-Virus (WNV)-Infektionen beim Menschen mit bekanntem Infektionsort gemeldet. Der früheste und der späteste Zeitpunkt des Auftretens waren jeweils der 1. März 2024 und der 26. September 2024.

 

Lokal erworbene Fälle wurden von Italien (422), Griechenland (202), Spanien (114), Albanien (102), Ungarn (101), Rumänien (71), Serbien (53), Österreich (34), Türkei (30), Frankreich (27), Kroatien (20), Deutschland (8), Slowenien (5), Kosovo (4), Slowakei (4), Bulgarien (2), Nordmazedonien (2) und Tschechien (1) gemeldet.

 

In Europa wurden 88 Todesfälle aus Griechenland (31), Italien (16), Albanien (13), Rumänien (10), Spanien (10), Bulgarien (2), Serbien (2), der Türkei (2), Frankreich (1) und Nordmazedonien (1) gemeldet.


Die in diesem Jahr gemeldeten Fallzahlen liegen über dem durchschnittlichen monatlichen Fallaufkommen der letzten 10 Jahre. Im gleichen Zeitraum des Jahres 2023 wurden 681 Fälle gemeldet. Die Zahlen sind jedoch niedriger als im Jahr 2018, als zu dieser Jahreszeit 1'728 Fälle gemeldet wurden.

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Folgende Vorsichtsmassnahmen werden empfohlen:

  • Schützen Sie sich tagsüber und nachts vor Mückenstichen (siehe Merkblatt Mücken- und Zeckenstichschutz).
  • Berühren Sie keine kranken oder toten Vögel, da auch diese infiziert sein könnten.
  • Wenn Sie ein Gebiet besucht haben, in dem das West-Nil-Fieber übertragen wird, sollten Sie nach Ihrer Rückkehr mindestens 28 Tage lang kein Blut spenden.
ECDC, 9.10.2024
Am 5. August 2022 veröffentlichte das spanische Gesundheitsministerium zwei Fälle von hämorrhagischem Krim-Kongo-Fieber (CCHF) in Bierzo, in der Provinz León im Norden des Landes. Beim ersten Fall handelte es sich um einen 49-jährigen Jäger mit einer bekannten Vorgeschichte von Zeckenbissen; sein Zustand ist stabil. Der zweite Patient war ein 51-jähriger Mann, der in der Forstwirtschaft arbeitete. Er starb am 19. Juni 2022 und wurde am 20. Juli 2022 post mortem mit CCHF diagnostiziert. Zwischen 2013 und 2022 wurden in Spanien insgesamt 12 Fälle (einschließlich 4 Todesfälle) bestätigt.
 
Hämorrhagisches Krim-Kongo-Fieber (CCHF) wird durch eine Infektion mit einem von Zecken übertragenen Virus verursacht. Die Krankheit ist in Osteuropa, insbesondere in der ehemaligen Sowjetunion, im gesamten Mittelmeerraum, in Nordwestchina, Zentralasien, Südeuropa, Afrika, im Nahen Osten und auf dem indischen Subkontinent verbreitet.
Zeckenschutz durch Kleidung und Insektizide. Insektenabwehrmittel sollten DEET enthalten. Vermeiden Sie ausserdem den Kontakt mit Blut und Körperflüssigkeiten von Tieren oder Menschen mit Infektionssymptomen in endemischen Gebieten. In letzteren sollten zum Zecken entfernen Handschuhe getragen werden.
ECDC, Crimean-Congo Haemorrhagic Fever; Infosalus, 8.8.2022; ECDC, Cases of CCHF (2022)
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Anfang Mai 2022 wurde in England ein Fall von Affenpocken festgestellt, der nach einer Reise nach Nigeria aufgetreten war. Im Verlauf wurden in England 6 weitere Fälle von Affenpocken bei Personen ohne vorherige Reisen und ohne Kontakt zu bekannten reiseassoziierten Fällen diagnostiziert. Dabei handelt es sich um zwei Fälle in einer Familie sowie um vier Fälle bei Männern, die Sex mit Männern haben (MSM). Letztere haben sich offenbar in London infiziert. Ausser in der Familie und bei zwei der MSM-Fälle sind keine Verbindungen der Fälle untereinander bekannt. Weitere 2 Fälle wurden inzwischen noch gemeldet. Untersuchungen zu den Infektionsquellen und weiteren Verdachtsfällen sind angelaufen.

Von GeoSentinel und diversen Medienberichten werden zusätzliche Fälle aus folgenden Ländern gemeldet:

  • Frankreich: 1 Verdachtsfall (Region Île-de-France)
  • Italien: 3 Fälle, von denen einer bestätigt wurde, 1 Fall mit Reiseanamnese Kanarische Inseln (Link)
  • Kanarische Inseln: 1 Verdachtsfall
  • Portugal: 14 bestätigte Fälle, weitere 6 Verdachtsfälle (Link), Lissabon Region und Tagus Valley Region
  • Spanien: 7 bestätigte, 23 Verdachtsfälle, (Link)
  • Schweden: 1 bestätigter Fall, 1 Verdachtsfall
  • Kanada: 17 Verdachtsfälle (Link)
  • USA: 1 bestätigter Fall mit Reiseanamnese nach Kanada (Link)

 

Beschreibung: Affenpocken sind eine Zoonose, die durch ein Orthopoxvirus, ein DNA-Virus, verursacht wird, das genetisch mit dem Variolaund dem Vaccinia-Virus verwandt ist. Affenpocken sind in West- und Zentralafrika endemisch. Seit September 2017 werden in Nigeria vermehrt Fälle registriert, auch Importe durch Rückreisende nach England und USA wurden in den letzten Jahren vermehrt festgestellt. Es gibt zwei Typen des Affenpockenvirus: den westafrikanischen Typ und den zentralafrikanischen Typ (Congo Basin).

Übertragung: Affenpocken werden von infizierten Tieren durch einen Biss oder durch direkten Kontakt mit Blut, Körperflüssigkeiten oder Läsionen des infizierten Tieres übertragen. Sie können über Abschürfungen im Mund auf Personen übertragen werden, die infizierte Tiere essen. Es kann auch von Mensch zu Mensch über die Atemwege, durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten einer infizierten Person oder mit viruskontaminierten Gegenständen übertragen werden. Die Inkubationszeit beträgt 5-21 Tage, gewöhnlich etwa 7 bis 17 Tage.

Symptome: Zu den Symptomen der Affenpocken gehören Fieber, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, geschwollene Lymphknoten und Schüttelfrost. 1- 3 Tage nach Symptombeginn entwickelt sich ein Ausschlag, der wie Windpocken oder Syphilis aussehen kann und sich vom Gesicht auf andere Körperteile, einschließlich der Genitalien, ausbreitet. Die Erkrankung verläuft meistens mild. Bei immunsupprimierten Personen kann die Erkrankung schwer verlaufen. Die Sterblichkeitsrate liegt beim westafrikanischer Typ bei ca. 1% und beim zentralafrikanischen Typ bei bis zu 10%.

 

Weitere Details, siehe WHO Factsheet, ECDC und CDC.

Mit weiteren Fällen muss gerechnet werden. Personen, die oben beschriebene Symptome aufweisen, sollten sich an einen Arzt:in wenden, idealerweise vorab telefonische Kontaktaufnahme. Personen, die mehrere Sexualpartner haben oder Gelegenheitssex praktizieren, sollten besonders wachsam sein!

Prävention: Gute persönliche Hygiene, Kontakt zu erkrankten Personen und Tieren unbedingt meiden. Bei Aufenthalten in West und Zentralafrika: Kein Konsum von Buschfleisch ("bushmeat"). Das individuelle Risiko bei Kontakt zu einem Patienten mit Affenpocken hängt von der Art und der Dauer des Kontakts ab. Bei sehr engem Kontakt zu einem Fall (z. B. Familienangehörige, Flugzeugnachbarn, medizinisches Personal) wurde das Ansteckungsrisiko bisher als moderat eingestuft, bei sexuellen / intimen Kontakten ist vermutlich hoch.

Quelle Bild: NCDC

WHO 18.5.2022, RKI 19.5.2022, UK GOV, 16.5.2022, Outbreak News Today, 18.5.2022, CDC, Labor Spiez

Allgemeine Informationen

Aktuelle länderspezifische Reisemaßnahmen im Zusammenhang mit dem Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo und Uganda: siehe LINK.
Detaillierte Informationen zu Krankheiten (wichtige Aspekte | Karten | Factsheets etc.) sind primär in der Rubrik 'wichtige Gesundheitsrisiken' enthalten, ansonsten sind sie unter der jeweiligen Impfung zu finden.

Impfungen für alle Reisende

 
Risk Area
Factsheet
Flyer
SOP
MAP
Bookmark
 
 
 
 

 
Empfehlung

Alle Reisenden sollten eine Grundimpfung gemäss dem Schweizerischen Impfplan haben, LINK.

 

Bei unvollständigem oder unbekanntem Impfstatus werden Nachholimpfungen dringend empfohlen, und die Personen sollten bis zum Abschluss der Impfserie weiter verfolgt werden (Hinweis: Umweltproben wurden positiv auf cVDPV2 getestet).

 

  • Polio («Kinderlähmung») ist eine Infektionskrankheit des Nervensystems, die durch Impfung verhindert werden kann.
  • Polio wird hauptsächlich durch den Verzehr von durch Fäkalien verunreinigten Lebensmitteln oder Wasser verursacht.
  • Die Infektion mit dem Poliovirus kann sowohl Kinder als auch Erwachsene treffen und kann zu dauerhafter Lähmung von Gliedmaßen oder der Atemmuskulatur sowie zum Tod führen.
  • Es gibt einen wirkungsvollen, gut verträglichen Impfstoff! Prüfen Sie, ob Auffrischungsimpfungen (zusätzlich zum vollständigen Basisimpfschutz) für Ihr Reiseziel empfohlen werden.

