Am 18. August 2026 trat der Notfallausschuss für die Ebola-Bundibugyo-Virus-Krankheit (BVD) Epidemie in der Demokratischen Republik Kongo zum zweiten Mal zusammen, um die Lage gemäss den Internationalen Gesundheitsvorschriften (2005) neu zu bewerten. Das Risiko wurde wie folgt eingestuft:
Sehr hoch für Länder mit einer Übertragung der BVD innerhalb der Bevölkerung: D.R. Kongo
Hoch für Länder, deren Landgrenzen an Länder mit einer Übertragung der BVD innerhalb der Bevölkerung angrenzen: Angola, Burundi, die Zentralafrikanische Republik, die Republik Kongo, Ruanda, der Südsudan, Tansania, Uganda und Sambia.
Gering für den Rest der afrikanischen Region sowie alle anderen Länder ausserhalb Afrikas.
Für Reisende aus Europa stufte das ECDC das Risiko als sehr gering ein, sofern die Vorsichtsmassnahmen (siehe unten unter „Auswirkungen für Reisende“) befolgt werden. Aktuelle epidemiologische Informationen finden Sie im WHO-Dashboard und beim ECDC.
D.R. Kongo: Der Ausbruch der durch das Bundibugyo-Virus verursachten Krankheit in der Demokratischen Republik Kongo ist von einer intensiven und anhaltenden Übertragung geprägt, was ihn zum bislang grössten und sich am schnellsten ausbreitenden Ebola-Ausbruch des Landes macht. Ursprünglich war er auf die Gesundheitszone Mongbwalu in der Provinz Ituri beschränkt, hat sich jedoch mittlerweile auf 54 Gesundheitszonen in sechs Provinzen ausgebreitet. Im Zeitraum vom 3. bis 9. August 2026 wurden rekordverdächtige 579 Fälle und 304 Todesfälle gemeldet. Unsicherheit, Vertreibung der Bevölkerung und grenzüberschreitende Bewegungen behindern die Bekämpfungsmassnahmen und erhöhen das Risiko einer weiteren Ausbreitung. Die nationalen Behörden, die WHO und ihre Partner verstärken ihre Massnahmen erheblich, um diesen Gesundheitsnotstand von internationaler Tragweite einzudämmen.
Uganda: Am 28. Juli 2026, 12 Tage nach Entlassung des letzten Patienten, erklärte das ugandische Gesundheitsministerium den Ebola-Ausbruch für beendet. Insgesamt waren 20 bestätigte Fälle, darunter zwei Todesfälle, gemeldet worden.
Stand: 18. August 2026; aktuelle Informationen finden Sie unter Dashboard und ECDC.
Die Risikoeinschätzung gilt ab dem 14. August 2026 (keine Änderung seit dem 9. Juni 2026)
Die Lage entwickelt sich rasant weiter. Halten Sie sich vor, während und nach der Reise stets auf dem Laufenden! Stand: 19. August 2026 (rot markiert: neu seit der letzten Aktualisierung):
Für alle Aufenthalte in der D.R. Kongo, in Uganda und in den Nachbarländern werden folgende Vorsichtsmassnahmen empfohlen:
Allgemeine Präventionsmassnahmen und Empfehlungen:
Hinweis: Derzeit gibt es keinen zugelassenen Impfstoff und keine spezifische Behandlung gegen die durch das Bundibugyo-Virus verursachte Ebola-Erkrankung. Für humanitäre Einsätze wird die Beratung durch einen Reisemediziner empfohlen.
Während des Aufenthalts in den betroffenen Gebieten in der D.R. Kongo und in Uganda sowie für 21 Tage nach der Ausreise:
! Bei Symptomen wie Fieber oder Fiebergefühl sowie einem der folgenden Symptome: Kopfschmerzen, Gliederschmerzen, Muskelschmerzen, Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Erbrechen oder Durchfall während Ihres Aufenthalts in und für 21 Tage nach Verlassen des Nordostens der D.R. Kongo (Provinzen Ituri, Nord-Kivu, Süd-Kivu Haute-Uélé, Tschopo, Bas Uele) und/oder Uganda, insbesondere der betroffenen Gebiete:
Weitere Informationen zur Ebola-Erkrankung: siehe BAG und RKI (auf Deutsch) oder ECDC (auf Englisch)
Empfehlungen des Schweizerischen Expertenkomitee für Reisemedizin (Stand: 19. August 2026, Änderungen je nach Entwicklung der Lage vorbehalten):
Ein Verdachtsfall ist:
1. Eine symptomatische Person (siehe Falldefinition des BAG) mit einem Aufenthalt in den letzten 21 Tagen im Nordosten der D.R. Kongo (Provinzen Ituri, Nord-Kivu, Süd-Kivu, Haut-Uélé, Tschopo, Bas Uele).
UND
2. Hohes Expositionsrisiko*– bewertet durch einen Spezialisten in Tropenmedizin oder für Infektionskrankheiten (im Zweifelsfall das Genfer Referenzzentrum für neu auftretende Viruserkrankungen kontaktieren).
Diese Fälle müssen isoliert, getestet und dem Kantonsarzt sowie dem Bundesamt für Gesundheit innerhalb von 2 Stunden gemeldet werden.
*Ein hohes Expositionsrisiko* beinhaltet:
Der 17. Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo, verursacht durch das Bundibugyo-Virus, wurde am 17. Mai 2026 zu einem Gesundheitsnotstand von internationaler Tragweite (PHEIC) erklärt.
Der Ausbruch ist noch nicht unter Kontrolle und vollzieht sich vor einem komplexen epidemiologischen, humanitären und sicherheitspolitischen Hintergrund, der durch Unsicherheit, eine hohe Mobilität der Bevölkerung – einschliesslich grenzüberschreitender Bewegungen und Handelsaktivitäten wie dem Bergbau – sowie die Anwesenheit grosser Flüchtlingsgemeinschaften gekennzeichnet ist.
Die Gesundheitsbehörden setzen in Zusammenarbeit mit der WHO und Partnern weiterhin umfangreiche Massnahmen im Bereich der öffentlichen Gesundheit um, darunter die Umsetzung des kontinentalen Reaktionsplans, die Einbindung von Gebern und die Mobilisierung zusätzlicher Ressourcen, um kritische Finanzierungslücken zu schliessen und die Hilfsmassnahmen in den betroffenen und gefährdeten Gebieten aufrechtzuerhalten.
Datenstand: 26. Juli 2026. Aktualisierte Informationen finden Sie auf dem WHO-Dashboard und beim ECDC.
Demokratische Republik Kongo:
Uganda:
Deutschland:
Frankreich:
Vereinigtes Königreich:
Die Lage entwickelt sich rasch. Halten Sie sich vor, während und nach der Reise unbedingt auf dem Laufenden. Stand 28.7.2026:
Für alleAufenthalte in der D.R. Kongo, in Uganda und in den Nachbarländern werden folgende Vorsichtsmassnahmen empfohlen:
Allgemeine Präventionsmassnahmen und Empfehlungen:
Hinweis: Derzeit gibt es keinen zugelassenen Impfstoff und keine spezifische Behandlung gegen die durch das Bundibugyo-Virus verursachte Ebola-Erkrankung. Für humanitäre Einsätze wird die Beratung durch einen Reisemediziner empfohlen.
Während des Aufenthalts in den betroffenen Gebieten in der D.R. Kongo und in Uganda sowie für 21 Tage nach der Ausreise:
! Bei Symptomen wie Fieber oder Fiebergefühl sowie einem der folgenden Symptome: Kopfschmerzen, Gliederschmerzen, Muskelschmerzen, Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Erbrechen oder Durchfall während Ihres Aufenthalts in und für 21 Tage nach Verlassen des Nordostens der D.R. Kongo (Provinzen Ituri, Nord-Kivu, Süd-Kivu Haute-Uélé, Tschopo) und/oder Uganda, insbesondere der betroffenen Gebiete:
Empfehlungen des Schweizerischen Expertenkomitee für Reisemedizin (Stand: 28. Juli 2026, Änderungen je nach Entwicklung der Lage vorbehalten):
Ein Verdachtsfall ist:
1. Eine symptomatische Person (siehe Falldefinition des BAG) mit einem Aufenthalt in den letzten 21 Tagen im Nordosten der D.R. Kongo (Provinzen Ituri, Nord-Kivu, Süd-Kivu, Haut-Uélé, Tschopo) und/oder in Uganda.
UND
2. Hohes Expositionsrisiko*– bewertet durch einen Spezialisten in Tropenmedizin oder für Infektionskrankheiten (im Zweifelsfall das Genfer Referenzzentrum für neu auftretende Viruserkrankungen kontaktieren)
Diese Fälle müssen isoliert, getestet und dem Kantonsarzt sowie dem Bundesamt für Gesundheit innerhalb von 2 Stunden gemeldet werden.
*Ein hohes Expositionsrisiko* beinhaltet:
Der Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo breitet sich weiter aus. Ein Ende der Epidemie ist derzeit nicht in Sicht. Innerhalb eines Monats hat sich die Zahl der gemeldeten Erkrankungen mehr als verdoppelt – von 695 Fällen am 13. Juni 2026 auf 2’073 Fälle am 14. Juli 2026. Bis zu diesem Zeitpunkt wurden zudem 796 Todesfälle gemeldet. Dies deutet darauf hin, dass sich das Virus weiterhin in der Bevölkerung ausbreitet.
Seit dem letzten Update (9. Juli 2026):
Die Risikoeinstufung, Stand 16. Juli 2026 (keine Änderung seit dem 9. Juni 2026)
Die Lage entwickelt sich rasch. Halten Sie sich vor, während und nach der Reise unbedingt auf dem Laufenden. Stand 16.7.2026:
Für alle Aufenthalte in der D.R. Kongo, in Uganda und in den Nachbarländern werden folgende Vorsichtsmassnahmen empfohlen:
Allgemeine Präventionsmassnahmen und Empfehlungen:
Hinweis: Derzeit gibt es keinen zugelassenen Impfstoff und keine spezifische Behandlung gegen die durch das Bundibugyo-Virus verursachte Ebola-Erkrankung. Für humanitäre Einsätze wird die Beratung durch einen Reisemediziner empfohlen.
