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Medizinische Empfehlungen für Reisende
Schweizerisches Expertenkomitee für Reisemedizin

 

Medizinische Empfehlungen für Reisende
Schweizerisches Expertenkomitee für Reisemedizin

 

Medizinische Empfehlungen für Reisende
Schweizerisches Expertenkomitee für Reisemedizin

Wichtige Gesundheitsrisiken

 
 
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  • Typhus ist eine schwere Krankheit, die durch Bakterien verursacht und durch verunreinigte Lebensmittel oder Wasser übertragen wird.
  • Das Risiko ist für Reisende, die Zugang zu sicheren Lebensmitteln und Getränken haben, sehr gering.
  • Der beste Schutz gegen Typhus ist die Einhaltung einer optimalen Grundhygiene.
  • Es gibt eine Impfung gegen Typhus, die empfohlen wird, wenn
    • Sie sich unter schlechten hygienischen Bedingungen aufhalten werden (z. B. Reisen in ländliche Gebiete)
    • Kurzer Aufenthalt (>1 Woche) in hyper-endemischen Ländern (siehe Länderseite)
    • Langzeitaufenthalte (> 4 Wochen) in endemischen Ländern
    • Wenn Sie individuelle Risikofaktoren oder gesundheitliche Vorbelastungen haben. In diesem Fall sprechen Sie bitte mit Ihrem medizinischen Berater
  • Typhus, auch enterisches Fieber genannt, wird durch die Bakterien Salmonella Typhi und Salmonella Paratyphi verursacht.
  • Infizierte Personen scheiden die Bakterien im Stuhl aus. In Ländern mit niedrigen Hygienestandards können die Bakterien dann in das Trinkwassersystem gelangen und zu Infektionen bei anderen Menschen führen.
  • Häufige Infektionsquellen sind verunreinigte Lebensmittel und Getränke.
  • Die wichtigste Vorbeugungsmaßnahme ist daher "cook it, peel it, boil it or forget it" - das heißt: Vermeiden Sie es, ungekochtes Wasser oder Wasser aus unverschlossenen Flaschen zu trinken; vermeiden Sie gekühlte/gefrorene Produkte (z. B. Eiswürfel in Getränken, Eiscreme), es sei denn, sie stammen aus einer nachweislich sicheren Quelle; vermeiden Sie ungekochtes Gemüse, schälen und putzen Sie Obst und Gemüse selbst und verwenden Sie nur nachweislich sicheres Trinkwasser dafür.
  • Ein Impfstoff ist verfügbar und wird empfohlen: a) für Reisende auf den indischen Subkontinent oder nach Westafrika, b) für Reisende, die Freunde und Verwandte besuchen, oder für Langzeitreisende auch in andere subtropische Gebiete.
Typhus ist eine bakterielle Erkrankung, die den ganzen Körper befällt und sich vor allem durch hohes Fieber, oft begleitet von Schläfrigkeit ("Typhos" steht im Griechischen für «benebelt» oder für Delir), und starken Kopfschmerzen äußert. Wenn die Infektion mit geeigneten Antibiotika behandelt wird, ist die Sterblichkeit sehr gering. Bleibt die Infektion jedoch unbehandelt, kann es zu Komplikationen kommen, die zu einer hohen Sterblichkeit führen können. Typhus muss klar von der harmlosen Salmonellen-Infektion unterschieden werden, die durch eine Vielzahl von nicht-typhoiden Salmonellenarten verursacht wird, die weltweit hauptsächlich gutartige Durchfallerscheinungen hervorrufen.
Die meisten Typhusfälle treten auf dem indischen Subkontinent (Afghanistan, Pakistan, Nepal, Bhutan, Indien und Bangladesch) auf. Dies ist auch die Region, in der die Antibiotikaresistenz stetig zunimmt. Die Krankheit tritt auch in der gesamten subtropischen Region auf, allerdings mit geringerer Häufigkeit. Früher kam sie auch in Europa und Nordamerika vor, ist aber dank der verbesserten Wasser- und sanitären Versorgung verschwunden.
Typhus wird über den fäkal-oralen Weg übertragen: Die Bakterien werden im Stuhl infizierter Personen ausgeschieden. Bei unzureichender Händehygiene können infizierte Personen die Lebensmittel und die Trinkwasserversorgung ihrer Familien kontaminieren. In Regionen mit niedrigen Hygienestandards können kontaminierte Fäkalien auch die öffentliche Trinkwasserversorgung verunreinigen.
Die Inkubationszeit - die Zeit zwischen der Ansteckung und den ersten Symptomen - kann zwischen 3 Tagen und 3 Wochen variieren. Das Hauptsymptom von Typhus ist hohes Fieber (39° - 41° C), begleitet von starken Kopfschmerzen und Schläfrigkeit. In der Anfangsphase der Krankheit klagen die Patienten häufig über Verstopfung. In späteren Stadien kann dies in Durchfall übergehen. In späteren Stadien der Krankheit - und bei Fehlen einer korrekten Behandlung - können Komplikationen wie Septikämie, Darmblutungen oder Darmdurchbrüche (Perforationen) auftreten, die zu einer erheblichen Sterblichkeit führen können.
Eine angemessene Antibiotikabehandlung heilt Typhus. Die Behandlung sollte an das Resistenzprofil der Bakterien angepasst werden. Auf dem indischen Subkontinent können einige Stämme multiresistent sein, so dass eine intravenöse Behandlung mit einem breiten Spektrum von Antibiotika erforderlich ist. Bei schwerem Typhus mit Bewusstseinsstörungen (Delirium) oder Koma kann eine zusätzliche Behandlung mit Kortikosteroiden erforderlich sein.

"Cook it, boil it, peel it or forget it" - dieser einfache Slogan würde ausreichen, um Typhus fast vollständig zu vermeiden. Allerdings halten sich nur wenige Reisende vollständig an diesen Rat. Dennoch kann der Wert der Lebensmittel- und Wasserhygiene nicht genug betont werden: Vermeiden Sie den Kauf von Wasserflaschen ohne ordnungsgemäße Versiegelung, trinken Sie kein Leitungswasser aus unbekannten Quellen, essen Sie keine gekühlten/gefrorenen Lebensmittel (z. B. Eiswürfel in Wasser oder Eiscreme) und essen Sie kein rohes Obst und Gemüse, das Sie nicht selbst geschält und mit sauberem Trinkwasser gewaschen haben.