Polio_Factsheet_Public_ECTM_DE.pdf

EKRM_Factsheet_Layperson_DE_Polio.pdf

  • Polio («Kinderlähmung») ist eine Infektionskrankheit des Nervensystems, die durch Impfung verhindert werden kann.
  • Polio wird hauptsächlich durch den Verzehr von durch Fäkalien verunreinigten Lebensmitteln oder Wasser verursacht.
  • Die Infektion mit dem Poliovirus kann sowohl Kinder als auch Erwachsene treffen und kann zu dauerhafter Lähmung von Gliedmaßen oder der Atemmuskulatur sowie zum Tod führen.
  • Es gibt einen wirkungsvollen, gut verträglichen Impfstoff! Prüfen Sie, ob Auffrischungsimpfungen (zusätzlich zum vollständigen Basisimpfschutz) für Ihr Reiseziel empfohlen werden.

Bei Poliomyelitis oder Polio handelt es sich um eine Virusinfektion, die das Nervensystem angreift und die innerhalb eines sehr kurzen Zeitraumes zu einer vollständigen Lähmung der Gliedmaßen führen kann. Die Infektion kann mild oder sogar ganz ohne Symptome verlaufen. Wenn Symptome mit muskulären oder das Nervensystem betreffenden Komplikationen auftreten, resultiert dies fast immer in einer Folgeerkrankung mit Langzeitkomplikationen. Es gibt keine Medikamente, die Polio heilen können, aber die Impfung ist überaus effektiv.

Dank der Impfung konnte das ursprüngliche Poliovirus in den meisten Ländern ausgerottet werden. In Afghanistan und Pakistan finden jedoch immer noch neue Infektionen statt. In manchen Ländern zirkulieren Polioviren, die von den Impfviren der Schluckimpfungen abstammen, und verursachen Polio-Ausbrüche, besonders in Ländern, in denen der Impfschutz gegen Polio in der Bevölkerung nur gering ist.

Der Mensch ist das einzige bekannte Reservoir des Poliovirus. Menschen jeden Alters können sich durch den Verzehr von mit Fäkalien kontaminierten Lebensmitteln oder Wasser infizieren. Man kann das Virus ausserdem – aber sehr selten – über den Speichel einer infizierten Person aufnehmen.
Symptome treten üblicherweise 3 bis 21 Tage nach der Exposition auf. Anfängliche Symptome sind unter anderem Fieber, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Erbrechen und Durchfall. Leichte Fälle der Infektion gehen innerhalb einer Woche vorüber. Schwerere Fälle resultieren in Nackensteifheit und Gliederschmerzen wobei 1 von 200 Infektionen zu irreversibler Lähmung der Gliedmaßen und im schlimmsten Fall auch zur Lähmung der Atemmuskulatur und zum Tod führen kann.
Es gibt keine Heilung für Polio, die Behandlung zielt nur auf Linderung der Symptome.

Regelmäßiges Händewaschen nach dem Toilettengang und vor dem Essen oder der Essenszubereitung. Vermeiden von zu wenig gekochten oder rohen Lebensmitteln, die mit Fäkalien verunreinigt sein könnten.

Die wichtigste vorbeugende Maßnahme ist die Impfung. Es gibt eine sehr wirksame und gut verträgliche intramuskuläre Impfung gegen Polio (inaktivierter (getöteter) Polioimpfstoff, IPV), die Teil der Grundimpfungen während der Kindheit ist. Außerdem gibt es Kombinationsimpfstoffe (z. B. mit Diphtherie und Tetanus). Nach der Grundimmunisierung wird für Reisen in bestimmte Länder alle 10 Jahre eine Auffrischungsimpfung empfohlen (siehe Empfehlungen auf den Länder-Seiten). Die WHO empfiehlt eine jährliche Impfung für Einwohner oder Langzeitbesucher (min. 4 Wochen) eines Landes, in dem aktuell noch Infektionen mit dem Poliovirus vorkommen oder in dem vom Schluck-Impfstoff abgeleitete Polioviren zirkulieren. Diese Empfehlung dient nicht nur dem persönlichen Schutz, sondern hat auch das Ziel, eine weltweite Verbreitung des Virus zu verhindern.

Überprüfen Sie das Poliorisiko in der Region, in die Sie reisen möchten, und melden Sie sich für eine Booster-Impfung an, sofern diese empfohlen wird (siehe Empfehlungen auf den Länder-Seiten).
  • WHO: https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/poliomyelitis
  • BAG Schweiz: Schweizer Impfplan: https://www.bag.admin.ch/bag/de/home/gesund-leben/gesundheitsfoerderung-und-praevention/impfungen-prophylaxe/schweizerischer-impfplan.html
Weltweit
  
 
 
 
 

 
Empfehlung

Alle Reisenden sollten eine Grundimpfung und Auffrischungen gemäss dem Schweizerischen Impfplan haben, LINK.

 

Allgemeine Informationen bezüglich Diphterie, Tetanus und Pertussis

 

Bitte folgende Links des BAG konsultieren:

  • Diphterie
  • Tetanus
  • Pertussis
Weltweit
 
 
 
 

 
Empfehlung

Alle Reisenden sollten eine Grundimpfung und Auffrischungen gemäss dem Schweizerischen Impfplan haben, LINK.

 

Allgemeine Informationen bezüglich Masern, Mumps und Röteln (MMR)

Bitte folgende Links des BAG konsultieren:

  • Masern
  • Mumps
  • Röteln

MMR_Factsheet_Public_ECTM_DE.pdf

Weltweit
 
 
 
 

 
Empfehlung

Reisende sollten gegen Windpocken immun sein. Personen zwischen 13 Monaten und 39 Jahren, die noch keine Windpocken hatten, und die noch keine 2 Impfdosen gegen Windpocken erhalten hatten, sollten eine Nachholimpfung erhalten (2 Dosen im Abstand von mindestens 4 Wochen), siehe Schweizerischen Impfplan, LINK.

 

Bitte folgender Link des BAG konsultieren:

 

Empfehlungen zur Impfung gegen Varizellen (Windpocken) und Herpes Zoster (Gürtelrose)

  • Link zum Dokument in Deutsch
 

Varicella_Herpeszoster_Factsheet_Public_ECTM_DE.pdf

Impfungen für gewisse Reisende

 
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SOP
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Weltweit
 
 
 
  • Hepatitis B ist eine durch ein Virus verursachte Leberinfektion.
  • Das Virus wird durch sexuellen Kontakt übertragen, kann aber auch durch Blut(-produkte), z.B. beim gemeinsamen Gebrauch von Spritzen, Tätowierungsnadeln, etc. übertragen werden.
  • Es gibt einen sicheren und sehr wirksamen Impfstoff, der einen langanhaltenden Schutz bietet.
  • Die Hepatitis-B-Impfung wird für alle Säuglinge und Jugendliche bis 16 Jahre sowie unabhängig des Alters für Risikogruppen empfohlen.

    Hepatitis_B_Factsheet_Public_ECTM_DE.pdf

    • Hepatitis B ist eine durch ein Virus verursachte Leberinfektion.
    • Das Virus wird durch sexuellen Kontakt übertragen, kann aber auch durch Blut(-produkte), z.B. beim gemeinsamen Gebrauch von Spritzen, Tätowierungsnadeln, etc. übertragen werden.
    • Es gibt einen sicheren und sehr wirksamen Impfstoff, der einen langanhaltenden Schutz bietet.
    • Die Hepatitis-B-Impfung wird für alle Säuglinge und Jugendliche bis 16 Jahre sowie unabhängig des Alters für Risikogruppen empfohlen.
    Hepatitis B wird durch ein hoch ansteckendes Virus verursacht, das die Leber befällt. Der Krankheitsverlauf ist sehr unterschiedlich, bis zu einem Drittel der Infizierten zeigen keine Symptome.
    Hepatitis B kommt überall auf der Welt vor, vor allem jedoch in Asien, dem Mittleren Osten, Afrika sowie in Teilen Amerikas. In der Schweiz sind ca. 0,5 – 0,7 Prozent der Bevölkerung chronisch mit dem Hepatitis-B-Virus infiziert. Am häufigsten betroffen sind Männer, die Sex haben mit Männern (MSM) und die Altersgruppe der 30- bis 59-Jährigen, auf die jeweils etwa zwei Drittel aller akuten Fälle entfallen.
    Die Übertragung erfolgt hauptsächlich durch den Kontakt mit Körperflüssigkeiten infizierter Personen, insbesondere Genitalsekrete und Blut. Entsprechend erfolgt eine Ansteckung vor allem beim Geschlechtsverkehr (genital, anal, oral) sowie beim gemeinsamen Gebrauch von Spritzen. In Ländern mit weiter Verbreitung des Virus und schlechteren Hygienebedingungen kann es auch durch den Gebrauch von unsterilen Instrumenten bei (Zahn-)Ärzten oder Tätowierern übertragen werden sowie durch Bluttransfusionen oder Infusionen. Weiterhin können infizierte Mütter die Erkrankung während der Geburt auf das Kind übertragen.
    Ein Drittel der neu-erkrankten Personen im Erwachsenenalter zeigen keine Symptome. Das klassische Bild der Hepatitis B präsentiert sich 1.5 bis 6 Monate nach der Infektion mit Abgeschlagenheit, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen und Fieber. Zusätzlich kann es zur Gelbsucht (gelbe Haut und Augen) kommen. Meistens heilt die Erkrankung von allein wieder vollständig ab, vor allem bei Erwachsenen. Etwa 5-10% der erkrankten Erwachsenen, jedoch 90% der Säuglinge, entwickeln eine chronische Hepatitis B. Diese kann zu einem Leberumbau (Leberzirrhose) mit Funktionseinschränkung oder zu Leberkrebs führen.
    Zu Beginn der Infektion werden vor allem die Symptome behandelt, da die Erkrankung meist von allein wieder ausheilt. Eine chronische Hepatitis B kann mit antiviralen Medikamenten kontrolliert werden, jedoch oft, ohne eine vollständige Heilung zu erreichen. Wichtig ist zu verhindern, dass sich weitere Personen im näheren Umfeld (Familienmitglieder, Sexualpartner) anstecken.
    Es gibt sichere und wirksame Impfstoffe, die nach zwei bis drei Impfdosen einen lebenslangen Schutz bieten. Für Säuglinge wird die Impfung als Teil der Kombinationsimpfung im Alter von 2, 4 und 12 Monaten empfohlen. Für Jugendliche bis und mit 15 Jahren werden 2 Impfungen im Abstand von 4-6 Monaten empfohlen. Jugendliche ab 16 Jahren und Erwachsene benötigen 3 Impfungen. Die Indikation dafür gilt für Personen mit erhöhtem Risiko, wie zBsp. Beschäftigte im Gesundheitswesen; MSM; Personen mit anderer Lebererkrankung und Drogenkonsumierende. Es gibt auch einen Kombinationsimpfstoff mit Hepatitis A.
    • Bundesamt für Gesundheit (BAG). Hepatitis B:
      https://www.bag.admin.ch/bag/de/home/krankheiten/krankheiten-im-ueberblick/hepatitis-b.html
    • Hepatitis Schweiz: https://hepatitis-schweiz.ch/formen/hepatitis-b