Während des Aufenthalts in den betroffenen Gebieten in der D.R. Kongo und in Uganda sowie für 21 Tage nach der Ausreise:
! Bei Symptomen wie Fieber oder Fiebergefühl sowie einem der folgenden Symptome: Kopfschmerzen, Gliederschmerzen, Muskelschmerzen, Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Erbrechen oder Durchfall während Ihres Aufenthalts in und für 21 Tage nach Verlassen des Nordostens der D.R. Kongo (Provinzen Ituri, Nord-Kivu, Süd-Kivu Haute-Uélé, Tschopo) und/oder Uganda, insbesondere der betroffenen Gebiete:
Empfehlungen des Schweizerischen Expertenkomitee für Reisemedizin (Stand: 16.Juni 2026, Änderungen je nach Entwicklung der Lage vorbehalten):
Ein Verdachtsfall ist:
1. Eine symptomatische Person (siehe Falldefinition des BAG) mit einem Aufenthalt in den letzten 21 Tagen im Nordosten der D.R. Kongo (Provinzen Ituri, Nord-Kivu, Süd-Kivu, Haut-Uélé, Tschopo) und/oder in Uganda.
UND
2. Hohes Expositionsrisiko*– bewertet durch einen Spezialisten in Tropenmedizin oder für Infektionskrankheiten (im Zweifelsfall das Genfer Referenzzentrum für neu auftretende Viruserkrankungen kontaktieren).
Diese Fälle müssen isoliert, getestet und dem Kantonsarzt sowie dem Bundesamt für Gesundheit innerhalb von 2 Stunden gemeldet werden.
*Ein hohes Expositionsrisiko* beinhaltet:
Der Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo breitet sich weiter aus. Die Epidemie hat noch keinen Höhepunkt erreicht: Die Gesamtzahl der Fälle hat sich in weniger als vier Wochen von 695 auf 1’759 mehr als verdoppelt (Stand 7. Juli 2026), was auf eine anhaltende und sich ausbreitende Übertragung innerhalb der Bevölkerung hindeutet. Mittlerweile sind auch zwei weitere Provinzen betroffen:
Weitere Meldungen
Die Lage entwickelt sich rasch. Halten Sie sich vor, während und nach der Reise unbedingt auf dem Laufenden. Stand 16.7.2026:
Für alle Aufenthalte in der D.R. Kongo, in Uganda und in den Nachbarländern werden folgende Vorsichtsmassnahmen empfohlen:
Allgemeine Präventionsmassnahmen und Empfehlungen:
Hinweis: Derzeit gibt es keinen zugelassenen Impfstoff und keine spezifische Behandlung gegen die durch das Bundibugyo-Virus verursachte Ebola-Erkrankung. Für humanitäre Einsätze wird die Beratung durch einen Reisemediziner empfohlen.
Während des Aufenthalts in den betroffenen Gebieten in der D.R. Kongo und in Uganda sowie für 21 Tage nach der Ausreise:
! Bei Symptomen wie Fieber oder Fiebergefühl sowie einem der folgenden Symptome: Kopfschmerzen, Gliederschmerzen, Muskelschmerzen, Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Erbrechen oder Durchfall während Ihres Aufenthalts in und für 21 Tage nach Verlassen des Nordostens der D.R. Kongo (Provinzen Ituri, Nord-Kivu, Süd-Kivu Haute-Uélé, Tschopo) und/oder Uganda, insbesondere der betroffenen Gebiete:
Empfehlungen des Schweizerischen Expertenkomitee für Reisemedizin (Stand: 16.Juni 2026, Änderungen je nach Entwicklung der Lage vorbehalten):
Ein Verdachtsfall ist:
1. Eine symptomatische Person (siehe Falldefinition des BAG) mit einem Aufenthalt in den letzten 21 Tagen im Nordosten der D.R. Kongo (Provinzen Ituri, Nord-Kivu, Süd-Kivu, Haut-Uélé, Tschopo) und/oder in Uganda.
UND
2. Hohes Expositionsrisiko*– bewertet durch einen Spezialisten in Tropenmedizin oder für Infektionskrankheiten (im Zweifelsfall das Genfer Referenzzentrum für neu auftretende Viruserkrankungen kontaktieren).
Diese Fälle müssen isoliert, getestet und dem Kantonsarzt sowie dem Bundesamt für Gesundheit innerhalb von 2 Stunden gemeldet werden.
*Ein hohes Expositionsrisiko* beinhaltet:
Die Demokratische Republik Kongo sieht sich weiterhin mit einem sich ausbreitenden Ebola-Ausbruch konfrontiert, mit mehr als 1’406 bestätigten Fällen und 438 Todesfällen. Zwar wurden die Behandlungs- und Diagnosekapazitäten ausgebaut, doch die Übertragungsrate bleibt hoch, und die Hilfsmassnahmen werden durch die unsichere Lage behindert, unter anderem durch einen kürzlich erfolgten Angriff auf ein Ebola-Behandlungszentrum.
In der Provinz Haut-Uélé wurde ein bestätigter Ebola-Fall festgestellt, nachdem die betroffene Person aus Ituri, dem Epizentrum des Ausbruchs, angereist war, was auf eine weitere geografische Ausbreitung hindeutet. Haut-Uélé liegt nördlich von Ituri und grenzt an den Südsudan und die Zentralafrikanische Republik.
Wie in Ituri gibt es auch in dieser Provinz regen grenzüberschreitenden Verkehr und Handel, was nach Ansicht der Gesundheitsbehörden die Ausbreitung des Virus begünstigt. Daneben wurden zwei Fälle aus der Provinz Tschopo gemeldet.
Die Lage entwickelt sich rasch. Halten Sie sich vor, während und nach der Reise stets auf dem Laufenden! Stand: 09. Juli 2026:
Allgemeine Präventionsmassnahmen:
Hinweis: Derzeit gibt es keinen zugelassenen Impfstoff und keine spezifische Behandlung gegen die durch das Bundibugyo-Virus verursachte Ebola-Erkrankung. Für humanitäre Einsätze wird die Beratung durch einen Reisemediziner empfohlen.
Während des Aufenthalts in den betroffenen Gebieten in der D.R. Kongo und in Uganda sowie für 21 Tage nach der Ausreise:
! Bei Symptomen wie Fieber oder Fiebergefühl sowie einem der folgenden Symptome: Kopfschmerzen, Gliederschmerzen, Muskelschmerzen, Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Erbrechen oder Durchfall während Ihres Aufenthalts in und für 21 Tage nach Verlassen des Nordostens der Demokratischen Republik Kongo (Provinzen Ituri, Nord-Kivu, Süd-Kivu, Haut-Uélé, Tschopo) und/oder Uganda, insbesondere der betroffenen Gebiete:
Mpox (früher „Affenpocken“ genannt) breitet sich derzeit in mehreren afrikanischen Ländern weiter aus. Es gibt verschiedene Virusgruppen („Clades“), die sich in ihrer Verbreitung und Übertragung unterscheiden.
Hinweis: Auch auserhalb Afrikas wurden vereinzelt Mpox-Fälle festgestellt – die insbesondere im Reisen in afrikanische Länder verbunden und engem und/oder intimen Kontakt mit der lokalen Bevölkerung verbunden waren.
Von Affenpocken betroffene afrikanische Länder (Quelle: WHO-Dashboard (eng)):
Befolgen Sie die Anweisungen der lokalen Medien und Gesundheitsbehörden. Während eines Aufenthalts in Ländern, in denen Mpox endemisch/epidemisch ist, sollten Präventionsmaßnahmen beachtet werden (siehe auch Factsheet Mpox).
Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen (wichtigste Präventionsmaßnahme!)
Impfung
Empfehlung des Schweizerischen Expertengremiums für Reisemedizin vom 23. Juni 2025:
1. Aufenthalt oder Reisen in afrikanischen Ländern mit Ausbrüchen von Mpox-Klade I und Klade II (siehe News):
Eine Impfung gegen Mpox sollte nur für Personen mit hohem Risiko in Betracht gezogen werden, bei denen die oben genannten allgemeinen Vorsichtsmassnahmen nicht ordnungsgemäss umgesetzt werden können (Risikobewertung/Konsultation eines Spezialisten für Reisemedizin wird empfohlen!). Als Risikosituationen gelten beispielsweise:
2. Aufenthalt in Ländern mit Mpox-Klade IIb-Sublinie B.1 (ausserhalb Afrikas), bei:
Bei Symptomen:
Wenn bei Ihnen Mpox diagnostiziert wird:
Innerhalb von drei Wochen sind die Mpox-Fälle um +4‘758 auf insgesamt 14‘078 bestätigte Fälle (alle Kladen) gestiegen, darunter 55 Todesfälle. Die folgenden Länder haben zwischen dem 3. und 24. November 2024 neue Fälle von Klade I gemeldet:
Aus dem Kongo, Simbabwe und Sambia wurden in den letzten drei Wochen keine neuen Fälle der Klade I gemeldet.
Eine beträchtliche Anzahl von Fällen, die klinisch mit Mpox vereinbar sind, werden aufgrund begrenzter Diagnosekapazitäten in einigen afrikanischen Ländern nicht getestet und daher nie bestätigt. Für Updates, Details, Verdachtsfälle und Epidemiekurven siehe WHO LINK.
Befolgen Sie die Anweisungen der lokalen Medien und Gesundheitsbehörden. Die folgenden Präventionsmassnahmen sollten während eines Aufenthalts in Ländern befolgt werden, in denen Mpox endemisch/epidemisch ist (siehe auch Factsheet Mpox).
Allgemeine Vorsichtsmassnahmen
Impfung
Eine Impfung gegen Mpox ist verfügbar (Jynneos®, hergestellt von Bavarian Nordic). Das Schweizerische Expertenkomitee für Reisemedizin empfiehlt die Impfung gegen Mpox in folgenden Situationen, Stand 3. Oktober 2024 (die Empfehlung wird je nach Entwicklung des Ausbruchs regelmässig aktualisiert):
1. Personen, die sich in der Provinz Equateur und/oder im Osten der Demokratischen Republik Kongo (Süd-/Nord-Kivu) und/oder in Burundi aufhalten oder dorthin reisen, im Falle von:
2. Personen, die sich ausserhalb der Provinz Equateur und/oder im Osten der Demokratischen Republik Kongo (Süd-/Nord-Kivu) und/oder in Burundi (d. h. weltweit) aufhalten, im Falle von:
Derzeit wird davon ausgegangen, dass der verfügbare Impfstoff gegen Mopox (z. B. Jynneos®) auch gegen die in Afrika zirkuliernde Klade I wirksam ist. Dieser Impfstoff gilt als sicher und hochwirksam bei der Vorbeugung schwerer Mopox-Erkrankungen.