Es stehen zwei Arten von Impfstoffen zur Verfügung:

  • Schluckimpfstoff (Lebendimpfstoff), bestehend aus drei Kapseln, die an abwechselnden Tagen auf nüchternen Magen einzunehmen sind. Diese Kapseln müssen vor dem Gebrauch gekühlt werden. Der Schutz durch diesen Impfstoff beträgt etwa 70% und beginnt 10 Tage nach der dritten Dosis. Nach 1 bis 3 Jahren muss der Impfstoff vor einer erneuten Reise in Risiko-Gebiete nochmals eingenommen werden. Dieser Impfstoff darf nicht an Patienten mit einer schweren chronischen Magen-Darm-Erkrankung (wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa) oder mit schwerer Immunsuppression verabreicht werden.
  • Der inaktivierte Impfstoff wird intramuskulär injiziert. Der Schutz erreicht ebenfalls etwa 70% und setzt 14 Tage nach der Injektion ein. Dieser Impfstoff kann Patienten verabreicht werden, die den Schluckimpfstoff nicht einnehmen dürfen. Er ist in der Schweiz nicht zugelassen, aber die meisten Ärzte mit Spezialisierung auf Tropen- und Reisemedizin und alle Reisemedizinischen Zentren haben den Impfstoff vorrätig. Die Dauer des Schutzes beträgt etwa 3 Jahre.
Eine Impfung gegen Typhus wird Langzeitreisenden und Reisenden empfohlen, die Gebiete besuchen, in denen das Risiko einer Übertragung besonders hoch ist, und/oder die Krankheit aufgrund einer schweren Antibiotikaresistenz schwerer zu behandeln ist.
Bundesamt für Gesundheit Schweiz: https://www.bag.admin.ch/bag/de/home/krankheiten/krankheiten-im-ueberblick/typhus-abdominalis-paratyphus.html 
 
 
 
  • Human African trypanosomiasis, or sleeping sickness, is transmitted by the bite of tsetse flies in some countries of sub-Saharan Africa.
  • Now a rare disease, it should be suspected if fever and local redness (chancre) appear within weeks after a tsetse bite.
  • Diagnosis and treatment require advice by a specialist in tropical medicine.

African_Trypanosomiasis_Factsheet_Public_ECTM_EN.pdf

Insect_and_Tick_Bite_Protection_Factsheet_Public_ECTM_DE.pdf

  • Human African trypanosomiasis, or sleeping sickness, is transmitted by the bite of tsetse flies in some countries of sub-Saharan Africa.
  • Now a rare disease, it should be suspected if fever and local redness (chancre) appear within weeks after a tsetse bite.
  • Diagnosis and treatment require advice by a specialist in tropical medicine.
The clinical presentation of Human African Trypanosomiasis (HAT) mainly depends on the parasite species and the stage of the disease. T.b. rhodesiense HAT is usually an acute life-threatening disease whereas T.b. gambiense HAT is characterised by a chronic progressive course. The disease occurs in two stages, the first (or haemo-lymphatic) stage and the second (or meningo-encephalitic) stage with invasion of the central nervous system (CNS) by the trypanosomes.
T.b.gambiense HAT:  less than 1’000 cases reported yearly. West- and Central Africa, with the majority of cases reported in the Democratic Republic of Congo; T.b. rhodesiense HAT: less than 100 cases reported yearly. East Africa, with the majority of cases reported in Malawi. Sporadic cases have been reported among travelers in Eastern and Southern Africa.
Bite of an infected tsetse fly (see picture).

T.b. rhodesiense HAT has a short incubation period in travelers (less than 3 weeks). It is generally an acute, life-threatening disease with fever, headache, nausea/vomiting and a trypanosomal chancre (see picture) at the tsetse bite site. In travelers, sleeping disorders or neuro-psychiatric deficits are only rarely present.

 

T.b. gambiense HAT is only exceptionally reported in travelers. It affects local rural population in endemic areas. The disease evolves over months or years. First stage is characterized by fever, itching, headache and lymph nodes. Once the parasite invades the CNS (second stage), various neurologic or psychiatric symptoms, including sleep disturbance, can occur.

Detection of the trypanosomes in blood, for example during a search for malaria, lymph nodes or cerebrospinal fluid by microscopy. Screening by serology only for T.b. gambiense HAT.

HAT can be cured in both first and second stages. Specific treatment requires advice by a specialist in tropical medicine.

 

In case of a suspicious skin lesion, immediately consult a doctor as a rapid therapy as well as a supportive therapy must be initiated as soon as possible.

  • Protection against the bite of tsetse flies (see Factsheet “Mosquito and tick bite prevention measures”), in particular well-covering, light-coloured clothing impregnated with permethrin.
  • Avoid wearing blue or black dress that attract tsetse flies.
  • No drug prophylaxis advised.
  • WHO Factsheet on human African trypanosomiasis: https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/trypanosomiasis-human-african-(sleeping-sickness)
Landesweit
 
 
  • Das Chikungunya-Fieber ist eine Virusinfektion, die durch Stechmücken übertragen wird.
  • Die Krankheit äussert sich typischerweise durch Fieber und starke Gelenkschmerzen der Hände und Füsse, welche bei einigen Patienten Wochen bis Monate andauern können.
  • Das Chikungunya-Fieber kann durch Schutz vor Mückenstichen verhindert werden.

Chikungunya_Factsheet_Public_ECTM_DE.pdf

Insect_and_Tick_Bite_Protection_Factsheet_Public_ECTM_DE.pdf

Chikungunya_Vaccination_Statement_HCW_ECTM_2026_06_23.pdf

In den folgenden Ländern ist derzeit ein Chikungunya-Ausbruch zu verzeichnen oder besteht ein erhöhtes Risiko einer Chikungunya-Übertragung (laut den US-amerikanischen CDC und dem Schweizerischen Expertenkomitee für Reisemedizin):

 

Chikungunya_risk_countries_2026_10_07.png

Karte, siehe Veröffentlichung: Chikungunya-Virus: Epidemiologie, Replikation, Krankheitsmechanismen und potenzielle Interventionsstrategien, JCI, 2017, LINK.
  • Das Chikungunya-Fieber ist eine Virusinfektion, die durch Stechmücken übertragen wird.  
  • Die Krankheit äussert sich typischerweise durch Fieber und starke Gelenkschmerzen der Hände und Füsse, welche bei einigen Patienten Wochen bis Monate andauern können.
  • Das Chikungunya-Fieber kann durch Schutz vor Mückenstichen verhindert werden.
Das Chikungunya-Fieber wird durch das Chikungunya-Virus verursacht, welches 1952 in Tansania das erste Mal beschrieben wurde. Der Name stammt vermutlich aus einer lokalen afrikanischen Sprache und bedeutet ‚der gekrümmte Gehende‘, was auf die Körperhaltung betroffener Personen hinweist, die sich aufgrund starker Gelenkschmerzen auf Gehstöcke abstützen.
Indischer Subkontinent, Südostasien und pazifische Inseln, Zentral- und Südamerika, karibische Inseln, Subsahara-Afrika, arabische Halbinsel. Fälle in Europa und Nordamerika werden grösstenteils aus endemischen Ländern eingeführt. Es gibt jedoch zunehmend auch lokale Übertragungen in nicht-endemischen Ländern (Italien, Frankreich, USA).
Das Chikungunya-Virus wird durch Aedes-Stechmücken übertragen, die hauptsächlich tagsüber aktiv sind.

Bei der Infektion können mehrere oder alle der folgenden Symptome auftreten: plötzliches hohes Fieber, Kopf-, Muskel- und Gelenkschmerzen, Gelenkschwellungen, Ausschlag. Der Ausschlag erscheint üblicherweise nach Beginn des Fiebers und betrifft meist den Rumpf und die Extremitäten. Die Gelenkschmerzen und -schwellungen treten üblicherweise beidseits symmetrisch auf und betreffen vor allem die Hände und Füsse – aber auch grössere Gelenke, wie Knie oder Schultern können betroffen sein. Die intensiven Gelenkbeschwerden können die Betroffenen stark beeinträchtigen.