    Die afrikanischen Gebiete

    Ceuta und Melilla

     
     
     
    • Es besteht ein Tollwutrisiko in den nord-afrikanischen Territorien Ceuta und Melila.
    • In den übrigen Gebieten von Spanien (einschliesslich der Balearen und der Kanarischen Inseln) wurde keine Tollwut bei Haus- oder Wildtieren gemeldet. Fledermäuse können jedoch das Fledermaus-Lyssavirus (Fledermaustollwut) übertragen.
    • Tollwut wird hauptsächlich durch Hunde (und Fledermäuse) übertragen, aber prinzipiell kann jedes Säugetier infektiös sein.
    • Sobald Symptome auftreten, verläuft die Tollwut ausnahmslos tödlich.
    • Tollwut lässt sich am besten durch eine Impfung vor der Reise und angemessenes Verhalten gegenüber Säugetieren (Kontaktvermeidung) verhindern.
    • Die Impfung vor der Reise (siehe Abschnitt Vorbeugung) ist auch deshalb empfehlenswert, weil Impfstoffe und Immunglobuline in vielen Reiseländern oft nicht zur Verfügung stehen.
    • Achtung: eine Biss- oder Kratzwunde sowie Kontakt mit Speichel von Säugetieren auf offenen Wunden sind immer ein Notfall! Informieren Sie sich unten über die erforderlichen Massnahmen!

    Rabies_Factsheet_Public_ECTM_DE.pdf

    Dieses Informationsblatt enthält wichtige Informationen zur Tollwut. Zur optimalen Reisevorbereitung empfehlen wir Ihnen, diese Informationen sorgfältig zu lesen und das Informationsblatt mit auf die Reise zu nehmen!
    • Tollwut wird hauptsächlich durch Hunde (und Fledermäuse) übertragen, aber prinzipiell kann jedes Säugetier infektiös sein.
    • Sobald Symptome auftreten, verläuft die Tollwut ausnahmslos tödlich.
    • Tollwut lässt sich am besten durch eine Impfung vor der Reise und angemessenes Verhalten gegenüber Säugetieren (Kontaktvermeidung) verhindern.
    • Die Impfung vor der Reise (siehe Abschnitt Vorbeugung) ist auch deshalb empfehlenswert, weil Impfstoffe und Immunglobuline in vielen Reiseländern oft nicht zur Verfügung stehen.
    • Achtung: eine Biss- oder Kratzwunde sowie Kontakt mit Speichel von Säugetieren auf offenen Wunden sind immer ein Notfall! Informieren Sie sich unten über die erforderlichen Massnahmen!
    Tollwut verläuft ausnahmslos tödlich und wird über den Speichel oder andere Körperflüssigkeiten von infizierten Säugetieren übertragen.
    Hunde sind für mehr als 95 % der Tollwutfälle beim Menschen verantwortlich. Fledermäuse, Katzen und (selten) Affen sowie alle anderen Säugetiere können Tollwut übertragen. Die Gebiete mit dem höchsten Risiko sind Asien, Afrika und einige lateinamerikanische Länder (z. B. Bolivien). Tollwut kann überall auf der Welt auftreten, ausser in Ländern, in denen eine erfolgreiche Ausrottung erreicht wurde.
    Speichel infizierter Tiere tritt durch lädierte Haut in den menschlichen Körper ein, entweder über Biss- und Kratzverletzungen oder durch das Ablecken von bereits verletzten Hautstellen. Einmal durch die Hautverletzung in den Körper eingedrungen, wandert das Tollwutvirus entlang von Nervenbahnen in Richtung Gehirn. Diese Wanderung benötigt in den meisten Fällen mehrere Wochen bis Monate und verläuft ohne begleitende Symptome.
    Symptome treten in der Regel erst auf, wenn das Virus das Gehirn erreicht hat. Dies ist in den meisten Fällen nach 2–12 Wochen der Fall (Spanne: 4 Tage – mehrere Jahre!) und äussert sich als Enzephalitis (Gehirnentzündung), die in 99.99% der Fälle innerhalb von einigen Wochen tödlich verläuft. Sobald Symptome der Hirnentzündung auftreten, ist ein tödlicher Verlauf nicht mehr zu verhindern.

    Es existiert keine Therapie gegen Tollwut!

     

    Massnahmen im Falle einer Exposition: Reinigen Sie die Wunde sofort gründlich mit viel Wasser und Seife für 10 - 15 Minuten! Desinfizieren Sie die Wunde (z. B. mit Betadine®, Merfen®) anschliessend. Lassen Sie sich unverzüglich (d.h. während der Reise!) notfallmässig gegen Tollwut impfen (postexpositionelle Prophylaxe) bei einem Arzt oder im nächstgelegenen Krankenhaus: Für diejenigen, die vor der Reise einen vollständigen Impfschutz gegen Tollwut erhalten haben (= präexpositionelle Impfung), sind zwei zusätzliche Impfungen (egal welcher Hersteller) in einem Abstand von 3 Tagen ausreichend; sie sollten unverzüglich vor Ort (d.h. im Reiseland) durchgeführt werden. Wenn kein vollständiger präexpositioneller Impfschutz besteht, muss vor Ort innerhalb kürzester Frist zusätzlich zur aktiven Impfung auch eine passive Immunisierung mit Immunglobulinen erfolgen.

    Beachten Sie: Immunglobuline (und manchmal auch aktive Impfstoffe) stehen in ressourcenarmen Gegenden häufig nicht zur Verfügung, was zu Stress und Unsicherheit führen kann. Ausserdem wird eine Auffrischungsimpfung gegen Tetanus (Starrkrampf) empfohlen.

    Es ist keine gute Idee, auf Reisen Tiere zu streicheln, auch wenn sie noch so süss sind! Füttern keine Tiere und berühren Sie keine wilden, unbekannten oder toten Tiere!

    Die Impfung gegen Tollwut (preexpositionelle Impfung) wird den meisten Reisenden empfohlen und ist insbesondere empfohlen für:

    • Wiederholte Reisen und oder Langzeitaufenthalten in Gebieten, in denen Tollwut vorkommt.
    • kurze Reisen mit hohem individuellem Risiko, insbesondere bei Fahrrad- oder Motorradreisen, bei Wanderungen in abgelegene Gebiete, für Kleinkinder und Kinder.
    • Personen, die mit Tieren arbeiten, oder für Höhlenforscher (Fledermäuse!).

    Für die meisten Reisenden reichen 2 Impfdosen im Abstand von mindestens 7 Tagen vor der Abreise. Eine einmalige lebenslange Auffrischimpfung (3. Dosis) wird frühestens ein Jahr nach der Grundimmunisierung empfohlen, wenn weitere Reisen in Tollwutgebiete anstehen. Wenn Sie eine Immunsuppression haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt/Ärztin, da für Sie andere Impfabstände gelten.

    • Falls Sie eine Reise geplant haben, sollten Sie spätestens 4 Wochen vor der Abreise einen Termin in einem reisemedizinischen Zentrum vereinbaren. Notfalls genügt auch ein Termin 10 Tage vor Abreise.
    • Nach einer Exposition (Biss, Kratzverletzung): suchen Sie sofort (d. h. auch während der Reise!) einen Arzt auf zur Wundbehandlung und für eine postexpositionelle Tollwutimpfung! Dies ist auch für Personen mit einer vollständigen Grundimmunisierung vor der Reise erforderlich!
    • Drucken Sie sich dieses Informationsblatt aus und halten Sie es während Ihrer Reise stets griffbereit!
    • Bundesamt für Gesundheit der Schweiz (Deutsch): LINK.
     
     
    Früh-Sommer-Meningo-Enzephalitis (FSME) - Karte
    • Nur wenige Zeckenarten stechen und übertragen Krankheitserreger, die beim Menschen Krankheiten verursachen. 
    • Die in einer Region verbreiteten Krankheiten hängen von den örtlichen Zeckenarten ab.
    • Zecken leben in grasbewachsenen, buschigen oder bewaldeten Gebieten und auf Tieren.
    • Aktivitäten im Freien erhöhen das Risiko einer Exposition - sogar im eigenen Garten.
    • Lassen Sie sich gegen Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) impfen, wenn Sie sich in einem betroffenen Gebiet aufhalten.