Bei Symptomen
Wenn bei Ihnen Mpox diagnostiziert wird:
Für Ärzte:
Weitere Informationen zur Bewertung und Diagnose: siehe CDC LINK.
Am 27. September 2024 meldete Ruanda seinen ersten Marburgfieber Ausbruch (MVD).
Folgen Sie den Medien und offiziellen Berichten! Befolgen Sie alle Empfehlungen der örtlichen Gesundheitsbehörden!
Reisende sollten auf den anhaltenden Ausbruch aufmerksam gemacht werden. Das Risiko für Reisende nach Ruanda wird als gering eingeschätzt, für Familienmitglieder und Pflegepersonen, die Kontakt zu kranken Menschen haben, ist es jedoch hoch.
Vorbeugende Massnahmen:
Nach der Rückkehr aus Ruanda:
Bei Symptomen:
Wenn Sie Fieber und unspezifische Symptome wie Schüttelfrost, Kopf-, Muskel- oder Bauchschmerzen entwickeln:
Für Kliniker:
Laut WHO haben zwischen dem 2. und 29. September 2024 17 Länder ihre epidemiologischen Daten zur Meningitis mitgeteilt.
Epidemien:
Warnungen:
Frühere Epidemien und Warnungen finden Sie unter www.healthytravel.ch.
Saisonale Meningitis-Epidemien kommen in Subsahara-Afrika vor allem während der Trockenzeit vor, in der Regel von Dezember bis Juni. Sie gehen mit dem Einsetzen der Regenfälle schnell zurück. Im Allgemeinen sind die Serogruppen der Meningokokken A, C, W und X für diese Ausbrüche verantwortlich. Die Krankheit verbreitet sich durch Tröpfchen von Mensch zu Mensch.
Falls Symptome (hohes Fieber, starke Kopfschmerzen und Erbrechen) auftreten, sollte sofort ein Arzt konsultiert und mit einer Antibiotikatherapie begonnen werden, da die Krankheit innert Stunden zu lebensbedrohlichen Zuständen führen kann. Als Prophylaxe steht für Erwachsene und Kinder über 1 Jahr eine Impfung gegen die wichtigsten Meningitisstämme zur Verfügung.
Eine Impfung mit einem quadrivalenten Meningokokken-Konjugatimpfstoff (Menveo® oder Nimenrix®) wird empfohlen:
Wenn keine Warnung oder Epidemie gemeldet wird, ist eine Impfung für Reisen in den „Meningitisgürtel“ während der Trockenzeit (normalerweise von Dezember bis Juni) in ganz Subsahara-Afrika empfohlen:
On 27 September 2024, Rwanda reported its first Marburg virus disease outbreak (see EpiNews as of 3 Oct 2024). Updates as of 18.10.2024:
Marburg virus disease (MVD) is a rare but severe hemorrhagic fever, caused by Marburg virus (MARV). Although MVD is uncommon, MARV has the potential to cause outbreaks with significant case fatality rates (up to 88%). All recorded MVD outbreaks have originated in Africa.
Transmission: Fruit bats are the natural reservoir of MARV. The majority of MVD outbreaks have been connected to human entry into bat-infested mines and caves. Humans can also get infected by direct contact with an infected animal (e.g., non-human primate).
Person-to-person transmission occurs by direct contact (through broken skin or mucous membranes) with infected blood, secretions, and body fluids or by indirect contact with contaminated surfaces and materials like clothing, bedding and medical equipment. MVD is not an airborne disease, and a person is not contagious before symptoms appear. As a result, if proper infection prevention and control precautions are strictly followed, the risk of infection is regarded as minimal.
Incubation period: usually five to ten days (range 2-21 days).
Symptoms: The onset of MVD is usually abrupt, with non-specific, flu-like symptoms such as a high fever, severe headache, chills and malaise. Rapid worsening occurs within 2–5 days for more than half of patients, marked by gastrointestinal symptoms such as anorexia, abdominal discomfort, severe nausea, vomiting, and diarrhea. In severe cases, a rash may develop, along with bleeding from various body areas.
Treatment: There are several experimental drugs and vaccines for Marburg, but none has been licensed to date.
Further information, see ECDC Factsheet Marburg Virus, CDC
WHO assesses the risk of this outbreak as very high at the national level, high at the regional level, and low at the global level.
ECDC assess the overall risk for EU/EEA citizens visiting or living in Rwanda as low. This is because the likelihood of exposure to MVD – considering the low number of cases reported and the mode of transmission – and the impact are both assessed as low. For details, see LINK.
Follow media and official reports! Follow all the recommendations of the local health authorities!
Travellers should be made aware of the ongoing outbreak. The risk for travellers to Rwanda is assessed as low, but it is high for family members and caregivers who have contact with sick people.
Preventive measures:
Upon return from Rwanda:
In case of symptoms
If you develop fever and nonspecific symptoms such as chills, headache, muscle pain or abdominal pain:
For clinicians:
Im Jahr 2024, Stand 6. Oktober 2024, haben 16 Länder 7.524 bestätigte Fälle gemeldet (+770 neue bestätigte Fälle innerhalb einer Woche), darunter 32 Todesfälle. Die drei Länder mit den meisten Fällen im Jahr 2024 (alle Kladen) sind die Demokratische Republik Kongo (6.169), Burundi (n = 987) und Nigeria (n = 84).
(Hinweis: Eine beträchtliche Anzahl von Verdachtsfällen auf Mopox, die klinisch mit Mopox vereinbar sind, wird aufgrund begrenzter Diagnosekapazitäten in einigen afrikanischen Ländern nicht getestet und daher nie bestätigt.)
Im Jahr 2024 haben 15 Länder sowohl 31.527 vermutete als auch im Labor getestete Fälle gemeldet (+5.160 innerhalb einer Woche, alle Kladen), darunter 998 vermutete und bestätigte Todesfälle (+2 innerhalb einer Woche).
Befolgen Sie die Anweisungen der lokalen Medien und Gesundheitsbehörden. Die folgenden Präventionsmassnahmen sollten während eines Aufenthalts in Ländern befolgt werden, in denen Mpox endemisch/epidemisch ist (siehe auch Factsheet Mpox).
Allgemeine Vorsichtsmassnahmen
Impfung
Eine Impfung gegen Mopox ist verfügbar (Jynneos®, hergestellt von Bavarian Nordic). Der Schweizer Experte für Reisemedizin empfiehlt ab dem 3. Oktober 2024 eine Impfung gegen Mopox in folgenden Situationen (die Empfehlung wird je nach Entwicklung des Ausbruchs regelmässig aktualisiert):
1. Personen, die sich in der Provinz Equateur und/oder im Osten der Demokratischen Republik Kongo (Süd-/Nord-Kivu) und/oder in Burundi aufhalten oder dorthin reisen, im Falle von:
2. Personen, die sich ausserhalb der Provinz Equateur und/oder im Osten der Demokratischen Republik Kongo (Süd-/Nord-Kivu) und/oder in Burundi (weltweit) aufhalten, im Falle von:
Derzeit wird davon ausgegangen, dass der verfügbare Impfstoff gegen Mopox (z. B. Jynneos®) auch gegen Clade I wirksam ist. Dieser Impfstoff gilt als sicher und hochwirksam bei der Vorbeugung schwerer Mopox-Erkrankungen.
Bei Symptomen
Wenn bei Ihnen MPox diagnostiziert wird:
Für Ärzte:
Am 27. September 2024 meldete Ruanda einen ersten Marburgfieber (MVD) Ausbruch.
Die Marburgfieber (MVD) ist ein seltenes, aber schweres hämorrhagisches Fieber, das durch das Marburg-Virus (MARV) verursacht wird. Obwohl MVD selten ist, kann MARV Ausbrüche mit erheblichen Sterblichkeitsraten (bis zu 88 %) verursachen. Alle registrierten MVD-Ausbrüche sind in Afrika aufgetreten.
Übertragung: Flughunde sind das natürliche Reservoir von MARV. Die meisten MVD-Ausbrüche wurden mit dem Eindringen von Menschen in von Fledermäusen befallene Minen und Höhlen in Verbindung gebracht. Menschen können sich auch durch direkten Kontakt mit einem infizierten Tier infizieren.
Die Übertragung von Mensch zu Mensch erfolgt durch direkten Kontakt (durch verletzte Haut oder Schleimhäute) mit infiziertem Blut, Sekreten und Körperflüssigkeiten oder durch indirekten Kontakt mit kontaminierten Oberflächen und Materialien wie Kleidung, Bettwäsche und medizinischer Ausrüstung. MVD ist keine durch die Luft übertragbare Krankheit, und eine Person ist nicht ansteckend, bevor Symptome auftreten. Wenn daher die richtigen Vorsichtsmassnahmen zur Infektionsprävention und -kontrolle strikt befolgt werden, wird das Infektionsrisiko als minimal angesehen.
Inkubationszeit: in der Regel fünf bis zehn Tage (Spanne 2–21 Tage).
Symptome: Die MVD bricht in der Regel plötzlich aus und äußert sich in unspezifischen grippeähnlichen Symptomen wie hohem Fieber, starken Kopfschmerzen, Schüttelfrost und Unwohlsein. Bei mehr als der Hälfte der Patienten kommt es innerhalb von 2–5 Tagen zu einer raschen Verschlechterung, die durch gastrointestinale Symptome wie Anorexie, Bauchschmerzen, starke Übelkeit, Erbrechen und Durchfall gekennzeichnet ist. In schweren Fällen kann es zu einem Hautausschlag und Blutungen an verschiedenen Körperstellen kommen.
Behandlung: Es gibt mehrere experimentelle Medikamente und Impfstoffe gegen Marburg, aber bisher wurde keines davon zugelassen.