 

Etwa 30-40 % der Infizierten haben auch nach Abklingen des Fiebers anhaltende schwere Gelenk- und Gliederschmerzen, die in manchen Fällen mehrere Monate anhalten oder, wenn auch selten, sogar Jahre.

Die Diagnose kann durch Blutuntersuchungen bestätigt werden: Ein PCR-Test (im Blut) in der ersten Woche der Symptome oder ein serologischer Test (Messung der Antikörper) ab der zweiten Krankheitswoche.
Es gibt keine Therapie gegen das Virus selbst, sondern nur eine symptomatische Behandlung der Gelenkschmerzen (entzündungshemmende Medikamente).

Vorbeugende Massnahmen gegen Mückenstiche tagsüber: Mückenschutzmittel auf unbedeckte Haut auftragen; lange Kleidung; Kleidung mit Insektiziden behandeln. Mehr dazu auf dem Informationsblatt «Schutz vor Insekten- und Zeckenstichen». Ein weiterer sehr wichtiger schützender Faktor ist die sogenannte ‘Umwelthygiene‘: Brutstätten für Stechmücken in direkter Umgebung zu menschlichen Behausungen sollen vermieden werden, indem alle Formen von Behältnissen mit Wasser entfernt werden.

 

Impfung: In den USA und der EU sind derzeit zwei Chikungunya-Impfstoffe zugelassen (IXCHIQ® und VIMKUNYA®). In der Schweiz ist der Totimpfstoff VIMKUNYA® zugelassen. Das Schweizerische Expertenkomitee für Reisemedizin aktualisiert die Empfehlung für Reisende laufend, siehe LINK.

  • BAG Schweiz DE
  • WHO - Chikungunya Informationsblatt EN
  • Travel-associated chikungunya virus disease cases reported to ECDC by place of infection
  • Tigermücke, SwissTPH
  • www.tiger-platform.eu
 
 
 
  • Covid-19 ist eine Krankheit, die den ganzen Körper befällt, sich aber hauptsächlich mit Atemwegs-Symptomen wie Husten und Atemnot zeigt. Sie wird durch das SARS-CoV-2-Virus verursacht.
  • Die Infektion wird hauptsächlich über Tröpfchen und möglicherweise Aerosole verbreitet, wenn infizierte Personen husten, niesen, sprechen oder singen, ohne eine Maske zu tragen.
  • Die Infektion kann sehr wirksam durch eine Impfung verhindert werden, und eine zunehmende Anzahl von Impfstoffen ist inzwischen zum Schutz zugelassen und verfügbar.
  • Die Impfung wird gemäss den Schweizer Empfehlungen des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) empfohlen, siehe LINK.
  • Darüber hinaus beruht die Prävention stark auf dem Tragen von Gesichtsmasken, auf Händehygiene und auf körperlichem Abstand (min. 1.5 m), wenn keine Maske getragen werden kann und die Personen nicht geimpft sind.

Covid19_Factsheet_Public_ECTM_DE.pdf

Für Informationen, siehe LINK des Bundesamtes für Gesundheit (BAG)
Landesweit
 
 
Dengue - Karte
  • Denguefieber ist die weltweit häufigste durch Insekten übertragene Infektionskrankheit.  
  • Tagsüber sollte dem Schutz vor Mückenstichen grosse Aufmerksamkeit geschenkt werden (Tagesmücke)!
  • Die Krankheit kann hohes Fieber, Muskel- und Gelenkschmerzen sowie Hautausschläge verursachen. In seltenen Fällen können zudem Blutungen auftreten.
  • Es gibt keine spezifische Behandlung. Eine Impfung wird nur Reisenden empfohlen, bei denen Hinweise auf eine frühere Dengue-Infektion vorliegen.
  • Zu Ihrer persönlichen Sicherheit empfehlen wir Ihnen dringend, sich ausführlich über Denguefieber zu informieren.

Dengue_Factsheet_Public_ECTM_DE.pdf

Insect_and_Tick_Bite_Protection_Factsheet_Public_ECTM_DE.pdf

Dengue_CDC_Map_20260521.jpg

  • Denguefieber ist die weltweit häufigste durch Insekten übertragene Infektionskrankheit.  
  • Tagsüber sollte dem Schutz vor Mückenstichen grosse Aufmerksamkeit geschenkt werden (Tagesmücke)!
  • Die Krankheit kann hohes Fieber, Muskel- und Gelenkschmerzen sowie Hautausschläge verursachen. In seltenen Fällen können zudem Blutungen auftreten.
  • Es gibt keine spezifische Behandlung. Eine Impfung wird nur Reisenden empfohlen, bei denen Hinweise auf eine frühere Dengue-Infektion vorliegen.
  • Zu Ihrer persönlichen Sicherheit empfehlen wir Ihnen dringend, sich ausführlich über Denguefieber zu informieren.
Denguefieber ist die weltweit häufigste durch Insekten übertragene Infektionskrankheit. Es gibt 4 bekannte Serotypen des Dengue-Virus, es ist also möglich, sich mehr als einmal mit dem Dengue-Virus zu infizieren. Etwa 1 von 4 infizierten Personen entwickelt Denguefieber-Symptome, zu denen hohes Fieber, Muskel- und Gelenkschmerzen sowie Hautausschläge gehören. In seltenen Fällen, meist nach einer zweiten Infektion, können zudem lebensbedrohliche Blutungen und Kreislaufschock (starker Blutdruckabfall) auftreten.
Denguefieber kommt in allen tropischen und subtropischen Regionen zwischen den Breitengraden 35°N und 35°S vor (betrachten Sie hierzu auch die Karte des CDC: https://www.cdc.gov/dengue/images/areaswithrisk/Dengue-World-Map.jpg). 
Das Dengue-Virus wird hauptsächlich durch die tag- und dämmerungsaktiven Stechmücken Stegomyia (Aedes) aegypti und Stegomyia (Aedes) albopictus übertragen. Diese Stechmücken vermehren sich in kleinen Wasserpfützen, wie man sie oft in der Nähe von Wohnhäusern oder in Industriegebieten / auf Mülldeponien in menschlichen Siedlungen findet. Hauptsaison für die Übertragung ist die Regenzeit.

In 3 von 4 Fällen verläuft die Infektion mit dem Virus ohne Symptome. Nach einer kurzen Inkubationszeit (5 – 8 Tage) treten bei 1 von 4 infizierten Personen plötzliches Fieber, Kopfschmerzen, Glieder- und Muskelschmerzen, sowie Übelkeit und Erbrechen auf. Typisch sind auch schmerzhafte Augenbewegungen.  Am 3. oder 4. Tag der Erkrankung kann ein Hautausschlag auftreten. Nach 4 bis 7 Tagen lässt das Fieber nach, die Abgeschlagenheit kann jedoch noch Tage oder Wochen andauern.