    TBE_Factsheet_Public_ECTM_DE.pdf

    2026-08-05_adapted_TBE_2025_Eurasia.jpg

    • Nur wenige Zeckenarten stechen und übertragen Krankheitserreger, die beim Menschen Krankheiten verursachen. 
    • Die in einer Region verbreiteten Krankheiten hängen von den örtlichen Zeckenarten ab.
    • Zecken leben in grasbewachsenen, buschigen oder bewaldeten Gebieten und auf Tieren.
    • Aktivitäten im Freien erhöhen das Risiko einer Exposition - sogar im eigenen Garten.
    • Lassen Sie sich gegen Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) impfen, wenn Sie sich in einem betroffenen Gebiet aufhalten.

    Je nach geografischer Region und Art können Zecken verschiedene Krankheitserreger übertragen. Zu den durch Zecken übertragenen Krankheiten gehören beispielsweise die humane Ehrlichiose, Lyme-Borreliose, Tularämie, Babesiose, Zeckenrückfallfieber, Rocky-Mountains-Fleckfieber, andere Rickettsiosen, einige arbovirale Krankheiten und mehrere Flaviviren, die eine Gehirnentzündung verursachen können, wie z. B. die Frühsommer-Mengingoenzephalitis (FSME). Einige Zecken können zudem eine Zeckenlähmung verursachen. Zu den in Europa häufig von Zecken übertragenen Krankheiten gehören die Lyme-Borreliose, die FSME und die Tularämie.

     

    In den USA (und in geringerem Masse auch in Südamerika) sind wichtige durch Zecken übertragene Krankheiten Babesiose, Anaplasmose und Ehrlichiose, die Powassan-Virus Erkrankung und das ‘Schwere Fieber mit Thrombozytopenie-Syndrom’ (STFS = severe fever with thrombocytopenia syndrome).

     

    Andere wichtige von Zecken übertragene Krankheitserreger sind bakterielle Organismen, die Rickettsiosen verursachen und weltweit verbreitet sind. Bei Reiserückkehrern gelten Rickettsiosen als die vierthäufigste Ursache für Fieber. Zu den Symptomen gehören Hautausschlag, Bauchschmerzen und eine trockene, schwarze oder dunkle Kruste an der Einstichstelle.

    Durch Zecken übertragene Krankheiten werden meistens durch den Stich infizierter Zecken übertragen. Das Risiko eines Zeckenstichs ist generell erhöht für Reisende, die ausgedehnten Outdoor-Aktivitäten nachgehen (z.B. Jagen, Wandern, Campen oder Feldarbeiten in bewaldeten oder buschigen Gebieten sowie bei Gartenarbeiten in der Nähe solcher Gebiete). Das Risiko, sich mit Rickettsien zu infizieren, besteht insbesondere für Reisende, die in der Wildnis Afrikas - insbesondere im südlichen Afrika - auf Safari gehen. Das Risiko, am sogenannten Murinem Typhus zu erkranken, ist für Reisende in Risikogebieten am höchsten, wenn sie Kontakt zu flohbefallenen Katzen und Hunden haben oder sich in von Nagetieren befallenen Gebieten aufhalten.
    Bei einigen Krankheiten gibt es auch andere Übertragungswege. So kann beispielsweise Babesiose durch Bluttransfusionen sowie während der Schwangerschaft auf das ungeborene Kind übertragen werden.

    Durch Zecken übertragene Krankheiten können weltweit auftreten, die Verbreitung hängt jedoch von der geografischen Lage ab (siehe Karte).

     

    Zu den Gebieten mit erhöhtem FSME-Risiko gehören Mittel- und Osteuropa sowie die baltischen und nordischen Länder. FSME ist zudem in Russland weit verbreitet – von der westlichen Grenze zu Europa bis zur östlichen Landesgrenze.


    Lyme-Borreliose ist die häufigste durch Zecken übertragene Infektion in den gemässigten Zonen Europas, Nordamerikas und Asiens, und ihre geografische Verbreitung nimmt kontinuierlich zu. Mitteleuropa ist die Region mit den höchsten Zeckeninfektionsraten in Europa, insbesondere in Österreich, der Tschechischen Republik, Süddeutschland, der Schweiz, der Slowakei und Slowenien. Dort sind mehr als 10 % der jungen Zecken (Nymphen) und über 20 % der erwachsenen Zecken infiziert.

    Babesiose kommt in bestimmten Regionen Nordamerikas und in bewaldeten Gebieten Europas und Ostasiens vor.

    Die Anaplasmose ist in Nordamerika, Europa und China verbreitet.

    Ehrlichiose tritt häufig in den USA, in bestimmten Regionen Europas, in Südamerika und in Afrika auf.

    Die Powassan-Krankheit kommt im Nordosten der USA und im fernöstlichen Russland vor, während das Schwere Fieber mit Thrombozytopenie-Syndrom (SFTS) in den USA und im asiatisch-pazifischen Raum auftritt.

    Rickettsiosen sind weltweit verbreitet. Das afrikanische Zeckenstichfieber (ATBF) ist die am häufigsten gemeldete Rickettsieninfektion, die auf Reisen erworben wird. Sie ist im südlichen Afrika verbreitet, insbesondere in Botswana, Südafrika und Simbabwe. Das Mittelmeer-Fleckfieber (MSF), das bei Rückreisenden aus den USA und dem Vereinigten Königreich gemeldet wurde, tritt in weiten Teilen Afrikas, Europas, Indiens und des Nahen Ostens auf. Das Rocky-Mountain-Fleckfieber (RMSF) ist dagegen Kanada, Teilen von Mittel- und Südamerika sowie in den USA weit verbreitet.

    Das Krim-Kongo-Hämorrhagische Fieber (CCHF) ist eine seltene, aber schwerwiegende Viruserkrankung, die durch Zeckenstiche oder Kontakt mit infiziertem Tierblut übertragen wird. Es ist das am weitesten verbreitete virale hämorrhagische Fieber und kommt in Süd- und Osteuropa, dem Mittelmeerraum, Nordwestchina, Zentralasien, Afrika, dem Nahen Osten und dem Indischen Subkontinent vor. Personen, die im Gesundheitsbereich arbeiten und/ oder mit Nutztieren umgehen, haben ein höheres Risiko, sich zu infizieren.

     
    Die Symptome variieren je nach dem von der Zecke übertragenen Erreger. Das Leitsymptom ist in der Regel Fieber, manchmal in Kombination mit spezifischen Hautbefunden (wie Ausschlag und/oder dunkler Schorf an der Einstichstelle). Einige Infektionen verlaufen mild, während zum Beispiel die FSME zu einer Infektion des Gehirns (Enzephalitis) oder der Hirn- und Rückenmarkshäute (Meningitis) führen kann. Bei der Lyme-Borreliose wird besonders die Entwicklung neurologischer motorischer oder sensorischer Beeinträchtigungen gefürchtet. Unter den Rickettsiosen können Fleckfieber in 20%–60% der unbehandelten Fälle tödlich verlaufen, während andere Arten nur milde Infektionen verursachen. Für CCHF, siehe CDC LINK.
    Gegen die meisten bakteriellen durch Zecken übertragenen Krankheitserreger, einschliesslich Borreliose, Rickettsien, Babesiose und Tularämie, gibt es eine spezifische antibiotische Behandlung. Gegen die meisten viralen durch Zecken übertragenen Krankheitserreger (wie z.B. FSME) gibt es jedoch keine spezifische Behandlung.

    Der Schlüssel zur Vorbeugung von durch Zecken übertragenen Krankheiten liegt darin, sich vor Zeckenstichen zu schützen
    (siehe auch Merkblatt "Prävention von Mücken- und Zeckenstichen"):

    • Verwenden Sie Insektenschutzmittel (Repellentien)
    • Tragen Sie langärmelige Hemden, Hosen und Socken
    • Behandeln Sie die Kleidung und Ausrüstung mit 0,5 % Permethrin
    • Führen Sie nach Aufenthalten im Freien gründliche Zeckenkontrollen durch! Wichtig: Bei einigen Krankheitserregern ist die Anhaftungsdauer der Zecke entscheidend für eine erfolgreiche Krankheitsübertragung. Ein schnelles Entfernen der Zecke kann daher eine Infektion verhindern!

    Die beste Prävention gegen FSME ist die Impfung! Diese wird empfohlen, wenn man in einem endemischen Gebiet lebt oder reist. Der Impfstoff schützt gegen alle Virus-Subtypen.

    • Achten Sie in Risikogebieten auf einen guten Zeckenschutz: Tragen Sie hautbedeckende Kleidung und geschlossene Schuhe und verwenden Sie Repellentien.
    • Nach dem Aufenthalt in Risikogebieten: Überprüfen Sie Ihren Körper auf Zecken, entfernen Sie diese sofort und desinfizieren Sie den Stich.
    • Überwachen Sie die Einstichstelle und suchen Sie einen Arzt auf, wenn Symptome auftreten. Bei Symptomen nach einer Reise in den Tropen: konsultieren Sie einen Spezialisten in Tropen- und Reisemedizin!
    • Die FSME-Impfung wird allen Bewohnern in endemischen Gebiete sowie Reisenden empfohlen, die solche Gebiete besuchen, insbesondere denen, die Outdoor-Aktivitäten nachgehen
    • Bundesamt für Gesundheit
    • CDC
    • ECDC
    • TripPrep Tick-Borne Diseases
    • TripPrep Arthropod Infestation and Envenomation in Travelers
    • Global Health Press
    Weltweit
     
     
     
     

     
    Empfehlung

    Impfempfehlung gemäss Schweizerisches Bundesamt für Gesundheit (BAG), siehe LINK.