Verfolgen Sie die Medien und offizielle Berichte! Befolgen Sie alle Empfehlungen der örtlichen Gesundheitsbehörden!
Reisende sollten auf den anhaltenden Ausbruch aufmerksam gemacht werden. Das Risiko für Reisende nach Ruanda wird als gering eingeschätzt, für Familienmitglieder und Pflegepersonen, die Kontakt zu kranken Menschen haben, ist es jedoch hoch.
Vorbeugende Massnahmen:
Nach der Rückkehr aus Ruanda:
Bei Symptomen
Nach Angaben der WHO teilten 19 Länder zwischen dem 29. Juli und 1. September 2024 ihre epidemiologischen Daten zur Meningitis.
Epidemien:
Warnungen:
Frühere Epidemien und Warnungen finden Sie unter News auf www.healthytravel.ch.
Saisonale Meningitis-Epidemien kommen in Subsahara-Afrika vor allem während der Trockenzeit vor, in der Regel von Dezember bis Juni. Sie gehen mit dem Einsetzen der Regenfälle schnell zurück. Im Allgemeinen sind die Serogruppen der Meningokokken A, C, W und X für diese Ausbrüche verantwortlich. Die Krankheit verbreitet sich durch Tröpfchen von Mensch zu Mensch. Falls Symptome (hohes Fieber, starke Kopfschmerzen und Erbrechen) auftreten, sollte sofort ein Arzt konsultiert und mit einer Antibiotikatherapie begonnen werden, da die Krankheit innert Stunden zu lebensbedrohlichen Zuständen führen kann. Als Prophylaxe steht für Erwachsene und Kinder über 1 Jahr eine Impfung gegen die wichtigsten Meningitisstämme zur Verfügung.
Die Impfung mit einem quadrivalenten Meningokokken-Konjugationsimpfstoff (Menveo® oder Nimenrix®) ist bei Aufenthalten >30 Tagen bzw. schon bei kürzerer Aufenthaltsdauer je nach individuellem Risiko (z. B. enge Personenkontakte, Arbeit in Gesundheitseinrichtungen, stark belegte Unterkünfte, Epidemiegefahr) empfohlen. Bei Warnmeldungen und Epidemien wird eine Impfung bei Aufenthalt >7 Tage oder engem Kontakt zur Bevölkerung empfohlen.
Am 27. September 2024 meldete Ruanda einen ersten Marburgfieber (MVD) Ausbruch.
Die Marburgfieber (MVD) ist ein seltenes, aber schweres hämorrhagisches Fieber, das durch das Marburg-Virus (MARV) verursacht wird. Obwohl MVD selten ist, kann MARV Ausbrüche mit erheblichen Sterblichkeitsraten (bis zu 88 %) verursachen. Alle registrierten MVD-Ausbrüche sind in Afrika aufgetreten.
Übertragung: Flughunde sind das natürliche Reservoir von MARV. Die meisten MVD-Ausbrüche wurden mit dem Eindringen von Menschen in von Fledermäusen befallene Minen und Höhlen in Verbindung gebracht. Menschen können sich auch durch direkten Kontakt mit einem infizierten Tier infizieren.
Die Übertragung von Mensch zu Mensch erfolgt durch direkten Kontakt (durch verletzte Haut oder Schleimhäute) mit infiziertem Blut, Sekreten und Körperflüssigkeiten oder durch indirekten Kontakt mit kontaminierten Oberflächen und Materialien wie Kleidung, Bettwäsche und medizinischer Ausrüstung. MVD ist keine durch die Luft übertragbare Krankheit, und eine Person ist nicht ansteckend, bevor Symptome auftreten. Wenn daher die richtigen Vorsichtsmassnahmen zur Infektionsprävention und -kontrolle strikt befolgt werden, wird das Infektionsrisiko als minimal angesehen.
Inkubationszeit: in der Regel fünf bis zehn Tage (Spanne 2–21 Tage).
Symptome: Die MVD bricht in der Regel plötzlich aus und äußert sich in unspezifischen grippeähnlichen Symptomen wie hohem Fieber, starken Kopfschmerzen, Schüttelfrost und Unwohlsein. Bei mehr als der Hälfte der Patienten kommt es innerhalb von 2–5 Tagen zu einer raschen Verschlechterung, die durch gastrointestinale Symptome wie Anorexie, Bauchschmerzen, starke Übelkeit, Erbrechen und Durchfall gekennzeichnet ist. In schweren Fällen kann es zu einem Hautausschlag und Blutungen an verschiedenen Körperstellen kommen.
Behandlung: Es gibt mehrere experimentelle Medikamente und Impfstoffe gegen Marburg, aber bisher wurde keines davon zugelassen.
Die WHO schätzt das Risiko dieses Ausbruchs auf nationaler Ebene als sehr hoch, auf regionaler Ebene als hoch und auf globaler Ebene als gering ein.
ECDC schätzt das Gesamtrisiko für EU-/EWR-Bürger, die Ruanda besuchen oder dort leben, als gering ein. Denn sowohl die Wahrscheinlichkeit einer MVD-Exposition - angesichts der geringen Zahl der gemeldeten Fälle und der Art der Übertragung - als auch die Auswirkungen werden als gering eingeschätzt.
Verfolgen Sie die Medien und offizielle Berichte! Befolgen Sie alle Empfehlungen der örtlichen Gesundheitsbehörden!
Reisende sollten auf den anhaltenden Ausbruch aufmerksam gemacht werden.
Das Risiko für Reisende nach Ruanda wird als gering eingeschätzt, für Familienmitglieder und Pflegepersonen, die Kontakt zu kranken Menschen haben, ist es jedoch hoch.
Vorbeugende Massnahmen:
Nach der Rückkehr aus Ruanda:
Bei Symptomen
Wenn Sie Fieber und unspezifische Symptome wie Schüttelfrost, Kopf-, Muskel- oder Bauchschmerzen entwickeln:
Im Jahr 2024 (Stand: 01. September 2024) haben 15 Länder 3'891 bestätigte Mpox Fälle gemeldet, darunter 32 Todesfälle. Die Mehrheit der Fälle werden gemeldet aus: Demokratische Republik Kongo (3'361 Fälle), Burundi (328) und Nigeria (48).
Eine beträchtliche Anzahl von Verdachtsfällen, die klinisch mit Mpox vereinbar sind, werden aufgrund begrenzter diagnostischer Kapazitäten nicht getestet und nie bestätigt. Die WHO arbeitet derzeit an der Integration dieser Daten und wird sie bei künftigen Aktualisierungen berücksichtigen. Nicht alle Länder verfügen über robuste Überwachungssysteme für Mpox, so dass die Zahl der Fälle wahrscheinlich unterschätzt wird.
Nach Angaben der WHO wurden im Jahr 2024 ab dem 1. September 2024 Mpox-Erkrankungen durch Affenpockenviren der Klade I gemeldet (Aktualisierungen, Details, Epidemiekurven siehe WHO LINK):
Klade Ia und b:
Gemäss Africa CDC, Stand 31. August 2024: Seit der letzten Aktualisierung (23. August 2024 ) meldete das Gesundheitsministerium 1'838 bestätigte, 1'095 Verdachtsfälle und 35 Todesfälle von Mpox aus 16 Provinzen. Damit ist die Zahl der neu gemeldeten Fälle im Vergleich zur letzten Aktualisierung um 137% gestiegen. Insgesamt wurden aus allen 26 Provinzen der DRC 4'799 bestätigte, 17'801 Verdachtsfälle und 610 Todesfälle gemeldet. 66 % der Fälle und 82 % der Todesfälle betrafen Kinder unter 15 Jahren. Von den bestätigten Fällen waren 73 % männlich. Bei den bestätigten Fällen wurden die Kladen Ia und Ib isoliert.
Klade Ib:
Die meisten Fälle stammen aus den Distrikten Nord-Bujumbura, Kayanza und Süd-Bujumbura. Insgesamt 29 von 49 Distrikten haben mindestens einen positiven Mpox-Fall gemeldet.
Klade Ia:
2024 gemeldete Mpox Fälle aufgrund des Affenpockenvirus der Klade II (a und b) (Aktualisierungen, Details, Epidemiekurven siehe WHO LINK):
Darüber hinaus wurden 2024 in Afrika Mpox-Fälle ohne Angabe der Klade gemeldet:-Gabun: 2 Fälle
Die WHO führte die letzte globale Mpox-Risikobewertung im August 2024 durch. Auf der Grundlage der verfügbaren Informationen wurde das Risiko wie folgt bewertet:
WHO Risikoeinschätzung, siehe LINK.
Befolgen Sie die Ratschläge der lokalen Medien und der örtlichen Gesundheitsbehörden. Bei einem Aufenthalt in Ländern, in denen Mpox endemisch/epidemisch ist, sollten folgende Präventionsmassnahmen befolgt werden (siehe auch Factsheet Mpox)
Allgemeine Vorsichtsmassnahmen:
Impfung
Eine Impfung gegen Mpox ist erhältlich (Jynneos®, Hersteller Bavarian Nordic). Das Schweizerische Expertenkomitee für Reisemedizin empfiehlt die Impfung gegen Mpox in folgenden Situationen, Stand 30. August 2024 (die Empfehlung wird je nach Entwicklung des Ausbruchs regelmässig aktualisiert):
1. Personen, die sich im Osten der D.R. Kongo und Burundi aufhalten oder dorthin reisen, bei:
(Hinweis: eine breitere Indikation wird derzeit diskutiert)
2. Personen, die sich ausserhalb des östlichen D.R. Kongo und Burundi aufhalten (weltweit), bei:
Derzeit geht man davon aus, dass der verfügbare Impfstoff gegen Mpox (z.B. Jynneos®) auch gegen die neue Klade I wirksam ist. Dieser Impfstoff gilt als sicher und hochwirksam in der Prävention schwerer Mpox-Erkrankungen.