 

In seltenen Fällen kommt es zu einem schweren Verlauf des Denguefiebers. Besonders anfällig dafür sind einheimische Kinder und Senioren, sowie Personen, die bereits zuvor eine Infektion mit dem Dengue-Virus durchgemacht haben. Touristen entwickeln nur sehr selten diese schwere Form des Denguefiebers. In den ersten Tagen ähnelt der Krankheitsverlauf dabei dem des klassischen Denguefiebers, aber am 4./5. Tag, üblicherweise nachdem das Fieber nachgelassen hat, verschlechtert sich der Zustand. Der Blutdruck fällt ab und Patienten klagen über Atemnot, Bauchschmerzen, Nasenbluten und leichte Haut- bzw. Schleimhautblutungen. In den schwersten Fällen kann ein lebensbedrohlicher Kreislaufschock auftreten.

Für die Infektion mit dem Dengue-Virus gibt es keine spezielle Therapie. Die Behandlung beschränkt sich auf Linderung und Überwachung der Symptome: Fiebersenkung, Linderung von Augen-, Rücken-, Muskel- und Gelenkschmerzen und Überwachung der Blutgerinnung und des Blutvolumens. Patienten mit schweren Symptomen müssen im Krankenhaus behandelt werden.

 

Für Fiebersenkung und Schmerzlinderung werden Mittel mit dem Wirkstoff Paracetamol oder Acetaminophen empfohlen (z.B. Acetalgin® Dafalgan® Panadol®). Medikamente, die als Wirkstoff Acetylsalicylsäure enthalten (z. B. Aspirin®, Alcacyl®, Aspégic®), dürfen nicht verwendet werden.

Die beste vorbeugende Massnahme besteht aus einem effektivem Mückenschutz während des Tages und besonders auch in den Dämmerungsstunden (d. h. bei Sonnenuntergang):

  1. Kleidung: Tragen Sie gut deckende, langärmelige Kleidung und lange Hosen und behandeln Sie Ihre Kleidung vorher mit einem Insektizid.
  2. Mückenschutzmittel: Tragen Sie mehrmals täglich Mückenschutzmittel auf unbedeckte Hautstellen auf.
  3. Umgebungshygiene: Entfernen Sie Behälter mit stehendem Wasser (Untersetzer für Blumentöpfe etc.) aus Ihrer Umgebung, um keine Brutstätten für Stechmücken zu schaffen.

Für weitergehende Informationen konsultieren Sie bitte das Informationsblatt zu «Schutz vor Insekten- und Zeckenstiche».

 

Hinweis zum Dengue-Impfstoff Qdenga®:

  • Aufgrund der Datenlage empfehlen viele europäische Länder, wie auch das Schweizerische Expertenkomitee für Reisemedizin (EKRM), die Impfung mit Qdenga® derzeit nur für Reisende, bei denen Hinweise auf eine frühere Dengue-Infektion vorliegen und die in einer Region mit signifikanter Dengue-Übertragung exponiert sein werden, Details siehe LINK. Eine Konsultation mit einem Spezialisten für Tropen- und Reisemedizin wird daher empfohlen.
  • Etwa jeder vierte Geimpfte leidet etwa 1–2 Wochen nach der Impfung für einige Tage unter Unwohlsein und Fieber.

Ein konsequenter Mückenschutz während des Tages (siehe oben) gilt nach wie vor als die wichtigste Präventionsmassnahme gegen Dengue!

  • Nehmen Sie keine Medikamente mit dem Wirkstoff Acetylsalicylsäure ein (z. B. Aspirin®, Alcacyl®, Aspégic®) wenn Sie Symptome haben, da diese das Risiko für Blutungen erhöhen im Falle einer Dengue-Infektion!
  • Beenden Sie jedoch nicht die Einnahme von Medikamenten, die Acetylsalicylsäure enthalten, wenn diese bereits Teil Ihrer regelmässigen Behandlung einer Grunderkrankung sind.
  • Impfung gegen Dengue-Fieber für Reisende – Stellungnahme des Schweizer Expertenkomitees für Reisemedizin, einem Gremium der Schweizerischen Gesellschaft für Tropen- und Reisemedizin, Juli 2024, LINK.
  • Denguefieber – Karte (Center for Disease Control and Prevention – CDC):  https://www.cdc.gov/dengue/images/areaswithrisk/Dengue-World-Map.jpg 
  • Tigermücke, SwissTPH
  • https://tiger-platform.eu
 
 
Map - Incidence of travellers diarrhea
    • Häufige, meist harmlose und selbstlimitierende Erkrankung, die keine Therapie erfordert.
    • Achten Sie auf gute Lebensmittel- und Händehygiene, trinken Sie nur sicheres Wasser.
    • Ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist die wichtigste Massnahme zur Behandlung.
    • Bei blutig-schleimigem Durchfall mit Bauchschmerzen +/- Fieber, Anzeichen von Dehydrierung oder wenn Sie nicht in der Lage sind, zu trinken, muss ein Arzt aufgesucht werden. 

    Diarrhea_Factsheet_Public_ECTM_DE.pdf

    • Häufige, meist harmlose und selbstlimitierende Erkrankung, die keine Therapie erfordert.
    • Achten Sie auf gute Lebensmittel- und Händehygiene, trinken Sie nur sicheres Wasser.
    • Ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist die wichtigste Massnahme zur Behandlung.
    • Bei blutig-schleimigem Durchfall mit Bauchschmerzen +/- Fieber, Anzeichen von Dehydrierung oder wenn Sie nicht in der Lage sind, zu trinken, muss ein Arzt aufgesucht werden.
    Durchfallerkrankung, die in zeitlichem Zusammenhang mit einer Reise auftritt. Akuter Reisedurchfall wird meist durch Bakterien und Viren verursacht, protozoische Erreger sind bei anhaltendem oder chronischem Durchfall häufiger anzutreffen.
    10-40 % aller Reisenden entwickeln Reisedurchfall. Das Risiko ist in Südasien (insbesondere auf dem indischen Subkontinent), in Südostasien, in Afrika südlich der Sahara und in Lateinamerika am höchsten.
    Hauptsächlich fäkal-oral über kontaminierte Lebensmittel oder Wasser.

    Normaler Reisedurchfall: 3 oder mehr lose und flüssige Stühle innerhalb von 24 Stunden.

    Dysenterie: blutiger und/oder schleimiger Durchfall mit Bauchschmerzen +/- Fieber.