    Einreisepflichten pro Land, siehe IATA LINK.

     

    • Covid-19 ist eine Krankheit, die den ganzen Körper befällt, sich aber hauptsächlich mit Atemwegs-Symptomen wie Husten und Atemnot zeigt. Sie wird durch das SARS-CoV-2-Virus verursacht.
    • Die Infektion wird hauptsächlich über Tröpfchen und möglicherweise Aerosole verbreitet, wenn infizierte Personen husten, niesen, sprechen oder singen, ohne eine Maske zu tragen.
    • Die Infektion kann sehr wirksam durch eine Impfung verhindert werden, und eine zunehmende Anzahl von Impfstoffen ist inzwischen zum Schutz zugelassen und verfügbar.
    • Die Impfung wird gemäss den Schweizer Empfehlungen des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) empfohlen, siehe LINK.
    • Darüber hinaus beruht die Prävention stark auf dem Tragen von Gesichtsmasken, auf Händehygiene und auf körperlichem Abstand (min. 1.5 m), wenn keine Maske getragen werden kann und die Personen nicht geimpft sind.

    Covid19_Factsheet_Public_ECTM_DE.pdf

    Für Informationen, siehe LINK des Bundesamtes für Gesundheit (BAG)
    Landesweit
     
     
     
    • Die Grippe ist auf der ganzen Welt verbreitet, auch in subtropischen und tropischen Ländern.
    • Die Impfung bietet den besten Schutz. 
    • Die Impfung gegen Grippe wird für alle Reisenden empfohlen, die zu den "Risikogruppen" gehören, wie z. B. schwangere Reisende, Reisende mit Vorerkrankungen, ältere Menschen (>65 Jahre), oder wenn Sie eine Reise mit einem Kreuzfahrtschiff planen.
    • Der Grippeimpfstoff bietet keinen Schutz gegen die Vogelgrippe.

    Influenza_Factsheet_Public_ECTM_DE.pdf

    Allgemeine Informationen bezüglich der saisonalen Grippe (Influenza)

    Bitte folgende Links des BAG konsultieren:

    • Saisonale Grippe (Influenza)
     

    Weitere Gesundheitsrisiken

     
    Risk Area
    Factsheet
    Flyer
    Infosheet
    MAP
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    Landesweit
     
     
    Dengue - Karte

    Im Jahr 2018 wurden die ersten lokal erworbenen Dengue-Fälle gemeldet, wobei die Übertragung in den Provincen Cádiz, Catalonia und Murcia statt fand. Das Risiko ist gering.

    • Denguefieber ist die weltweit häufigste durch Insekten übertragene Infektionskrankheit.  
    • Tagsüber sollte dem Schutz vor Mückenstichen grosse Aufmerksamkeit geschenkt werden (Tagesmücke)!
    • Die Krankheit kann hohes Fieber, Muskel- und Gelenkschmerzen sowie Hautausschläge verursachen. In seltenen Fällen können zudem Blutungen auftreten.
    • Es gibt keine spezifische Behandlung. Eine Impfung wird nur Reisenden empfohlen, bei denen Hinweise auf eine frühere Dengue-Infektion vorliegen.
    • Zu Ihrer persönlichen Sicherheit empfehlen wir Ihnen dringend, sich ausführlich über Denguefieber zu informieren.

    Dengue_Factsheet_Public_ECTM_DE.pdf

    Insect_and_Tick_Bite_Protection_Factsheet_Public_ECTM_DE.pdf

    Dengue_CDC_Map_20260521.jpg

    • Denguefieber ist die weltweit häufigste durch Insekten übertragene Infektionskrankheit.  
    • Tagsüber sollte dem Schutz vor Mückenstichen grosse Aufmerksamkeit geschenkt werden (Tagesmücke)!
    • Die Krankheit kann hohes Fieber, Muskel- und Gelenkschmerzen sowie Hautausschläge verursachen. In seltenen Fällen können zudem Blutungen auftreten.
    • Es gibt keine spezifische Behandlung. Eine Impfung wird nur Reisenden empfohlen, bei denen Hinweise auf eine frühere Dengue-Infektion vorliegen.
    • Zu Ihrer persönlichen Sicherheit empfehlen wir Ihnen dringend, sich ausführlich über Denguefieber zu informieren.
    Denguefieber ist die weltweit häufigste durch Insekten übertragene Infektionskrankheit. Es gibt 4 bekannte Serotypen des Dengue-Virus, es ist also möglich, sich mehr als einmal mit dem Dengue-Virus zu infizieren. Etwa 1 von 4 infizierten Personen entwickelt Denguefieber-Symptome, zu denen hohes Fieber, Muskel- und Gelenkschmerzen sowie Hautausschläge gehören. In seltenen Fällen, meist nach einer zweiten Infektion, können zudem lebensbedrohliche Blutungen und Kreislaufschock (starker Blutdruckabfall) auftreten.
    Denguefieber kommt in allen tropischen und subtropischen Regionen zwischen den Breitengraden 35°N und 35°S vor (betrachten Sie hierzu auch die Karte des CDC: https://www.cdc.gov/dengue/images/areaswithrisk/Dengue-World-Map.jpg). 
    Das Dengue-Virus wird hauptsächlich durch die tag- und dämmerungsaktiven Stechmücken Stegomyia (Aedes) aegypti und Stegomyia (Aedes) albopictus übertragen. Diese Stechmücken vermehren sich in kleinen Wasserpfützen, wie man sie oft in der Nähe von Wohnhäusern oder in Industriegebieten / auf Mülldeponien in menschlichen Siedlungen findet. Hauptsaison für die Übertragung ist die Regenzeit.

    In 3 von 4 Fällen verläuft die Infektion mit dem Virus ohne Symptome. Nach einer kurzen Inkubationszeit (5 – 8 Tage) treten bei 1 von 4 infizierten Personen plötzliches Fieber, Kopfschmerzen, Glieder- und Muskelschmerzen, sowie Übelkeit und Erbrechen auf. Typisch sind auch schmerzhafte Augenbewegungen.  Am 3. oder 4. Tag der Erkrankung kann ein Hautausschlag auftreten. Nach 4 bis 7 Tagen lässt das Fieber nach, die Abgeschlagenheit kann jedoch noch Tage oder Wochen andauern.

     

    In seltenen Fällen kommt es zu einem schweren Verlauf des Denguefiebers. Besonders anfällig dafür sind einheimische Kinder und Senioren, sowie Personen, die bereits zuvor eine Infektion mit dem Dengue-Virus durchgemacht haben. Touristen entwickeln nur sehr selten diese schwere Form des Denguefiebers. In den ersten Tagen ähnelt der Krankheitsverlauf dabei dem des klassischen Denguefiebers, aber am 4./5. Tag, üblicherweise nachdem das Fieber nachgelassen hat, verschlechtert sich der Zustand. Der Blutdruck fällt ab und Patienten klagen über Atemnot, Bauchschmerzen, Nasenbluten und leichte Haut- bzw. Schleimhautblutungen. In den schwersten Fällen kann ein lebensbedrohlicher Kreislaufschock auftreten.

    Für die Infektion mit dem Dengue-Virus gibt es keine spezielle Therapie. Die Behandlung beschränkt sich auf Linderung und Überwachung der Symptome: Fiebersenkung, Linderung von Augen-, Rücken-, Muskel- und Gelenkschmerzen und Überwachung der Blutgerinnung und des Blutvolumens. Patienten mit schweren Symptomen müssen im Krankenhaus behandelt werden.

     

    Für Fiebersenkung und Schmerzlinderung werden Mittel mit dem Wirkstoff Paracetamol oder Acetaminophen empfohlen (z.B. Acetalgin® Dafalgan® Panadol®). Medikamente, die als Wirkstoff Acetylsalicylsäure enthalten (z. B. Aspirin®, Alcacyl®, Aspégic®), dürfen nicht verwendet werden.

    Die beste vorbeugende Massnahme besteht aus einem effektivem Mückenschutz während des Tages und besonders auch in den Dämmerungsstunden (d. h. bei Sonnenuntergang):

    1. Kleidung: Tragen Sie gut deckende, langärmelige Kleidung und lange Hosen und behandeln Sie Ihre Kleidung vorher mit einem Insektizid.
    2. Mückenschutzmittel: Tragen Sie mehrmals täglich Mückenschutzmittel auf unbedeckte Hautstellen auf.
    3. Umgebungshygiene: Entfernen Sie Behälter mit stehendem Wasser (Untersetzer für Blumentöpfe etc.) aus Ihrer Umgebung, um keine Brutstätten für Stechmücken zu schaffen.

    Für weitergehende Informationen konsultieren Sie bitte das Informationsblatt zu «Schutz vor Insekten- und Zeckenstiche».

     

    Hinweis zum Dengue-Impfstoff Qdenga®:

    • Aufgrund der Datenlage empfehlen viele europäische Länder, wie auch das Schweizerische Expertenkomitee für Reisemedizin (EKRM), die Impfung mit Qdenga® derzeit nur für Reisende, bei denen Hinweise auf eine frühere Dengue-Infektion vorliegen und die in einer Region mit signifikanter Dengue-Übertragung exponiert sein werden, Details siehe LINK. Eine Konsultation mit einem Spezialisten für Tropen- und Reisemedizin wird daher empfohlen.
    • Etwa jeder vierte Geimpfte leidet etwa 1–2 Wochen nach der Impfung für einige Tage unter Unwohlsein und Fieber.

    Ein konsequenter Mückenschutz während des Tages (siehe oben) gilt nach wie vor als die wichtigste Präventionsmassnahme gegen Dengue!