Bei Auftreten von Symptomen:
Wenn bei Ihnen Mpox diagnostiziert werden:
Für Ärtze:
Epidemiological situation: Mpox outbreaks are caused by different clades, clades 1 and 2, see EpiNews as of 16 August 2024. Historically, clade 1 has been associated with a higher percentage of people with mpox developing severe illness or dying, compared to clade 2 (responsible for the global spread in 2022). D.R. Congo (DRC) has been the most affected country, with a large increase of mpox cases due to MPXV clade I being reported since November 2023. In April 2024, sequencing of mpox cases from Kamituga in South Kivu province in eastern DRC, within the context of an observational study, identified a subtype of clade I, clade Ib. Both MPXV clade Ia and clade Ib have been circulating in DRC, while clade Ia has been detected in Congo and Central African Republic.
Geographical spread of the new MPXV clade Ib variant occurs via transport routes through sexual contact (e.g. sex workers), and then local transmission is observed in households and other settings (which are becoming increasingly important).
In recent weeks, confirmed mpox cases due to MPXV clade Ib have been reported by countries neighbouring DRC, such as:
On 14 August 2024, WHO declared the current clade I monkeypox virus outbreak a public health emergency of international concern (PHEIC).
The type of exposure reported by cases in DRC includes sexual contact, non-sexual direct contact, household contact and healthcare facility contacts. The cases reported in Rwanda had travel history to DRC and Burundi, investigation showed that the cases reported by Uganda took place outside the country, while the case reported in Kenya was detected at a point of entry. For clade Ib (reported in Eastern DRC, Burundi, Rwanda, Uganda and Kenya), close physical contact (sexual contact) has been documented as the predominant mode of transmission, while for clade Ia (in endemic areas of DRC, Congo and CAR) multiple modes of transmission have been documented including zoonotic transmission.
For details of the cases, epidemiology, public health response and WHO advice, see WHO LINK.
Follow local media and local health authority advice. The following prevention measures should be followed during a stay in countries where mpox is endemic/epidemic:
General precautions:
A vaccination against mpox is available (Jynneos®, manufacture Bavarian Nordic). There is an increased demand worldwide with risk of vaccine shortage. The Swiss Expert for Travel Medicine recommends vaccination against mpox in following situations, status 30 August 2024 (the recommendation will be updated regularly depending on the development of the outbreak):
People staying or travelling to Eastern D.R. Congo and Burundi in case of:
People staying outside of Eastern D.R. Congo and Burundi (worldwide) in case of
At the present time, it is assumed that the available vaccine (Jynneos®) is also effective against the new clade I. This vaccine is considered safe and highly effective in preventing severe mpox disease.
In case of symptoms:
If you are diagnosed with mpox:
For clinicians:
WHO-Generaldirektor Dr. Tedros hat das Auftreten von Mpox (früher Affenpocken) in der Demokratischen Republik Kongo (DRC) sowie in einer zunehmenden Anzahl von Ländern Afrikas zu einer gesundheitlichen Notlage von internationalem Tragweite [«Public Health Emergency of International Concern (PHEIC)] erklärt. Die Ausrufung eines PHEIC wird helfen, weitere koordinierte internationale Massnahmen zur Unterstützung der Länder bei der Bekämpfung von Krankheitsausbrüchen zu ergreifen.
Innerhalb von zwei Jahren wurde ein PHEIC bezogen auf Mpox ausgerufen. Mpox wurde erstmals 1970 in der Demokratischen Republik Kongo (DRC) beim Menschen nachgewiesen. Die Viruserkrankung wird durch das Affenpockenvirus (MPXV) verursacht, das in der Tierwelt (bei bestimmten kleinen Säugetieren) vorkommt; die Krankheit gilt in Ländern Zentral- und Westafrikas als endemisch. Im Juli 2022 wurde der länderübergreifende Ausbruch von Mpox zum PHEIC erklärt, nachdem es in Europa zu einem Ausbruch gekommen war, der sich über sexuelle Kontakte rasch in einer Reihe von Ländern ausbreitete, in denen das Virus zuvor nicht aufgetreten war. Diese PHEIC wurde im Mai 2023 für beendet erklärt, nachdem ein nachhaltiger Rückgang der weltweiten Fälle zu verzeichnen war.
Seit November 2023 ist in der Demokratischen Republik Kongo (DRK) ein deutlicher Anstieg der Mpox-Fälle und das Auftreten einer neuen Mpox-Klade I zu verzeichnen. Das Land meldete im Jahr 2024 über 16’000 neue Fälle und mehr als 500 Todesfälle. Mpox-Ausbrüche werden durch verschiedene Kladen, Klade 1 und 2, verursacht. In der Vergangenheit wurde die Klade 1 mit einem höheren Prozentsatz von Mpox-Infizierten in Verbindung gebracht, die schwer erkrankten oder starben, als dies bei der Klade 2 der Fall war. Die Kladen werden jetzt in Klade 1a, 1b und Klade 2a, 2b unterteilt.
Klade 2b ist die Klade, von der der weltweite Ausbruch 2022/2023 ausgeht (116 Länder). Sie betrifft vor allem Männer (>96 %) und verbreitet sich hauptsächlich im Rahmen von sexuellen Kontakten (insbesondere Männer, die Sex mit Männern haben). Der Ausbruch dauert weiterhin an und kann Personen mit Risikoaktivitäten in allen Ländern der Welt, einschliesslich der afrikanischen Länder, betreffen.
Details zu Mpox, siehe LINKs des Schweizer BAG, Robert Koch-Institut Deutschland, ECDC, CDC.
Länder, in denen Mpox-Viren der Klade I und/oder Klade II nachgewiesen wurden:
Befolgen Sie die Empfehlungen der lokalen Medien und der örtlichen Gesundheitsbehörden.
Die folgenden Präventionsmassnahmen sollten bei einem Aufenthalt in Ländern, in denen Mpox endemisch/epidemisch ist, befolgt werden:
Allgemeine Vorsichtsmassnahmen:
Eine Impfung gegen Mpox ist verfügbar (Jynneos®, Hersteller Bavarian Nordic). Weltweit besteht eine erhöhte Nachfrage mit dem Risiko eines Impfstoffmangels. Das Schweizerische Expertenkomittee für Reisemedizin empfiehlt die Impfung gegen Mpox in folgenden Situationen, Stand 16. August 2024 (die Empfehlung wird je nach Entwicklung des Ausbruchs regelmässig aktualisiert):
1. Personen, die sich im Osten vom D.R. Kongo und Burundi aufhalten oder dorthin reisen, sofern sie:
2. Personen, die sich ausserhalb des Osten D.R. Kongo und Burundi (weltweit) aufhalten, sofern ein
Zum jetzigen Zeitpunkt geht man davon aus, dass der verfügbare Impfstoff (Jynneos®) auch gegen die neue Klade I wirksam ist. Dieser Impfstoff gilt als sicher und hochwirksam in der Prävention schwerer Mpox-Erkrankungen.
Bei Auftreten von Symptomen:
Für Gesundheitsfachpersonen:
Weitere Informationen zur Bewertung und Diagnose: siehe CDC LINK.
Das ‘European Center for Disease Control’ (ECDC) hat am 16. August 2024 eine Risikobewertung mit spezifischen Ratschlägen herausgegeben, Einzelheiten Siehe Link.
Im Jahr 2021 meldeten neun Länder der WHO-Region Afrika (Kamerun, Tschad, Zentralafrikanische Republik (ZAR), Elfenbeinküste, Demokratische Republik Kongo (DRC), Ghana, Niger, Nigeria und Republik Kongo) humane Gelbfieber-Fälle, welche im Labor bestätigt wurden. Die Fallzahlen dieser Ausbrüche nehmen im Vergleich zu den vergangenen Jahren zu. Als wahrscheinlich eingestufte Gelbfieberfälle wurden auch aus Benin, Burkina Faso, Gabun, Mali, Togo und Uganda gemeldet.
Einige der betroffenen Länder werden als fragile, konfliktbetroffene oder gefährdete Länder eingestuft, in denen die Immunität der Bevölkerung gegen Gelbfieber gering.
Folgen für Reisende
Ein Gelbfieberimpfschutz wird bei Reisen in Gelbfieber-Endemiegebiete dringend empfohlen, siehe Länderseiten www.healthytravel.ch/de-countries/ oder 'Reisemedizinischen Tabellen' des BAG: LINK.
Referenzen
WHO DON 23.12.2021
Masernausbrüche werden aus mindestens 14 Ländern Afrikas berichtet mit einigen Hundert bis mehreren Tausend Fällen seit Jahresbeginn 2021.
Masern sind eine hoch ansteckende Viruserkrankung, die über die Atemwege übertragen wird. Sie ist in der ganzen Welt verbreitet. Mit einem Impfstoff lässt sich die Krankheit sehr wirksam verhindern.
Folgen für Reisende
Eine Reise bietet eine ideale Gelegenheit, den Schutz vor Masern zu kontrollieren (2x geimpft oder durchgemachte Masern) und wenn nötig den Impfschutz zu aktualisieren.
Referenzen
Aus administrativen Gründen besteht folgende Einreisebestimmung des Landes:
Ausgenommen von dieser Einreisebestimmung sind:
Yellow_Fever_Factsheet_Public_ECTM_DE.pdf
Insect_and_Tick_Bite_Protection_Factsheet_Public_ECTM_DE.pdf
Aus administrativen Gründen besteht folgende Einreisebestimmung des Landes:
Ausgenommen von dieser Einreisebestimmung sind:
Wie bei allen durch Stechmücken verursachten Krankheiten sollte der Schutz vor Mückenstichen sowohl tagsüber als auch nachts stattfinden (nachzulesen im Informationsblatt „Schutz vor Insektenstichen und Zeckenbissen“). Die verfügbare Gelbfieber-Impfung ist äusserst wirkungsvoll und bietet einen langfristigen Schutz. Sie wird allen Personen ab einem Alter von 9 Monaten empfohlen, die in ein Gelbfieber - Endemiegebiet reisen. Für manche Länder ist der Nachweis einer Gelbfieberimpfung obligatorisch.