    • Achten Sie auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Streben Sie eine tägliche Flüssigkeitszufuhr von 2–3 Litern an, bestehend aus unbedenklichen Flüssigkeiten (sauberes Wasser, Tee, klare Brühe, salzige Suppe). Vermeiden Sie Coca-Cola und andere Limonaden als Rehydrationsgetränke. Verwenden Sie bei Säuglingen oder bei schwerem, wässrigem Durchfall eine orale Rehydrationslösung (z. B. Elotrans®, Normolytoral®, Oralpädon®).
    • Bei wässrigem Durchfall ohne Fieber oder Blut im Stuhl kann Loperamid (z.B. Immodium®) von Erwachsenen eingenommen werden (CAVE: max. 12mg/Tag).
    • Bei zusätzlichem Auftreten von Fieber, starken Bauchschmerzen und/oder Blut im Stuhl oder Anzeichen von Dehydrierung muss ein Arzt aufgesucht werden. Dies gilt auch, wenn durch wiederholtes Erbrechen keine ausreichende Flüssigkeitszufuhr möglich ist.
    • Eine Selbstbehandlung mit Antibiotika sollte nur in Ausnahmefällen durchgeführt werden und muss vor der Reise mit einem Arzt besprochen werden.
    • Wenn sich die Symptome bessern, nehmen Sie nach und nach wieder feste Nahrung zu sich und beginnen Sie dabei mit leicht verdaulichen Lebensmitteln (wie Reis, Bananen, Möhren). Vermeiden Sie in den ersten Tagen fettige, zuckerhaltige oder scharfe Speisen sowie Milchprodukte.
    • Achten Sie auf eine gute Handhygiene: Waschen Sie sich vor dem Kochen oder Essen und nach dem Toilettengang die Hände mit Wasser und Seife oder desinfizieren Sie die Hände mit einem Alkoholgel.
    • «Cook it, boil it, peal it – or leave it»: Verzehren Sie nur gut gekochte/gebratene Lebensmittel, die heiss serviert werden. Vermeiden Sie Salate, ungeschältes Obst, Lebensmittel mit rohen Eiern, Softeis und ähnliche Produkte.
    • Trinken Sie Wasser nur aus verschlossenen Flaschen oder Wasser, das kurz (1–2 Minuten) abgekocht oder zuvor aufbereitet wurde – entweder mit einem Filter (achten Sie darauf, dass dieser gegen Bakterien, Protozoen und Viren wirksam ist), einem UV-Reiniger (z. B. SteriPEN®) oder Chemikalien (z. B. Chlorina®, Micropur®/Micropur forte®). Eiswürfel sollten vermieden werden.
    Incidence Rates of Traveler’s Diarrhea in the Initial 2 Weeks of Stay in Various Regions of the World Among Visitors Residing in Industrialized Countries, 1996-2008, JAMA, 2015; doi:10.1001/jama.2014.17006
     
     
    Früh-Sommer-Meningo-Enzephalitis (FSME) - Karte
    • Nur wenige Zeckenarten stechen und übertragen Krankheitserreger, die beim Menschen Krankheiten verursachen. 
    • Die in einer Region verbreiteten Krankheiten hängen von den örtlichen Zeckenarten ab.
    • Zecken leben in grasbewachsenen, buschigen oder bewaldeten Gebieten und auf Tieren.
    • Aktivitäten im Freien erhöhen das Risiko einer Exposition - sogar im eigenen Garten.
    • Lassen Sie sich gegen Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) impfen, wenn Sie sich in einem betroffenen Gebiet aufhalten.

    TBE_Factsheet_Public_ECTM_DE.pdf

    • Nur wenige Zeckenarten stechen und übertragen Krankheitserreger, die beim Menschen Krankheiten verursachen. 
    • Die in einer Region verbreiteten Krankheiten hängen von den örtlichen Zeckenarten ab.
    • Zecken leben in grasbewachsenen, buschigen oder bewaldeten Gebieten und auf Tieren.
    • Aktivitäten im Freien erhöhen das Risiko einer Exposition - sogar im eigenen Garten.
    • Lassen Sie sich gegen Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) impfen, wenn Sie sich in einem betroffenen Gebiet aufhalten.

    Je nach geografischer Region und Art können Zecken verschiedene Krankheitserreger übertragen. Zu den durch Zecken übertragenen Krankheiten gehören beispielsweise die humane Ehrlichiose, Lyme-Borreliose, Tularämie, Babesiose, Zeckenrückfallfieber, Rocky-Mountains-Fleckfieber, andere Rickettsiosen, einige arbovirale Krankheiten und mehrere Flaviviren, die eine Gehirnentzündung verursachen können, wie z. B. die Frühsommer-Mengingoenzephalitis (FSME). Einige Zecken können zudem eine Zeckenlähmung verursachen. Zu den in Europa häufig von Zecken übertragenen Krankheiten gehören die Lyme-Borreliose, die FSME und die Tularämie.

     

    In den USA (und in geringerem Masse auch in Südamerika) sind wichtige durch Zecken übertragene Krankheiten Babesiose, Anaplasmose und Ehrlichiose, die Powassan-Virus Erkrankung und das ‘Schwere Fieber mit Thrombozytopenie-Syndrom’ (STFS = severe fever with thrombocytopenia syndrome).

     

    Andere wichtige von Zecken übertragene Krankheitserreger sind bakterielle Organismen, die Rickettsiosen verursachen und weltweit verbreitet sind. Bei Reiserückkehrern gelten Rickettsiosen als die vierthäufigste Ursache für Fieber. Zu den Symptomen gehören Hautausschlag, Bauchschmerzen und eine trockene, schwarze oder dunkle Kruste an der Einstichstelle.

    Durch Zecken übertragene Krankheiten können weltweit auftreten, die Verbreitung hängt jedoch von der geografischen Lage ab (siehe Karte).

     

    Zu den Gebieten mit erhöhtem FSME-Risiko gehören Mittel- und Osteuropa sowie die baltischen und nordischen Länder. FSME ist zudem in Russland weit verbreitet – von der westlichen Grenze zu Europa bis zur östlichen Landesgrenze.


    Lyme-Borreliose ist die häufigste durch Zecken übertragene Infektion in den gemässigten Zonen Europas, Nordamerikas und Asiens, und ihre geografische Verbreitung nimmt kontinuierlich zu. Mitteleuropa ist die Region mit den höchsten Zeckeninfektionsraten in Europa, insbesondere in Österreich, der Tschechischen Republik, Süddeutschland, der Schweiz, der Slowakei und Slowenien. Dort sind mehr als 10 % der jungen Zecken (Nymphen) und über 20 % der erwachsenen Zecken infiziert.

    Babesiose kommt in bestimmten Regionen Nordamerikas und in bewaldeten Gebieten Europas und Ostasiens vor.

    Die Anaplasmose ist in Nordamerika, Europa und China verbreitet.

    Ehrlichiose tritt häufig in den USA, in bestimmten Regionen Europas, in Südamerika und in Afrika auf.

    Die Powassan-Krankheit kommt im Nordosten der USA und im fernöstlichen Russland vor, während das Schwere Fieber mit Thrombozytopenie-Syndrom (SFTS) in den USA und im asiatisch-pazifischen Raum auftritt.

    Rickettsiosen sind weltweit verbreitet. Das afrikanische Zeckenstichfieber (ATBF) ist die am häufigsten gemeldete Rickettsieninfektion, die auf Reisen erworben wird. Sie ist im südlichen Afrika verbreitet, insbesondere in Botswana, Südafrika und Simbabwe. Das Mittelmeer-Fleckfieber (MSF), das bei Rückreisenden aus den USA und dem Vereinigten Königreich gemeldet wurde, tritt in weiten Teilen Afrikas, Europas, Indiens und des Nahen Ostens auf. Das Rocky-Mountain-Fleckfieber (RMSF) ist dagegen Kanada, Teilen von Mittel- und Südamerika sowie in den USA weit verbreitet.

    Das Krim-Kongo-Hämorrhagische Fieber (CCHF) ist eine seltene, aber schwerwiegende Viruserkrankung, die durch Zeckenstiche oder Kontakt mit infiziertem Tierblut übertragen wird. Es ist das am weitesten verbreitete virale hämorrhagische Fieber und kommt in Süd- und Osteuropa, dem Mittelmeerraum, Nordwestchina, Zentralasien, Afrika, dem Nahen Osten und dem Indischen Subkontinent vor. Personen, die im Gesundheitsbereich arbeiten und/ oder mit Nutztieren umgehen, haben ein höheres Risiko, sich zu infizieren.