    • Nehmen Sie keine Medikamente mit dem Wirkstoff Acetylsalicylsäure ein (z. B. Aspirin®, Alcacyl®, Aspégic®) wenn Sie Symptome haben, da diese das Risiko für Blutungen erhöhen im Falle einer Dengue-Infektion!
    • Beenden Sie jedoch nicht die Einnahme von Medikamenten, die Acetylsalicylsäure enthalten, wenn diese bereits Teil Ihrer regelmässigen Behandlung einer Grunderkrankung sind.
    • Impfung gegen Dengue-Fieber für Reisende – Stellungnahme des Schweizer Expertenkomitees für Reisemedizin, einem Gremium der Schweizerischen Gesellschaft für Tropen- und Reisemedizin, Juli 2024, LINK.
    • Denguefieber – Karte (Center for Disease Control and Prevention – CDC):  https://www.cdc.gov/dengue/images/areaswithrisk/Dengue-World-Map.jpg 
    • Tigermücke, SwissTPH
    • https://tiger-platform.eu
      
     
     
     

    Neben Dengue, Chikungunya und Zika besteht in sub-/tropischen Regionen und einigen Gebieten Südeuropas die Gefahr anderer Erkranungen, die durch Anthropoden (Gliederfüssler) übertragen werden. Dazu gehören zum Beispiel folgende Krankheiten [und deren Vektoren]:

    • in Europa
      • Borreliose, FSME, Rickettsien [Zecken]
      • Leishmaniose [Sandmücken]
      • West-Nil Fieber [Moskitos]
    • auf dem Afrikanischen Kontinent
      • Rickettsien, insbesondere Afrikanisches Zeckenbissfieber [Zecken]
      • Leishmanien [Sandmücken]
      • Afrikanische Trypanosomiasis = Schlafkrankheit [Tsetse Fliegen]
      • West-Nil Fieber [Moskitos]
    • in Asien
      • Tsutsugamushi Fieber [Milben]
      • Rickettsien [Zecken]
      • Leishmanien [Sandmücken]
      • West-Nil Fieber [Moskitos]
      • Krim-Kongo-hämorrhagisches Fieber [Zecken]
    • in Nord and Latein America  
      • Rickettsiosen, insbesondere Rocky Mountain Fleckfieber [Zecken]
      • Leishmanien und Carrion Krankheit [Sandmücken]
      • Amerikanische Trypanosomiasis = Chagas Krankheit [Raubwanzen]
      • West Nil Fieber [Moskitos]
    Under construction
    Weltweit
     
     
     
    • STIs sind ein weltweit verbreitetes Gesundheitsproblem und können durch Prävention (Safer-Sex), regelmässiges Testen und Behandlung in den Griff bekommen werden.
    • Bei einem möglichen HIV-Risiko ist es wichtig, schnell zu handeln. Lassen Sie sich so bald wie möglich beraten, ob eine  Post-Expositionsprophylaxe (PEP) sinnvoll ist.
    • Nach einer Risikosituation z. B. ungeschütztem Sex mit einer neuen Partnerin oder einem neuen Partner wird empfohlen, sich auf STIs testen zu lassen, auch wenn Sie keine Symptome haben.

    STI_Factsheet_Public_ECTM_DE.pdf

    HIV_Factsheet_Public_ECTM_DE.pdf

    • STIs sind ein weltweit verbreitetes Gesundheitsproblem und können durch Prävention (Safer-Sex), regelmässiges Testen und Behandlung in den Griff bekommen werden.
    • Bei einem möglichen HIV-Risiko ist es wichtig, schnell zu handeln. Lassen Sie sich so bald wie möglich beraten, ob eine  Post-Expositionsprophylaxe
      (PEP) sinnvoll ist.
    • Nach einer Risikosituation z. B. ungeschütztem Sex mit einer neuen Partnerin oder einem neuen Partner wird empfohlen, sich auf STIs testen zu lassen, auch wenn Sie keine Symptome haben.

    Das freie und verantwortungsbewusste Gestalten der eigenen Sexualität ist Teil eines gesunden Lebens. Zu wissen, wie man auf sich selbst und andere achtet, ist besonders wichtig, wenn man sich in neuen Situationen befindet – beispielsweise auf Reisen.

     

    Reisende, die Gelegenheitssex haben, sind einem erhöhten Risiko ausgesetzt, sich mit sexuell übertragbaren Infektionen, sogenannten Sexually Transmitted Infections (STIs), einschliesslich HIV, anzustecken. Ein Auslandaufenthalt, wobei man auch neue Menschen kennen lernt, kann damit verbunden sein, sich anders zu verhalten und mehr Risiken einzugehen, als man dies zu Hause tun würde. Es ist wichtig daran zu denken, dass ungeschützter Sex und mehrere neue Sexualpartner ein Risiko für STIs darstellen. STIs können unter Umständen schwere Komplikationen verursachen und zudem auf weitere Partner übertragen werden, sofern diese nicht rechtzeitig bemerkt und behandelt werden. Sind Sie nicht sicher, ob es sich um eine Risikosituation handelt, dann hilft der 'Risk-Check' von Love Life weiter.

    STIs sind Infektionen, die durch sexuellen Kontakt (vaginaler, analer oder oraler Geschlechtsverkehr) übertragen werden. Sie werden durch mehr als 30 verschiedene Bakterien, Viren oder Parasiten verursacht. Es ist auch möglich, dass mehrere STIs gleichzeitig übertragen werden. Einige der bedeutendsten STIs sind HIV, Hepatitis B, das humane Papillomavirus (HPV), Herpes simplex (HSV), Syphilis, Chlamydien und Gonorrhö.
    STIs treten weltweit auf und können jeden und jede treffen, unabhängig von Alter, Geschlecht oder der sexuellen Orientierung. Einige der STIs sind in bestimmten Regionen oder Bevölkerungsgruppen häufiger, z. B. HIV bei Frauen in Subsahara-Afrika oder Gonorrhö bei Männern, die Sex mit Männern haben (MSM), in Westeuropa.
    Solche Infektionen werden in der Regel durch ungeschützten vaginalen, oralen oder analen Geschlechtsverkehr übertragen. Sie können aber auch durch andere intime Kontakte weitergegeben werden, wie z. B. HSV und HPV, die durch Hautkontakt/Küssen übertragen werden. Andere können auch auf nicht sexuellem Wege übertragen werden, wie beispielsweise durch Kontakt mit Blut oder die gemeinsame Nutzung von Spritzen. Viele STIs – z. B. Syphilis, Hepatitis B, HIV, Chlamydien, Tripper, Herpes und HPV - können auch während der Schwangerschaft und bei der Geburt von der Mutter auf das Kind übertragen werden. Auch Zika-Viren können auch nach einer Reise noch über sexuellen Kontakt übertragen werden, weshalb man sich bei geplanter Schwangerschaft beraten lassen sollte.
    • Brennen oder Juckreiz im Genitalbereich
    • Schmerzhaftes, häufiges Wasserlösen oder Schmerzen im Unterleib
    • Schmerzen oder Beschwerden beim Stuhlgang.
    • Ungewöhnlicher Ausfluss aus dem Penis, After oder der Vagina
    • Wunden, Rötungen, Bläschen im Mund/Lippen oder Genitalbereich sowie Warzen im Intimbereich
    • Manchmal auch Fieber (eher selten)

     

    Wichtig: STIs können auch ohne oder mit nur leichten Symptomen auftreten. Auch wenn Sie keine Symptome haben, sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen, wenn Sie ungeschützten Sex mit einer neuen oder mehreren Partnerinnen oder Partnern hatten. Denn eine frühzeitige Diagnose und Behandlung sind wichtig, um eine Übertragung und Komplikationen durch unbehandelte Infektionen zu verhindern.

    STIs können bei einer körperlichen Untersuchung oder durch die Untersuchung von Urin, einer Wunde oder eines Abstrichs aus der Vagina, dem Penis, dem Rachen oder dem Anus diagnostiziert werden. Bluttests können bei der Diagnose bestimmter Infektionen (Hepatitis A, B und C, HIV und Syphilis) auch helfen.

     

    Der Zeitpunkt des Tests ist wichtig, da manche Infektionen kurz nach einer Ansteckung noch nicht nachweisbar sind (diagnostisches Fenster). Bei HIV und Syphilis sollte der Test in der Regel frühestens 6 Wochen nach dem sexuellen Kontakt gemacht werden. Bei Chlamydien und Gonorrhö sollte der Test frühestens 2 Wochen nach dem Kontakt gemacht werden. Dies gilt nur, wenn keine Symptome vorliegen.

     

    Beachten Sie auch, dass der Zugang zu zuverlässigen Tests und Behandlungen an manchen Reisezielen eingeschränkt sein kann.

    Viele STIs sind heilbar. Andere, wie z. B. HIV, sind nicht heilbar, können aber mit einer lebenslangen medikamentösen Behandlung wirksam kontrolliert werden, sodass es nicht zu Komplikationen kommt. Beispielsweise können mit Antibiotika bakteriell verursachte STIs geheilt werden. Eine frühzeitige Behandlung verringert zudem das Risiko von Komplikationen. Denn unbehandelt können einige STIs langfristig unter Umständen zu Gesundheitsproblemen führen, wie z. B. zu Unfruchtbarkeit, Geburtsfehlern und einigen Arten von Krebs. Wenn eine schwangere Frau eine STI hat, kann dies zu Gesundheitsproblemen beim Baby führen. Auch Sexualpartner sollten gleichzeitig behandelt werden, um eine erneute Infektion zu verhindern (Ping-Pong-Übertragung).