Die Gelbfieber-Impfung ist eine sogenannte Lebendimpfung mit einer abgeschwächten Form des Virus. Bei immunkompetenten Personen beginnt der Schutz etwa 10 Tage nach der ersten Impfung. Impfreaktionen auf die Gelbfieberimpfung verlaufen in der Regel mild und können sich als Kopfschmerzen, Muskelschmerzen und leichtes Fieber äussern. Diese Nebenwirkungen können mit Paracetamol behandelt werden. Medikamente die Acetylsalicylsäure (z. B. Aspirin®) enthalten und andere nicht-steroidale Antirheumatika wie Ibuprofen oder Naproxen sollten nicht verwendet werden. In extrem seltenen Fällen können schwere, manchmal sogar lebensbedrohliche, Reaktionen auf die Gelbfieberimpfung auftreten – daher wird diese Impfung bei immungeschwächten Patienten, schwangeren Frauen und älteren Menschen nur mit großer Vorsicht durchgeführt. Sprechen Sie mit Ihrem Hausarzt oder Tropen- und Reisearzt, wenn Sie zu einer dieser Gruppen gehören.
Hepatitis A kommt weltweit vor, aber das Infektionsrisiko ist in Ländern mit schlechten Hygienebedingungen höher. Ein erhöhtes Risiko besteht in den meisten tropischen und subtropischen Ländern sowie in einigen Ländern Osteuropas und rund um das Mittelmeer. Ausbrüche in nordeuropäischen Ländern können auftreten, wenn sich ungeimpfte Kinder bei Familienbesuchen in tropischen und subtropischen Ländern infizieren und nach ihrer Rückkehr das Virus in ihren Betreuungseinrichtungen übertragen.
In den letzten Jahren sind auch in Nordamerika und Europa, einschliesslich der Schweiz, vermehrt Fälle aufgetreten, insbesondere bei Männern, die Sex mit Männern haben (MSM).
Es gibt einen sicheren und sehr wirksamen Impfstoff, der aus zwei Injektionen im Abstand von mindestens 6 Monaten besteht. Er bietet nach der zweiten Dosis lebenslangen Schutz. Die Hepatitis-A-Impfung kann auch in Kombination mit der Hepatitis-B-Impfung verabreicht werden (3 Dosen notwendig ab dem 16. Geburtstag).
Die Impfung gegen Hepatitis A wird für alle Reisenden in Risikogebiete sowie für Personen mit erhöhtem persönlichem Risiko empfohlen wie z.B. Personen mit chronischer Lebererkrankung, Männer, die Sex mit Männern haben sowie Personen mit erhöhtem beruflichem Risiko, wie im Gesundheitsdienst oder bei Kontakt mit Abwasser.
Es existiert keine Therapie gegen Tollwut!
Massnahmen im Falle einer Exposition: Reinigen Sie die Wunde sofort gründlich mit viel Wasser und Seife für 10 - 15 Minuten! Desinfizieren Sie die Wunde (z. B. mit Betadine®, Merfen®) anschliessend. Lassen Sie sich unverzüglich (d.h. während der Reise!) notfallmässig gegen Tollwut impfen (postexpositionelle Prophylaxe) bei einem Arzt oder im nächstgelegenen Krankenhaus: Für diejenigen, die vor der Reise einen vollständigen Impfschutz gegen Tollwut erhalten haben (= präexpositionelle Impfung), sind zwei zusätzliche Impfungen (egal welcher Hersteller) in einem Abstand von 3 Tagen ausreichend; sie sollten unverzüglich vor Ort (d.h. im Reiseland) durchgeführt werden. Wenn kein vollständiger präexpositioneller Impfschutz besteht, muss vor Ort innerhalb kürzester Frist zusätzlich zur aktiven Impfung auch eine passive Immunisierung mit Immunglobulinen erfolgen.
Beachten Sie: Immunglobuline (und manchmal auch aktive Impfstoffe) stehen in ressourcenarmen Gegenden häufig nicht zur Verfügung, was zu Stress und Unsicherheit führen kann. Ausserdem wird eine Auffrischungsimpfung gegen Tetanus (Starrkrampf) empfohlen.
Es ist keine gute Idee, auf Reisen Tiere zu streicheln, auch wenn sie noch so süss sind! Füttern keine Tiere und berühren Sie keine wilden, unbekannten oder toten Tiere!
Die Impfung gegen Tollwut (preexpositionelle Impfung) wird den meisten Reisenden empfohlen und ist insbesondere empfohlen für:
Für die meisten Reisenden reichen 2 Impfdosen im Abstand von mindestens 7 Tagen vor der Abreise. Eine einmalige lebenslange Auffrischimpfung (3. Dosis) wird frühestens ein Jahr nach der Grundimmunisierung empfohlen, wenn weitere Reisen in Tollwutgebiete anstehen. Wenn Sie eine Immunsuppression haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt/Ärztin, da für Sie andere Impfabstände gelten.
Zusätzlich zur Grundimmunisierung gegen Polio wird eine Auffrischimpfung empfohlen für:
EKRM_Factsheet_Layperson_DE_Polio.pdf
Bei Poliomyelitis oder Polio handelt es sich um eine Virusinfektion, die das Nervensystem angreift und die innerhalb eines sehr kurzen Zeitraumes zu einer vollständigen Lähmung der Gliedmaßen führen kann. Die Infektion kann mild oder sogar ganz ohne Symptome verlaufen. Wenn Symptome mit muskulären oder das Nervensystem betreffenden Komplikationen auftreten, resultiert dies fast immer in einer Folgeerkrankung mit Langzeitkomplikationen. Es gibt keine Medikamente, die Polio heilen können, aber die Impfung ist überaus effektiv.
Dank der Impfung konnte das ursprüngliche Poliovirus in den meisten Ländern ausgerottet werden. In Afghanistan und Pakistan finden jedoch immer noch neue Infektionen statt. In manchen Ländern zirkulieren Polioviren, die von den Impfviren der Schluckimpfungen abstammen, und verursachen Polio-Ausbrüche, besonders in Ländern, in denen der Impfschutz gegen Polio in der Bevölkerung nur gering ist.
Regelmäßiges Händewaschen nach dem Toilettengang und vor dem Essen oder der Essenszubereitung. Vermeiden von zu wenig gekochten oder rohen Lebensmitteln, die mit Fäkalien verunreinigt sein könnten.
Die wichtigste vorbeugende Maßnahme ist die Impfung. Es gibt eine sehr wirksame und gut verträgliche intramuskuläre Impfung gegen Polio (inaktivierter (getöteter) Polioimpfstoff, IPV), die Teil der Grundimpfungen während der Kindheit ist. Außerdem gibt es Kombinationsimpfstoffe (z. B. mit Diphtherie und Tetanus). Nach der Grundimmunisierung wird für Reisen in bestimmte Länder alle 10 Jahre eine Auffrischungsimpfung empfohlen (siehe Empfehlungen auf den Länder-Seiten). Die WHO empfiehlt eine jährliche Impfung für Einwohner oder Langzeitbesucher (min. 4 Wochen) eines Landes, in dem aktuell noch Infektionen mit dem Poliovirus vorkommen oder in dem vom Schluck-Impfstoff abgeleitete Polioviren zirkulieren. Diese Empfehlung dient nicht nur dem persönlichen Schutz, sondern hat auch das Ziel, eine weltweite Verbreitung des Virus zu verhindern.
Alle Reisenden sollten eine Grundimpfung und Auffrischungen gemäss dem Schweizerischen Impfplan haben, LINK.
Allgemeine Informationen bezüglich Masern, Mumps und Röteln (MMR)
Bitte folgende Links des BAG konsultieren:
Reisende sollten gegen Windpocken immun sein. Personen zwischen 13 Monaten und 39 Jahren, die noch keine Windpocken hatten, und die noch keine 2 Impfdosen gegen Windpocken erhalten hatten, sollten eine Nachholimpfung erhalten (2 Dosen im Abstand von mindestens 4 Wochen), siehe Schweizerischen Impfplan, LINK.
Bitte folgender Link des BAG konsultieren:
Empfehlungen zur Impfung gegen Varizellen (Windpocken) und Herpes Zoster (Gürtelrose)
Chikungunya_Factsheet_Public_ECTM_DE.pdf
Insect_and_Tick_Bite_Protection_Factsheet_Public_ECTM_DE.pdf
Bei der Infektion können mehrere oder alle der folgenden Symptome auftreten: plötzliches hohes Fieber, Kopf-, Muskel- und Gelenkschmerzen, Gelenkschwellungen, Ausschlag. Der Ausschlag erscheint üblicherweise nach Beginn des Fiebers und betrifft meist den Rumpf und die Extremitäten. Die Gelenkschmerzen und -schwellungen treten üblicherweise beidseits symmetrisch auf und betreffen vor allem die Hände und Füsse – aber auch grössere Gelenke, wie Knie oder Schultern können betroffen sein. Die intensiven Gelenkbeschwerden können die Betroffenen stark beeinträchtigen.
Etwa 30-40 % der Infizierten haben auch nach Abklingen des Fiebers anhaltende schwere Gelenk- und Gliederschmerzen, die in manchen Fällen mehrere Monate anhalten oder, wenn auch selten, sogar Jahre.
Vorbeugende Massnahmen gegen Mückenstiche tagsüber: Mückenschutzmittel auf unbedeckte Haut auftragen; lange Kleidung; Kleidung mit Insektiziden behandeln. Mehr dazu auf dem Informationsblatt «Schutz vor Insekten- und Zeckenstichen». Ein weiterer sehr wichtiger schützender Faktor ist die sogenannte ‘Umwelthygiene‘: Brutstätten für Stechmücken in direkter Umgebung zu menschlichen Behausungen sollen vermieden werden, indem alle Formen von Behältnissen mit Wasser entfernt werden.
Impfung: In den USA und der EU sind derzeit zwei Chikungunya-Impfstoffe zugelassen (IXCHIQ® und VIMKUNYA®). In der Schweiz ist der Totimpfstoff VIMKUNYA® zugelassen. Das Schweizerische Expertenkomitee für Reisemedizin aktualisiert die Empfehlung für Reisende laufend, siehe LINK.
Dengue_Factsheet_Public_ECTM_DE.pdf
Insect_and_Tick_Bite_Protection_Factsheet_Public_ECTM_DE.pdf
In 3 von 4 Fällen verläuft die Infektion mit dem Virus ohne Symptome. Nach einer kurzen Inkubationszeit (5 – 8 Tage) treten bei 1 von 4 infizierten Personen plötzliches Fieber, Kopfschmerzen, Glieder- und Muskelschmerzen, sowie Übelkeit und Erbrechen auf. Typisch sind auch schmerzhafte Augenbewegungen. Am 3. oder 4. Tag der Erkrankung kann ein Hautausschlag auftreten. Nach 4 bis 7 Tagen lässt das Fieber nach, die Abgeschlagenheit kann jedoch noch Tage oder Wochen andauern.