     
    Durch Zecken übertragene Krankheiten werden meistens durch den Stich infizierter Zecken übertragen. Das Risiko eines Zeckenstichs ist generell erhöht für Reisende, die ausgedehnten Outdoor-Aktivitäten nachgehen (z.B. Jagen, Wandern, Campen oder Feldarbeiten in bewaldeten oder buschigen Gebieten sowie bei Gartenarbeiten in der Nähe solcher Gebiete). Das Risiko, sich mit Rickettsien zu infizieren, besteht insbesondere für Reisende, die in der Wildnis Afrikas - insbesondere im südlichen Afrika - auf Safari gehen. Das Risiko, am sogenannten Murinem Typhus zu erkranken, ist für Reisende in Risikogebieten am höchsten, wenn sie Kontakt zu flohbefallenen Katzen und Hunden haben oder sich in von Nagetieren befallenen Gebieten aufhalten.
    Bei einigen Krankheiten gibt es auch andere Übertragungswege. So kann beispielsweise Babesiose durch Bluttransfusionen sowie während der Schwangerschaft auf das ungeborene Kind übertragen werden.
    Die Symptome variieren je nach dem von der Zecke übertragenen Erreger. Das Leitsymptom ist in der Regel Fieber, manchmal in Kombination mit spezifischen Hautbefunden (wie Ausschlag und/oder dunkler Schorf an der Einstichstelle). Einige Infektionen verlaufen mild, während zum Beispiel die FSME zu einer Infektion des Gehirns (Enzephalitis) oder der Hirn- und Rückenmarkshäute (Meningitis) führen kann. Bei der Lyme-Borreliose wird besonders die Entwicklung neurologischer motorischer oder sensorischer Beeinträchtigungen gefürchtet. Unter den Rickettsiosen können Fleckfieber in 20%–60% der unbehandelten Fälle tödlich verlaufen, während andere Arten nur milde Infektionen verursachen. Für CCHF, siehe CDC LINK.
    Gegen die meisten bakteriellen durch Zecken übertragenen Krankheitserreger, einschliesslich Borreliose, Rickettsien, Babesiose und Tularämie, gibt es eine spezifische antibiotische Behandlung. Gegen die meisten viralen durch Zecken übertragenen Krankheitserreger (wie z.B. FSME) gibt es jedoch keine spezifische Behandlung.

    Der Schlüssel zur Vorbeugung von durch Zecken übertragenen Krankheiten liegt darin, sich vor Zeckenstichen zu schützen
    (siehe auch Merkblatt "Prävention von Mücken- und Zeckenstichen"):

    • Verwenden Sie Insektenschutzmittel (Repellentien)
    • Tragen Sie langärmelige Hemden, Hosen und Socken
    • Behandeln Sie die Kleidung und Ausrüstung mit 0,5 % Permethrin
    • Führen Sie nach Aufenthalten im Freien gründliche Zeckenkontrollen durch! Wichtig: Bei einigen Krankheitserregern ist die Anhaftungsdauer der Zecke entscheidend für eine erfolgreiche Krankheitsübertragung. Ein schnelles Entfernen der Zecke kann daher eine Infektion verhindern!

    Die beste Prävention gegen FSME ist die Impfung! Diese wird empfohlen, wenn man in einem endemischen Gebiet lebt oder reist. Der Impfstoff schützt gegen alle Virus-Subtypen.

    • Achten Sie in Risikogebieten auf einen guten Zeckenschutz: Tragen Sie hautbedeckende Kleidung und geschlossene Schuhe und verwenden Sie Repellentien.
    • Nach dem Aufenthalt in Risikogebieten: Überprüfen Sie Ihren Körper auf Zecken, entfernen Sie diese sofort und desinfizieren Sie den Stich.
    • Überwachen Sie die Einstichstelle und suchen Sie einen Arzt auf, wenn Symptome auftreten. Bei Symptomen nach einer Reise in den Tropen: konsultieren Sie einen Spezialisten in Tropen- und Reisemedizin!
    • Die FSME-Impfung wird allen Bewohnern in endemischen Gebiete sowie Reisenden empfohlen, die solche Gebiete besuchen, insbesondere denen, die Outdoor-Aktivitäten nachgehen
    • Bundesamt für Gesundheit
    • CDC
    • ECDC
    • TripPrep Tick-Borne Diseases
    • TripPrep Arthropod Infestation and Envenomation in Travelers
    • Global Health Press

    2026-08-05_adapted_TBE_2025_Eurasia.jpg

     
     
    • Gelbfieber ist eine lebensbedrohliche Virusinfektion. Es gibt eine äusserst wirksame Impfung.
    • Eine Impfung wird für alle Reisenden, die in Gelbfieber Risikogebiete reisen, dringend empfohlen, auch wenn sie vom Land selber nicht vorgeschrieben ist.
    • Eine einmalige Auffrischungsdosis wird gesunden Personen nach 10 Jahren empfohlen. 
    • Die Gelbfieberimpfung muss mindestens zehn Tage vor der Ankunft im Zielland von einem autorisierten Zentrum verabreicht werden mit Eintragung in das internationale gelbe Impfbuch ('International Certificate for Vaccination').
    • Reisende, die schwanger sind, stillen oder an einer Erkrankung leiden, bei der Immunsystem geschwächt wird, sollten sich von einem Spezialisten in Reisemedizin beraten lassen.