    Vor der Reise:

    • Eine STI-Testung kann sinnvoll sein, wenn Sie kürzlich eine Risikosituation hatten.
    • Stellen Sie sicher, dass Ihre Impfungen auf dem neuesten Stand sind (Hepatitis B, HPV und je nach Sexualverhalten Hepatitis A und Mpox).
    • Lassen Sie sich von einer medizinischen Fachperson zur HIV-PrEP beraten, wenn diese für Sie infrage kommt.

     

    Während der Reise:

    • Beachten Sie die Safer-Sex-Regeln von Love Life.
    • Nehmen Sie Kondome aus zuverlässigen Quellen mit, da Qualität und Verfügbarkeit an manchen Reisezielen unterschiedlich sein können.
    • Denken Sie daran, dass es bei Oralverkehr auch zu Übertragungen von STIs kommen kann.  
    • Nach einer Risikosituation sollten Sie so schnell wie möglich abklären, ob eine HIV-Postexpositionsprophylaxe (PEP) sinnvoll ist. Am wirksamsten ist sie innerhalb weniger Stunden, spätestens 48 Stunden nach dem Risikokontakt.
    • Denken Sie daran, dass Alkohol oder Drogen zu erhöhtem Risikoverhalten führen.
    • Denken Sie daran, dass Sie beim Sex andere Personen anstecken können, wenn Sie eine unbehandelte STI haben.
    • Menschen mit einer neu diagnostizierten STI sind angehalten ihre früheren Sexualpartner zu informieren, damit auch sie behandelt werden können.
    • Auch ohne Symptome wird nach einer Risikoexposition ein STI-Check empfohlen.
    • Wenn Sie Symptome haben (siehe oben)
    • Wenn Sie mehrere Sexualpartner haben, wird empfohlen, mindestens einmal jährlich einen STI-Check zu machen.
    • Wenn Sie einer Bevölkerungsgruppe mit erhöhtem STI-Risiko angehören. z. B. MSM, Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter sowie deren Kunden
    • Wenn bei einem Sexualpartner kürzlich eine STI diagnostiziert wurde
    • Nach der Rückkehr von einer Reise, wenn Sie einen risikoreichen Kontakt hatten
    • Zu Beginn einer neuen monogamen Beziehung
    • Love Life: www.lovelife.ch
    • Sexuelle Gesundheit Schweiz: www.sexuelle-gesundheit.ch
    • Hepatitis Schweiz: https://hepatitis-schweiz.ch/formen/was-ist-hepatitis
    • World Health Organization (WHO). Factsheets. Sexually transmitted infections (STIs). 20.12.2025: www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/sexually-transmitted-infections-(stis)
    Regionen über 2500 Meter
     
     
     
    • Eine Höhenkrankheit kann lebensgefährlich sein und bei jedem Reisenden auftreten.
    • Die Gefahr beginnt bei ca. 2500m und nimmt mit zunehmender Höhe zu.
    • Menschen unterscheiden sich in ihrer Anfälligkeit für die Höhenkrankheit; dies hängt nicht mit ihrer körperlichen Fitness zusammen.
    • Schwere Höhenkrankheit mit Flüssigkeitsansammlungen im Gehirn oder in der Lunge kann schnell zum Tod führen.
    • Wenn Sie einen Höhenaufenthalt planen, empfehlen wir Ihnen dringend, Ihre(n) Arzt:in zu konsultieren, um detaillierte Empfehlungen und Anweisungen zu erhalten!

    Altitude_Sickness_Factsheet_Public_ECTM_DE.pdf

    • Eine Höhenkrankheit kann lebensgefährlich sein und bei jedem Reisenden auftreten.
    • Die Gefahr beginnt bei ca. 2500m und nimmt mit zunehmender Höhe zu.
    • Wenn Sie einen Höhenaufenthalt planen, lesen sie bitte dieses Merkblatt aufmerksam durch!
    • Je nach Reiseart und / oder Vorerkrankungen wird die Beratung durch eine Fachperson dringend angeraten.
    Reisen in die Anden, den Himalaya oder Ostafrika (z.B. Kilimanjaro) können in ungewohnte Höhen führen. In vielen Reiseangeboten werden für diese Höhentreks nur wenige Tage vorgesehen, was eine ungewöhnliche Anforderung und zum Teil eine Überforderung für den Organismus bedeutet. Reisen in grosse Höhen sind nicht risikolos, auch nicht für gesund befundene Personen. Personen, die schon zu Hause an Atem- oder Herzbeschwerden leiden, sollten sich bei ihrem Hausarzt beraten lassen.
    Die Gefahr einer akuten Bergkrankheit besteht bei allen Personen. Das Risiko eine akute Bergkrankheit zu erleiden, ist weitestgehend unabhängig von Alter und Trainingszustand und wird in erster Linie von der Aufstiegsgeschwindigkeit und der Schlafhöhe bestimmt. Die Gefahr beginnt ungefähr bei 2500m und nimmt mit zunehmender Höhe zu. Die akute Höhenkrankheit äussert sind durch Kopfschmerzen, Übelkeit, Appetitverlust und Schlafstörungen.
    Nehmen die obigen Symptome zu, z.B. keine Reaktion der Kopfschmerzen mehr auf Kopfwehtabletten, und werden zusätzlich von Schwindel, Erbrechen, Teilnahmslosigkeit, Gangunsicherheit und ev. Atemnot begleitet, dann soll schnellstmöglich abgestiegen werden bzw. der Erkrankte in tiefere Lagen abtransportiert werden. Beim Nichtabsteigen besteht die Gefahr, dass es zu lebensbedrohlichen Zuständen wie Höhenhirnödem und/oder Höhenlungenödem kommt.
    1. Langsamer Aufstieg. Aufstiegsregeln: oberhalb von 2500m sollte die Schlafhöhe um nicht mehr als 300-500m pro Tag gesteigert werden und pro 1000m Schlafhöhengewinn sollte ein zusätzlicher Ruhetag eingelegt werden.
    2. Treten Beschwerden auf, die auf eine Bergkrankheit hinweisen (siehe oben), muss der Anstieg pausiert werden und er darf erst wieder bei Beschwerdefreiheit fortgesetzt werden. Bei Zunahme der Beschwerden muss abgestiegen werden bzw. Patient:innen in tiefere Lagen abtransportiert werden. Bei Ignorieren zunehmender Beschwerden können sich die lebensbedrohlichen Formen der Höhenkrankheit, das Höhenhirnödem und/oder das Höhenlungenödem entwickeln.
    3. Ist das Einhalten der oben genannten Aufstiegsregeln situativ oder geländebedingt nicht möglich, kann die Einnahme von Acetazolamid (DIAMOX®) das Risiko eine akute Höhenkrankheit zu entwickeln, vermindern. Die Verschreibung des Medikaments bedingt eine ärztliche Indikationsstellung sowie eine Aufklärung über allfällige Nebenwirkungen!
    • Kopfschmerzen: Paracetamol (z.B. PANADOL®, DAFALGAN®). Keine Schlafmittel verwenden!
    • Höhenhirnödem: sofortiger Abstieg. Falls verfügbar: Sauerstoffgabe, medikamentöse Notfalltherapie.
    • Höhenlungenödem (Atemnot auch in Ruhe, rasselndes Atemgeräusch, Reizhusten) Sofortiger Abstieg. Falls verfügbar: Sauerstoffgabe, medikamentöse Notfalltherapie.
    Weltweit
     
     
    • Mpox ist eine virale Erkrankung, die typischerweise einen Ausschlag, geschwollene Lymphknoten und Fieber verursacht.
    • Eine neu auftretende Variante breitet sich im Osten der D.R. Kongo und in den Nachbarländern rasch aus, so dass die WHO im August 2024 erneut einen internationalen Gesundheitsnotstand (PHEIC) ausrief.
    • Enger körperlicher Kontakt (sexuell oder nicht sexuell) ist der Hauptübertragungsweg.
    • Die Erkrankung verläuft meistens mild. Kinder, Schwangere und Menschen mit geschwächtem Immunsystem sind am meisten gefährdet, Komplikationen zu erleiden.
    • Achten Sie auf allgemeine Vorsichtsmaßnahmen (siehe Factsheet), um die Krankheit zu verhindern.
    • Es gibt eine Impfung gegen Mpox, die jedoch derzeit nur für Personen mit hohem Risiko zur Verfügung steht.

    Mpox_Factsheet_Public_ECTM_DE.pdf

    WHO Karte: 2025 Monkeypox Outbreak Global Map
    • Mpox ist eine virale Erkrankung, die typischerweise einen Hautausschlag, geschwollene Lymphknoten und Fieber verursacht.
    • Eine neu auftretende Variante breitet sich im Osten der D.R. Kongo und in den Nachbarländern rasch aus, was die WHO veranlasst hat, am 14. August 2024 einen internationalen Gesundheitsnotstand (PHEIC) auszurufen.
    • Enger körperlicher Kontakt (sexuell oder nicht sexuell) ist der Hauptübertragungsweg.
    • Die Erkrankung verläuft meistens mild. Kinder, Schwangere und Menschen mit geschwächtem Immunsystem sind am meisten gefährdet, Komplikationen zu erleiden.
    • Eine Impfung gegen Mpox steht Gruppen mit hohem Expositionsrisiko zur Verfügung. 
    Mpox (früher Affenpocken) ist eine Krankheit, die durch das Affenpockenvirus verursacht wird, welches zu derselben Familie gehört wie das Virus, das die Pocken verursacht. Es handelt sich um eine zoonotische Erkrankung, d. h. sie kann von Tieren auf Menschen übertragen werden. Daneben kann sie auch zwischen Menschen übertragen werden.