In seltenen Fällen kommt es zu einem schweren Verlauf des Denguefiebers. Besonders anfällig dafür sind einheimische Kinder und Senioren, sowie Personen, die bereits zuvor eine Infektion mit dem Dengue-Virus durchgemacht haben. Touristen entwickeln nur sehr selten diese schwere Form des Denguefiebers. In den ersten Tagen ähnelt der Krankheitsverlauf dabei dem des klassischen Denguefiebers, aber am 4./5. Tag, üblicherweise nachdem das Fieber nachgelassen hat, verschlechtert sich der Zustand. Der Blutdruck fällt ab und Patienten klagen über Atemnot, Bauchschmerzen, Nasenbluten und leichte Haut- bzw. Schleimhautblutungen. In den schwersten Fällen kann ein lebensbedrohlicher Kreislaufschock auftreten.
Für die Infektion mit dem Dengue-Virus gibt es keine spezielle Therapie. Die Behandlung beschränkt sich auf Linderung und Überwachung der Symptome: Fiebersenkung, Linderung von Augen-, Rücken-, Muskel- und Gelenkschmerzen und Überwachung der Blutgerinnung und des Blutvolumens. Patienten mit schweren Symptomen müssen im Krankenhaus behandelt werden.
Für Fiebersenkung und Schmerzlinderung werden Mittel mit dem Wirkstoff Paracetamol oder Acetaminophen empfohlen (z.B. Acetalgin® Dafalgan® Panadol®). Medikamente, die als Wirkstoff Acetylsalicylsäure enthalten (z. B. Aspirin®, Alcacyl®, Aspégic®), dürfen nicht verwendet werden.
Die beste vorbeugende Massnahme besteht aus einem effektivem Mückenschutz während des Tages und besonders auch in den Dämmerungsstunden (d. h. bei Sonnenuntergang):
Für weitergehende Informationen konsultieren Sie bitte das Informationsblatt zu «Schutz vor Insekten- und Zeckenstiche».
Hinweis zum Dengue-Impfstoff Qdenga®:
Ein konsequenter Mückenschutz während des Tages (siehe oben) gilt nach wie vor als die wichtigste Präventionsmassnahme gegen Dengue!
"Cook it, boil it, peel it or forget it" - dieser einfache Slogan würde ausreichen, um Typhus fast vollständig zu vermeiden. Allerdings halten sich nur wenige Reisende vollständig an diesen Rat. Dennoch kann der Wert der Lebensmittel- und Wasserhygiene nicht genug betont werden: Vermeiden Sie den Kauf von Wasserflaschen ohne ordnungsgemäße Versiegelung, trinken Sie kein Leitungswasser aus unbekannten Quellen, essen Sie keine gekühlten/gefrorenen Lebensmittel (z. B. Eiswürfel in Wasser oder Eiscreme) und essen Sie kein rohes Obst und Gemüse, das Sie nicht selbst geschält und mit sauberem Trinkwasser gewaschen haben.
Es stehen zwei Arten von Impfstoffen zur Verfügung:
Allgemeine Informationen bezüglich der saisonalen Grippe (Influenza)
Bitte folgende Links des BAG konsultieren:
Regionen: ganzes Land.
Vorbeugende Massnahmen: Mückenschutz und Einnahme einer medikamentösen Prophylaxe.
Besprechen Sie die geeignete medikamentöse Prophylaxe mit einer reisemedizinischen Fachperson.
Malaria_Factsheet_Public_ECTM_DE.pdf
Insect_and_Tick_Bite_Protection_Factsheet_Public_ECTM_DE.pdf
Regionen: ganzes Land.
Vorbeugende Massnahmen: Mückenschutz und Einnahme einer medikamentösen Prophylaxe.
Besprechen Sie die geeignete medikamentöse Prophylaxe mit einer reisemedizinischen Fachperson.
Malaria kommt in den tropischen und subtropischen Regionen von Afrika, Asien, sowie Mittel- und Südamerika vor (siehe Malaria-Karte).
Malaria wird von nachtaktiven, zwischen der Abend- und der Morgendämmerung stechenden Mücken übertragen.
Nach der Infektion durch den Mückenstich treten die ersten Symptome (Fieber, meist begleitet von grippeähnlichen Symptomen wie Kopf- und Gliederschmerzen) frühestens nach sieben Tage und innerhalb eines Monats nach der Infektion auf. Gelegentlich können die Symptome aber auch erst nach mehreren Monaten und sehr selten sogar erst nach über einem Jahr auftreten. Die Krankheit beginnt oft mit Fieber und ähnelt zunächst einer Grippe. Dazu können Kopf- und Gliederschmerzen, Übelkeit, manchmal Erbrechen oder Durchfall auftreten. Eine Diagnose ist nur mit einem Bluttest möglich.
Fieber während oder nach einem Aufenthalt in einem Malariagebiet ist immer ein Notfall! Um eine Malaria rasch auszuschliessen oder einem schweren Krankheitsverlauf vorzubeugen ist eine schnellstmögliche Diagnosestellung und eine Behandlung erforderlich, da sich der Gesundheitszustand bei einer Malariainfektion sehr schnell verschlechtern kann. Das bedeutet: Wenn Sie Fieber (Körpertemperatur über 37,5°C) bekommen, müssen Sie sich schnellstmöglich nach Fieberbeginn auf Malaria testen lassen. Als Grundregel gilt: Fieber das mehr als 24h anhält muss auf eine Malaria abgeklärt werden. Dies gilt auch, wenn Sie eine medikamentöse Malariaprophylaxe einnehmen bzw. eingenommen haben. Versuchen Sie zu einem Arzt oder in eine Klinik zu gehen, wo Sie zuverlässig einen solchen Test machen lassen können. Sollte der erste Test negativ ausfallen, aber weiterhin Fieber bestehen, müssen weitere Malaria-Tests in den folgenden Tagen durchgeführt werden. Erst wenn nach drei aufeinanderfolgenden Tagen die Malaria-Testung negativ ausfällt, besteht kein Verdacht auf Malaria mehr.
Für den Schutz vor Malaria sollten mehrere Massnahmen kombiniert werden:
1. Mückenschutz ist entscheidend - besonders von Abend bis Morgendämmerung. Das gilt in allen Malaria-Gebieten, auch dort, wo das Risiko gering ist. Der Schutz vor Mückenstichen hilft tagsüber auch gegen andere durch Insekten übertragene Krankheiten, die in denselben Regionen vorkommen können! (siehe auch Informationsblatt «Schutz vor Insekten- und Zeckenstiche»):
2. Medikamentöse Prophylaxe: In Hochrisikogebieten (rot markiert bzw. rotschraffiert auf unseren Karten) ist die zusätzliche Einnahme einer medikamentösen Malariaprophylaxe empfohlen. Nehmen Sie diese vor, während und nach der Reise zusammen mit Nahrung ein. Lassen Sie sich von einer reisemedizinischen Fachperson beraten, welches Medikament und welche Dosierung für Sie geeignet ist.
3. Notfall-Selbstbehandlung (Stand-by-Therapie): Für besondere Risikosituationen - Aufenthalte in Regionen mit moderatem Malariarisiko und wenn die medizinische Versorgung eingeschränkt oder unsicher ist - wird empfohlen, dass Sie ein Notfallmedikament zur Selbstbehandlung mitführen, also ein Medikament, welche Sie selbst einnehmen, falls sie Fieber bekommen und kurzfristig keine medizinische Hilfe und somit keine Testung auf Malaria erreichbar ist. Im Anschluss an die Einnahme eines Notfallmedikaments muss allerdings trotzdem schnellstmöglich medizinische Hilfe aufgesucht werden. Besprechen Sie vor der Reise mit einer reisemedizinischen Fachperson, ob die Mitnahme eines Notfallmedikaments für Sie sinnvoll ist.
4. Besondere Risikogruppen: Für manche Personen kann Malaria sehr schnell gefährlich werden. Dazu gehören insbesondere Schwangere, kleine Kinder, ältere Menschen sowie Personen mit chronischen Krankheiten oder geschwächtem Immunsystem. Falls Sie zu einer Risikogruppe gehören, sollten Sie unbedingt vor Ihrer geplanten Reise einen Spezialist*in für Reisemedizin aufsuchen. Die Fachperson kann klären, ob Sie eine medikamentöse Malariaprophylaxe einnehmen sollten – dies kann ggf. auch für Gebiete mit moderatem Malariarisiko sinnvoll sein.
Für Reisende gibt es aktuell keine Malaria-Impfung.
ZIKA_Factsheet_Public_ECTM_DE.pdf
Insect_and_Tick_Bite_Protection_Factsheet_Public_ECTM_DE.pdf
CDC LINK: Länder und Gebiete mit Zika-Risiko
Länder und Gebiete mit aktueller oder früherer Übertragung des Zika-Virus (Stand: 27. Mai 2024): LINK
Zika-Symptome können denen von Malaria, die dringend behandelt werden muss, oder anderen durch Mücken übertragenen Krankheiten wie z.B. Dengue ähneln. Deshalb: Wenn Sie Fieber haben, suchen Sie einen Arzt auf, um eine genaue Diagnose zu erhalten! Die Behandlung von Zika zielt auf die Senkung von Fieber und Gelenkschmerzen (mit Paracetamol) ab. Vermeiden Sie Aspirin und entzündungshemmende Medikamente (z. B. Ibuprofen), solange Dengue-Fieber nicht ausgeschlossen ist. Es ist kein Impfstoff verfügbar.
Wenn Sie schwanger sind und während oder nach Ihrer Rückkehr aus einem Zika-Übertragungsgebiet Fieber haben, werden Blut- und/oder Urintests empfohlen. Wird eine Zika-Infektion bestätigt, sollte die medizinische Behandlung mit einem Gynäkologen und Spezialisten für Infektions- oder Reisemedizin koordiniert werden.