    Yellow_Fever_Factsheet_Public_ECTM_DE.pdf

    Insect_and_Tick_Bite_Protection_Factsheet_Public_ECTM_DE.pdf

    2026-07-16 Yellow fever World map DE (c).jpg

    • Gelbfieber kommt in Subsahara-Afrika und in Südamerika vor und wird von Stechmücken übertragen.
    • Die Krankheit kann bei nicht geimpften Reisenden einen schweren Verlauf haben und in 50 % der Fälle tödlich enden.
    • Es gibt eine äusserst wirksame Impfung.
    • Wegen möglichen schweren Nebenwirkungen wird die Impfung bei immungeschwächten oder älteren Menschen sowie bei schwangeren Frauen nur mit grosser Vorsicht durchgeführt.
    Beim Gelbfieber handelt es sich um eine akute virale Infektion, die durch Stechmücken übertragen wird. Die Krankheit kommt in Subsahara-Afrika und in Südamerika vor. Die Krankheit ist potentiell tödlich. Die Impfung bietet jedoch einen sehr guten Schutz.
    Gelbfieber ist in den afrikanischen Ländern der Subsahara, in Südamerika und in Panama endemisch. Die Übertragung findet das ganze Jahr über statt, kann aber in der Regenzeit einen Höchststand erreichen. Obwohl es in Asien dieselben Stechmücken gibt, wurde dort bislang kein Gelbfieber nachgewiesen.
    Das Gelbfieber-Virus wird hauptsächlich durch infizierte, tagaktive Aedes-Stechmücken oder durch tag- und nachtaktive Haemagogus-Stechmücken auf den Menschen übertragen. Die Stechmücken infizieren sich mit dem Virus, indem sie das Blut von infizierten Affen (Menschenaffen oder nicht-Menschenaffen) saugen und danach das Virus an andere Affen oder an den Menschen übertragen. Die Übertragung des Gelbfiebers und die Entstehung von Epidemien werden durch die räumliche Nähe von Dschungel, Savanne und städtischen Gebieten begünstigt. Menschen, die im Dschungel arbeiten, können sich mit dem Virus anstecken und erkranken. Anschließend kann das Virus dann von den infizierten Personen in städtische Gebiete eingeschleppt und dort auf andere Menschen übertragen werden.
    Die meisten Menschen, die sich mit dem Gelbfieber-Virus anstecken, haben nur milde oder gar keine Symptome und genesen vollständig. Einige Menschen entwickeln eine Gelbfieber-Erkrankung, wobei die Symptome üblicherweise 3 bis 6 Tage nach der Infektion einsetzen. Die Symptome sind unspezifisch und ähneln denen einer Grippe (Fieber, Schüttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen u.a.). Nach einem kurzen Nachlassen der Symptome kann es bei etwa 10-20 % der Erkrankten zu einem schweren Krankheitsverlauf kommen. Dieser ist gekennzeichnet durch hohes Fieber, Gelbfärbung von Haut und Augen, Blutungen, Schockzustand und Organversagen. Etwa 30-60 % der Patienten mit einem schweren Krankheitsverlauf sterben.
    Es gibt kein spezifisches Medikament. Die Behandlung erfolgt lediglich unterstützend und besteht darin, ausreichend Flüssigkeit zur Verfügung zu stellen und das Fieber zu senken. Wegen der Gefahr einer verstärkten Blutung sollten weder Medikamente eingenommen werden, die Acetylsalicylsäure (z. B. Aspirin®) noch andere sogenannte nicht-steroidale Antirheumatika wie Ibuprofen oder Naproxen eingenommen werden.

    Wie bei allen durch Stechmücken verursachten Krankheiten sollte der Schutz vor Mückenstichen sowohl tagsüber als auch nachts stattfinden (nachzulesen im Informationsblatt „Schutz vor Insektenstichen und Zeckenbissen“). Die verfügbare Gelbfieber-Impfung ist äusserst wirkungsvoll und bietet einen langfristigen Schutz. Sie wird allen Personen ab einem Alter von 9 Monaten empfohlen, die in ein Gelbfieber - Endemiegebiet reisen. Für manche Länder ist der Nachweis einer Gelbfieberimpfung obligatorisch.

    Die Gelbfieber-Impfung ist eine sogenannte Lebendimpfung mit einer abgeschwächten Form des Virus. Bei immunkompetenten Personen beginnt der Schutz etwa 10 Tage nach der ersten Impfung. Impfreaktionen auf die Gelbfieberimpfung verlaufen in der Regel mild und können sich als Kopfschmerzen, Muskelschmerzen und leichtes Fieber äussern. Diese Nebenwirkungen können mit Paracetamol behandelt werden. Medikamente die Acetylsalicylsäure (z. B. Aspirin®) enthalten und andere nicht-steroidale Antirheumatika wie Ibuprofen oder Naproxen sollten nicht verwendet werden. In extrem seltenen Fällen können schwere, manchmal sogar lebensbedrohliche, Reaktionen auf die Gelbfieberimpfung auftreten – daher wird diese Impfung bei immungeschwächten Patienten, schwangeren Frauen und älteren Menschen nur mit großer Vorsicht durchgeführt. Sprechen Sie mit Ihrem Hausarzt oder Tropen- und Reisearzt, wenn Sie zu einer dieser Gruppen gehören.

    Im Jahr 2016 änderte die WHO ihre Empfehlungen zur Gelbfieberimpfung von einer Auffrischungsdosis alle 10 Jahre auf eine einmalige Dosis für das ganze Leben. Diese Entscheidung beruhte jedoch auf beschränkten Daten, die hauptsächlich in endemischen Populationen erhoben wurden. Diese Personen sind möglicherweise natürlichen Boostern ausgesetzt (durch Kontakt mit infizierten Stechmücken), was auf Reisende aus nicht-endemischen Gebieten nicht zutrifft. Da einige Experten Bedenken gegenüber der Einzeldosis-Strategie der WHO geäußert haben, empfiehlt das Schweizerische Expertenkomitee für Reisemedizin bei immunkompetenten Personen eine einmalige Auffrischungsdosis 10 Jahre nach der ersten Dosis (max. 2 Dosen im Leben), bevor von einer lebenslangen Immunität ausgegangen werden kann.
    • Yellow Fever Map - Centers for Disease Control and Prevention: https://www.cdc.gov/yellowfever/maps/index.html
    • Yellow Fever Info - Centers for Disease Control and Prevention: https://www.cdc.gov/yellowfever/index.html
    • Yellow Fever Info - European Centre for Disease Prevention and Control: https://www.ecdc.europa.eu/en/yellow-fever/facts
       
     
     
     
    • Hepatitis A ist eine durch ein Virus verursachte Leberinfektion.
    • Das Virus wird leicht durch verunreinigte Lebensmittel oder Wasser übertragen, kann aber auch durch sexuellen Kontakt übertragen werden.
    • Es gibt einen sicheren und sehr wirksamen Impfstoff, der einen lebenslangen Schutz bietet.
    • Die Hepatitis-A-Impfung wird für alle Reisenden in tropische oder subtropische Länder und für Risikogruppen empfohlen.

    Hepatitis_A_Factsheet_Public_ECTM_DE.pdf

    • Hepatitis A ist eine durch ein Virus verursachte Leberinfektion.
    • Das Virus wird leicht durch verunreinigte Lebensmittel oder Wasser übertragen, kann aber auch durch sexuellen Kontakt übertragen werden.
    • Es gibt einen sicheren und sehr wirksamen Impfstoff, der einen lebenslangen Schutz bietet.
    • Die Hepatitis-A-Impfung wird für alle Reisenden in tropische oder subtropische Länder und für Risikogruppen empfohlen.

     

    Hepatitis A wird durch ein hoch ansteckendes Virus verursacht, das die Leber befällt. Sie ist auch als infektiöse Gelbsucht oder Reisehepatitis bekannt. Hepatitis A ist eine der häufigsten Infektionskrankheiten, womit man sich bei einer Reise infizieren kann, sofern man nicht dagegen geimpft ist.  

    Hepatitis A kommt weltweit vor, aber das Infektionsrisiko ist in Ländern mit schlechten Hygienebedingungen höher. Ein erhöhtes Risiko besteht in den meisten tropischen und subtropischen Ländern sowie in einigen Ländern Osteuropas und rund um das Mittelmeer. Ausbrüche in nordeuropäischen Ländern können auftreten, wenn sich ungeimpfte Kinder bei Familienbesuchen in tropischen und subtropischen Ländern infizieren und nach ihrer Rückkehr das Virus in ihren Betreuungseinrichtungen übertragen.

    In den letzten Jahren sind auch in Nordamerika und Europa, einschliesslich der Schweiz, vermehrt Fälle aufgetreten, insbesondere bei Männern, die Sex mit Männern haben (MSM).