    Mpox ist seit vielen Jahren in West- und Zentralafrika verbreitet, wo die vermuteten Reservoirtiere - kleine Säugetiere - vorkommen. Es gibt zwei Typen des Affenpockenvirus, die als "Kladen" bezeichnet werden und die Krankheit Mpox verursachen: Klade I in Zentralafrika und Klade II in Westafrika. Seit dem Ende der Pockenimpfkampagnen in den frühen 1980er Jahren haben die Pockenfälle zunächst langsam und in den letzten 5-10 Jahren deutlich zugenommen, insbesondere in der Demokratischen Republik Kongo (DRC).
    Im Jahr 2022 war eine neu aufgetretene Subklade von Klade II für eine weltweite Epidemie verantwortlich, die sich hauptsächlich durch sexuelle Kontakte zwischen Männern, die Sex mit Männern haben, verbreitete. Sie führte zum ersten internationalen Gesundheitsnotstand (PHEIC), den die WHO bis 2023 ausrief. Obwohl die Clade-II-Epidemie inzwischen unter Kontrolle ist, zirkuliert die Virus Variante Clade II weiterhin weltweit.

     

    Im Jahr 2024 haben die anhaltende Ausbreitung von mpox Klade I in endemischen Regionen Zentralafrikas, insbesondere in der Demokratischen Republik Kongo, und das Auftreten einer neuen Subklade Ib im Osten der Demokratischen Republik Kongo und in benachbarten Ländern weltweit Besorgnis ausgelöst und die WHO veranlasst, zum zweiten Mal innerhalb von zwei Jahren einen PHEIC auszurufen. Die derzeitige geografische Ausbreitung der Klade Ib erfolgt über kommerzielle Wege durch sexuelle Kontakte (z. B. Sexarbeiter), gefolgt von einer lokalen Übertragung in Haushalten und anderen Umgebungen (Letztes nimmt zunehmend an Bedeutung).

    Übertragung vom Tier auf den Menschen: Mpox kann vom Tier auf den Menschen übertragen werden, wenn dieser in direkten Kontakt mit einem infizierten Tier (Nager oder Primaten) kommt.

    Übertragung von Mensch zu Mensch:
    Mpox können von Mensch zu Mensch durch engen körperlichen Kontakt (sexuelle und nicht-sexuelle Kontakte) mit jemandem, der Symptome von Mpox hat, übertragen werden. Besonders ansteckend sind Haut- und Schleimhautläsionen, Körperflüssigkeiten und Schorf. Eine Person kann sich auch anstecken, indem sie Kleidung, Bettwäsche, Handtücher oder Gegenstände wie Essgeschirr benutzt, die durch den Kontakt mit einer Person mit Symptomen kontaminiert wurden. Für Haushaltsmitglieder, Familienangehörige und Sexualpartner eines bestätigten Mpox-Falls besteht ein höheres Ansteckungsrisiko, ebenso wie für Personen aus dem Gesundheitswesen, die eine erkrankte Person ohne angemessenen persönlichen Schutz behandeln.

    Die Inkubationszeit (Zeit zwischen der Ansteckung und dem Auftreten von Symptomen) reicht von einigen Tagen bis zu 3 Wochen. Mpox verursacht einen Hautausschlag, der schmerzhaft sein und mit geschwollenen Lymphknoten und Fieber einhergehen kann. Das Fieber kann bereits vor der Hautausschlagphase einsetzen. Weitere Symptome sind Muskelschmerzen, Rückenschmerzen und Müdigkeit. Der Ausschlag kann lokalisiert oder generalisiert sein, mit nur wenigen oder bis zu Hunderten von Hautläsionen. Er betrifft hauptsächlich das Gesicht, den Rumpf, die Handflächen und die Fußsohlen. Er kann auch im Genitalbereich und auf den Schleimhäuten, z. B. in Mund und Rachen, auftreten. Die Symptome halten in der Regel 2 bis 4 Wochen an. Die Person bleibt so lange ansteckend, bis alle Läsionen abgeheilt sind (d.h. sobald die Krusten abgefallen sind).

    Zu den Komplikationen gehören sekundäre bakterielle Infektionen, Infektionen der Lunge und des Gehirns sowie die Beteiligung weiterer Organe, Totgeburten und andere. Kinder, Schwangere und Menschen mit einem schwachen Immunsystem haben ein höheres Risiko, einen schweren Verlauf von Mpox zu entwickeln.

    Die meisten Personen mit Mpox erholen sich spontan und benötigen keine spezifische antivirale Behandlung. Die Behandlung besteht darin, Schmerzen und andere Symptome zu lindern und Komplikationen (z. B. Superinfektionen) zu verhindern. Es gibt keine etablierte direkte antivirale Behandlung, jedoch werden mehrere antivirale Medikamente in verschiedenen Ländern untersucht und können in Studien oder in klinischen Situationen gemäss den Empfehlungen nationaler medizinischer Fachgesellschaften eingesetzt werden.

    Im Falle von Symptomen:

    • Suchen Sie sofort einen Arzt auf.
    • Wenn Sie mit Mpox diagnostiziert werden:
      • Bitte bleiben Sie zu Hause (isolieren Sie sich), bis Ihr Mpox-Ausschlag abgeheilt ist und sich eine neue Hautschicht gebildet hat. Indem Sie sich von anderen Menschen fernhalten und Dinge, die Sie angefasst haben, nicht mit anderen teilen, können Sie die Ausbreitung von Mpox verhindern. Menschen mit Mpox sollten die von ihnen genutzten Räume regelmässig reinigen und desinfizieren, um eine Ansteckung im Haushalt zu vermeiden.
      • Waschen Sie Ihre Hände häufig mit Wasser / Seife oder einem alkoholhaltigen Handdesinfektionsmittel mit mind. 60 % Alkohol.
      • Sie sollten keinen Geschlechtsverkehr haben, solange Sie Symptome oder Läsionen haben. Verwenden Sie 12 Wochen lang nach der Infektion Kondome. Dies ist eine Vorsichtsmaßnahme, um das Risiko der Übertragung des Virus auf einen Partner zu verringern.
      • Weitere Informationen darüber, was Sie tun können, wenn Sie krank sind, finden Sie unter CDC LINK.

    Allgemeine Vorsichtsmassnahmen:

    • Weltweit:
      • Vermeiden Sie engen Hautkontakt mit Personen, die an Mpox erkrankt sind oder sein könnten, oder mit Personen, die einen Ausschlag haben (z. B. Pickel, Blasen, Schorf).
      • Waschen Sie Ihre Hände häufig mit Wasser / Seife oder einem alkoholhaltigen Handdesinfektionsmittel mit mind. 60 % Alkohol.
      • Vermeiden Sie es, potenziell kontaminierte persönliche Gegenstände wie Tassen, Bettwäsche/Kleidung, Handtücher zu berühren oder gemeinsam mit einer Person, die an Mpox erkrankt ist oder erkranken könnte, Essgeschirr/Tassen, Speisen oder Getränke zu benutzen.
      • Vermeiden Sie Sex mit kranken Personen; verwenden Sie Kondome bis 12 Wochen nach der Mpox Erkrankung Ihres Partners.
      • Befolgen Sie die Ratschläge der örtlichen Behörden.
    • Bei Reisen in Gebiete in Afrika, in denen Mpox vorkommt oder Ausbrüche gemeldet sind, wird zusätzlich zu den oben genannten allgemeinen Vorsichtsmassnahmen empfohlen:
      • Vermeiden Sie den Kontakt mit Tieren in Gebieten, in denen Mpox auftritt.
        Vermeiden Sie den Verzehr oder die Zubereitung von Fleisch von Wildtieren (‘Bushmeat’) oder die Verwendung von Produkten (Cremes, Lotionen, Puder), die von Wildtieren stammen.

    Impfung: 

    Es gibt einen Impfstoff gegen Mpox (Imvanex® oder Jynneos®, je nachdem, wo Sie wohnen). Dieser Impfstoff wurde ursprünglich zur Bekämpfung der Pocken entwickelt, bietet aber einen Kreuzschutz gegen Mpox. In der Schweiz ist der Impfstoff Jynneos® seit 2024 von Swissmedic lizenziert. Risikogruppen (z.B. Männer, die Sex mit Männern haben, oder Transgender-Personen mit mehreren Sexualpartnern) können sich seit 2022 impfen lassen, und diese Empfehlung bleibt unverändert (siehe Empfehlungen des BAG). Angesichts der epidemiologischen Situation in Afrika im Jahr 2024 empfiehlt die Schweizerische Expertenkomittee für Reisemedizin eine Impfung gegen Mpox für Berufstätige, welche mit Verdachtsfällen von Mpox in Kontakt sind oder sein werden, sowie Personen, die mit Tieren oder in einem Labor mit dem Virus arbeiten (bezüglich Aktualisierungen der Impfindikation, siehe News).

    Das Risiko für die Allgemeinbevölkerung und Reisende (Touristen) wird als äusserst gering eingestuft, wenn die oben genannten allgemeinen Vorsichtsmassnahmen befolgt werden; für sie wird eine Impfung nicht empfohlen.

    • Suchen Sie sofort einen Arzt auf.
    • Mpox ist keine sexuell übertragbare Krankheit im engeren Sinne. Körperlicher Kontakt mit einer an Mpox erkrankten Person (Ausschlag in jedem Stadium) reicht aus, um sich anzustecken. Kondome schützen nicht vor einer Ansteckung mit Mpox!
    • Schweizerisches Bundesamt für Gesundheit (BAG)
    • Weltgesundheitsorganisation: WHO-FAQ,
    • Europäisches Zentrum für Seuchenkontrolle und -prävention (ECDC)
    • US Center of Disease Control and Prevention (CDC)
     
      
     
     
     
    • Es gibt weitere wichtige reisebedingte Gesundheitsrisiken wie Durchfall, Verkehrsunfälle, Luftverschmutzung und mehr.
    • Weitere Informationen finden Sie unter "Gesundes Reisen".

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      Socinstrasse 55, Postfach, 4002 Basel

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