Das freie und verantwortungsbewusste Gestalten der eigenen Sexualität ist Teil eines gesunden Lebens. Zu wissen, wie man auf sich selbst und andere achtet, ist besonders wichtig, wenn man sich in neuen Situationen befindet – beispielsweise auf Reisen.
Reisende, die Gelegenheitssex haben, sind einem erhöhten Risiko ausgesetzt, sich mit sexuell übertragbaren Infektionen, sogenannten Sexually Transmitted Infections (STIs), einschliesslich HIV, anzustecken. Ein Auslandaufenthalt, wobei man auch neue Menschen kennen lernt, kann damit verbunden sein, sich anders zu verhalten und mehr Risiken einzugehen, als man dies zu Hause tun würde. Es ist wichtig daran zu denken, dass ungeschützter Sex und mehrere neue Sexualpartner ein Risiko für STIs darstellen. STIs können unter Umständen schwere Komplikationen verursachen und zudem auf weitere Partner übertragen werden, sofern diese nicht rechtzeitig bemerkt und behandelt werden. Sind Sie nicht sicher, ob es sich um eine Risikosituation handelt, dann hilft der 'Risk-Check' von Love Life weiter.
Wichtig: STIs können auch ohne oder mit nur leichten Symptomen auftreten. Auch wenn Sie keine Symptome haben, sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen, wenn Sie ungeschützten Sex mit einer neuen oder mehreren Partnerinnen oder Partnern hatten. Denn eine frühzeitige Diagnose und Behandlung sind wichtig, um eine Übertragung und Komplikationen durch unbehandelte Infektionen zu verhindern.
STIs können bei einer körperlichen Untersuchung oder durch die Untersuchung von Urin, einer Wunde oder eines Abstrichs aus der Vagina, dem Penis, dem Rachen oder dem Anus diagnostiziert werden. Bluttests können bei der Diagnose bestimmter Infektionen (Hepatitis A, B und C, HIV und Syphilis) auch helfen.
Der Zeitpunkt des Tests ist wichtig, da manche Infektionen kurz nach einer Ansteckung noch nicht nachweisbar sind (diagnostisches Fenster). Bei HIV und Syphilis sollte der Test in der Regel frühestens 6 Wochen nach dem sexuellen Kontakt gemacht werden. Bei Chlamydien und Gonorrhö sollte der Test frühestens 2 Wochen nach dem Kontakt gemacht werden. Dies gilt nur, wenn keine Symptome vorliegen.
Beachten Sie auch, dass der Zugang zu zuverlässigen Tests und Behandlungen an manchen Reisezielen eingeschränkt sein kann.
Vor der Reise:
Während der Reise:
Neben Dengue, Chikungunya und Zika besteht in sub-/tropischen Regionen und einigen Gebieten Südeuropas die Gefahr anderer Erkranungen, die durch Anthropoden (Gliederfüssler) übertragen werden. Dazu gehören zum Beispiel folgende Krankheiten [und deren Vektoren]:
African_Trypanosomiasis_Factsheet_Public_ECTM_EN.pdf
Insect_and_Tick_Bite_Protection_Factsheet_Public_ECTM_DE.pdf
T.b. rhodesiense HAT has a short incubation period in travelers (less than 3 weeks). It is generally an acute, life-threatening disease with fever, headache, nausea/vomiting and a trypanosomal chancre (see picture) at the tsetse bite site. In travelers, sleeping disorders or neuro-psychiatric deficits are only rarely present.
T.b. gambiense HAT is only exceptionally reported in travelers. It affects local rural population in endemic areas. The disease evolves over months or years. First stage is characterized by fever, itching, headache and lymph nodes. Once the parasite invades the CNS (second stage), various neurologic or psychiatric symptoms, including sleep disturbance, can occur.
HAT can be cured in both first and second stages. Specific treatment requires advice by a specialist in tropical medicine.
In case of a suspicious skin lesion, immediately consult a doctor as a rapid therapy as well as a supportive therapy must be initiated as soon as possible.
Mpox ist seit vielen Jahren in West- und Zentralafrika verbreitet, wo die vermuteten Reservoirtiere - kleine Säugetiere - vorkommen. Es gibt zwei Typen des Affenpockenvirus, die als "Kladen" bezeichnet werden und die Krankheit Mpox verursachen: Klade I in Zentralafrika und Klade II in Westafrika. Seit dem Ende der Pockenimpfkampagnen in den frühen 1980er Jahren haben die Pockenfälle zunächst langsam und in den letzten 5-10 Jahren deutlich zugenommen, insbesondere in der Demokratischen Republik Kongo (DRC).
Im Jahr 2022 war eine neu aufgetretene Subklade von Klade II für eine weltweite Epidemie verantwortlich, die sich hauptsächlich durch sexuelle Kontakte zwischen Männern, die Sex mit Männern haben, verbreitete. Sie führte zum ersten internationalen Gesundheitsnotstand (PHEIC), den die WHO bis 2023 ausrief. Obwohl die Clade-II-Epidemie inzwischen unter Kontrolle ist, zirkuliert die Virus Variante Clade II weiterhin weltweit.
Im Jahr 2024 haben die anhaltende Ausbreitung von mpox Klade I in endemischen Regionen Zentralafrikas, insbesondere in der Demokratischen Republik Kongo, und das Auftreten einer neuen Subklade Ib im Osten der Demokratischen Republik Kongo und in benachbarten Ländern weltweit Besorgnis ausgelöst und die WHO veranlasst, zum zweiten Mal innerhalb von zwei Jahren einen PHEIC auszurufen. Die derzeitige geografische Ausbreitung der Klade Ib erfolgt über kommerzielle Wege durch sexuelle Kontakte (z. B. Sexarbeiter), gefolgt von einer lokalen Übertragung in Haushalten und anderen Umgebungen (Letztes nimmt zunehmend an Bedeutung).
Übertragung vom Tier auf den Menschen: Mpox kann vom Tier auf den Menschen übertragen werden, wenn dieser in direkten Kontakt mit einem infizierten Tier (Nager oder Primaten) kommt.
Übertragung von Mensch zu Mensch:
Mpox können von Mensch zu Mensch durch engen körperlichen Kontakt (sexuelle und nicht-sexuelle Kontakte) mit jemandem, der Symptome von Mpox hat, übertragen werden. Besonders ansteckend sind Haut- und Schleimhautläsionen, Körperflüssigkeiten und Schorf. Eine Person kann sich auch anstecken, indem sie Kleidung, Bettwäsche, Handtücher oder Gegenstände wie Essgeschirr benutzt, die durch den Kontakt mit einer Person mit Symptomen kontaminiert wurden. Für Haushaltsmitglieder, Familienangehörige und Sexualpartner eines bestätigten Mpox-Falls besteht ein höheres Ansteckungsrisiko, ebenso wie für Personen aus dem Gesundheitswesen, die eine erkrankte Person ohne angemessenen persönlichen Schutz behandeln.
Die Inkubationszeit (Zeit zwischen der Ansteckung und dem Auftreten von Symptomen) reicht von einigen Tagen bis zu 3 Wochen. Mpox verursacht einen Hautausschlag, der schmerzhaft sein und mit geschwollenen Lymphknoten und Fieber einhergehen kann. Das Fieber kann bereits vor der Hautausschlagphase einsetzen. Weitere Symptome sind Muskelschmerzen, Rückenschmerzen und Müdigkeit. Der Ausschlag kann lokalisiert oder generalisiert sein, mit nur wenigen oder bis zu Hunderten von Hautläsionen. Er betrifft hauptsächlich das Gesicht, den Rumpf, die Handflächen und die Fußsohlen. Er kann auch im Genitalbereich und auf den Schleimhäuten, z. B. in Mund und Rachen, auftreten. Die Symptome halten in der Regel 2 bis 4 Wochen an. Die Person bleibt so lange ansteckend, bis alle Läsionen abgeheilt sind (d.h. sobald die Krusten abgefallen sind).
Zu den Komplikationen gehören sekundäre bakterielle Infektionen, Infektionen der Lunge und des Gehirns sowie die Beteiligung weiterer Organe, Totgeburten und andere. Kinder, Schwangere und Menschen mit einem schwachen Immunsystem haben ein höheres Risiko, einen schweren Verlauf von Mpox zu entwickeln.
Die meisten Personen mit Mpox erholen sich spontan und benötigen keine spezifische antivirale Behandlung. Die Behandlung besteht darin, Schmerzen und andere Symptome zu lindern und Komplikationen (z. B. Superinfektionen) zu verhindern. Es gibt keine etablierte direkte antivirale Behandlung, jedoch werden mehrere antivirale Medikamente in verschiedenen Ländern untersucht und können in Studien oder in klinischen Situationen gemäss den Empfehlungen nationaler medizinischer Fachgesellschaften eingesetzt werden.
Im Falle von Symptomen:
Allgemeine Vorsichtsmassnahmen:
Impfung:
Es gibt einen Impfstoff gegen Mpox (Imvanex® oder Jynneos®, je nachdem, wo Sie wohnen). Dieser Impfstoff wurde ursprünglich zur Bekämpfung der Pocken entwickelt, bietet aber einen Kreuzschutz gegen Mpox. In der Schweiz ist der Impfstoff Jynneos® seit 2024 von Swissmedic lizenziert. Risikogruppen (z.B. Männer, die Sex mit Männern haben, oder Transgender-Personen mit mehreren Sexualpartnern) können sich seit 2022 impfen lassen, und diese Empfehlung bleibt unverändert (siehe Empfehlungen des BAG). Angesichts der epidemiologischen Situation in Afrika im Jahr 2024 empfiehlt die Schweizerische Expertenkomittee für Reisemedizin eine Impfung gegen Mpox für Berufstätige, welche mit Verdachtsfällen von Mpox in Kontakt sind oder sein werden, sowie Personen, die mit Tieren oder in einem Labor mit dem Virus arbeiten (bezüglich Aktualisierungen der Impfindikation, siehe News).
Das Risiko für die Allgemeinbevölkerung und Reisende (Touristen) wird als äusserst gering eingestuft, wenn die oben genannten allgemeinen Vorsichtsmassnahmen befolgt werden; für sie wird eine Impfung nicht empfohlen.
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