     

    Die Übertragung erfolgt hauptsächlich durch verunreinigtes (Fäkalien) Trinkwasser oder Lebensmittel. Andere Übertragungswege sind enge persönliche Kontakte, insbesondere sexuelle Kontakte (analer-oraler Sex) oder unzureichende Handhygiene.
    Rund 2-4 Wochen nach der Infektion können Symptome wie Fieber, Müdigkeit, Übelkeit, Appetitlosigkeit und Durchfall auftreten. Innerhalb weniger Tage können gelbe Haut und Augen (Gelbsucht) folgen. Die meisten Symptome verschwinden nach einigen Wochen bis Monate, allerdings kann die Müdigkeit noch monatelang anhalten. Bei kleinen Kindern treten meist nur wenige oder gar keine Symptome auf, bei älteren Menschen kann die Krankheit jedoch schwer und langwierig verlaufen. Nach Ausheilung der Infektion besteht eine lebenslange Immunität.
    Eine spezifische Behandlung gibt es nicht. Die Genesung nach einer akuten Hepatitis-A-Infektion kann mehrere Wochen bis Monate dauern. Eine Impfung bis 7 Tage nach Kontakt mit dem Virus kann das Ausbrechen verhindern oder den Verlauf abschwächen.

    Es gibt einen sicheren und sehr wirksamen Impfstoff, der aus zwei Injektionen im Abstand von mindestens 6 Monaten besteht. Er bietet nach der zweiten Dosis lebenslangen Schutz. Die Hepatitis-A-Impfung kann auch in Kombination mit der Hepatitis-B-Impfung verabreicht werden (3 Dosen notwendig ab dem 16. Geburtstag). 

    Die Impfung gegen Hepatitis A wird für alle Reisenden in Risikogebiete sowie für Personen mit erhöhtem persönlichem Risiko empfohlen wie z.B. Personen mit chronischer Lebererkrankung, Männer, die Sex mit Männern haben sowie Personen mit erhöhtem beruflichem Risiko, wie im Gesundheitsdienst oder bei Kontakt mit Abwasser.

     

    • Bundesamt für Gesundheit (BAG). Hepatitis A.
    • Hepatitis Schweiz
     
     
     
    • Hepatitis B ist eine durch ein Virus verursachte Leberinfektion.
    • Das Virus wird durch sexuellen Kontakt übertragen, kann aber auch durch Blut(-produkte), z.B. beim gemeinsamen Gebrauch von Spritzen, Tätowierungsnadeln, etc. übertragen werden.
    • Es gibt einen sicheren und sehr wirksamen Impfstoff, der einen langanhaltenden Schutz bietet.
    • Die Hepatitis-B-Impfung wird für alle Säuglinge und Jugendliche bis 16 Jahre sowie unabhängig des Alters für Risikogruppen empfohlen.

      Hepatitis_B_Factsheet_Public_ECTM_DE.pdf

      • Hepatitis B ist eine durch ein Virus verursachte Leberinfektion.
      • Das Virus wird durch sexuellen Kontakt übertragen, kann aber auch durch Blut(-produkte), z.B. beim gemeinsamen Gebrauch von Spritzen, Tätowierungsnadeln, etc. übertragen werden.
      • Es gibt einen sicheren und sehr wirksamen Impfstoff, der einen langanhaltenden Schutz bietet.
      • Die Hepatitis-B-Impfung wird für alle Säuglinge und Jugendliche bis 16 Jahre sowie unabhängig des Alters für Risikogruppen empfohlen.
      Hepatitis B wird durch ein hoch ansteckendes Virus verursacht, das die Leber befällt. Der Krankheitsverlauf ist sehr unterschiedlich, bis zu einem Drittel der Infizierten zeigen keine Symptome.
      Hepatitis B kommt überall auf der Welt vor, vor allem jedoch in Asien, dem Mittleren Osten, Afrika sowie in Teilen Amerikas. In der Schweiz sind ca. 0,5 – 0,7 Prozent der Bevölkerung chronisch mit dem Hepatitis-B-Virus infiziert. Am häufigsten betroffen sind Männer, die Sex haben mit Männern (MSM) und die Altersgruppe der 30- bis 59-Jährigen, auf die jeweils etwa zwei Drittel aller akuten Fälle entfallen.
      Die Übertragung erfolgt hauptsächlich durch den Kontakt mit Körperflüssigkeiten infizierter Personen, insbesondere Genitalsekrete und Blut. Entsprechend erfolgt eine Ansteckung vor allem beim Geschlechtsverkehr (genital, anal, oral) sowie beim gemeinsamen Gebrauch von Spritzen. In Ländern mit weiter Verbreitung des Virus und schlechteren Hygienebedingungen kann es auch durch den Gebrauch von unsterilen Instrumenten bei (Zahn-)Ärzten oder Tätowierern übertragen werden sowie durch Bluttransfusionen oder Infusionen. Weiterhin können infizierte Mütter die Erkrankung während der Geburt auf das Kind übertragen.
      Ein Drittel der neu-erkrankten Personen im Erwachsenenalter zeigen keine Symptome. Das klassische Bild der Hepatitis B präsentiert sich 1.5 bis 6 Monate nach der Infektion mit Abgeschlagenheit, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen und Fieber. Zusätzlich kann es zur Gelbsucht (gelbe Haut und Augen) kommen. Meistens heilt die Erkrankung von allein wieder vollständig ab, vor allem bei Erwachsenen. Etwa 5-10% der erkrankten Erwachsenen, jedoch 90% der Säuglinge, entwickeln eine chronische Hepatitis B. Diese kann zu einem Leberumbau (Leberzirrhose) mit Funktionseinschränkung oder zu Leberkrebs führen.
      Zu Beginn der Infektion werden vor allem die Symptome behandelt, da die Erkrankung meist von allein wieder ausheilt. Eine chronische Hepatitis B kann mit antiviralen Medikamenten kontrolliert werden, jedoch oft, ohne eine vollständige Heilung zu erreichen. Wichtig ist zu verhindern, dass sich weitere Personen im näheren Umfeld (Familienmitglieder, Sexualpartner) anstecken.
      Es gibt sichere und wirksame Impfstoffe, die nach zwei bis drei Impfdosen einen lebenslangen Schutz bieten. Für Säuglinge wird die Impfung als Teil der Kombinationsimpfung im Alter von 2, 4 und 12 Monaten empfohlen. Für Jugendliche bis und mit 15 Jahren werden 2 Impfungen im Abstand von 4-6 Monaten empfohlen. Jugendliche ab 16 Jahren und Erwachsene benötigen 3 Impfungen. Die Indikation dafür gilt für Personen mit erhöhtem Risiko, wie zBsp. Beschäftigte im Gesundheitswesen; MSM; Personen mit anderer Lebererkrankung und Drogenkonsumierende. Es gibt auch einen Kombinationsimpfstoff mit Hepatitis A.
      • Bundesamt für Gesundheit (BAG). Hepatitis B:
        https://www.bag.admin.ch/bag/de/home/krankheiten/krankheiten-im-ueberblick/hepatitis-b.html
      • Hepatitis Schweiz: https://hepatitis-schweiz.ch/formen/hepatitis-b
       
       
       

      Bitte folgender Link des BAG konsultieren:

      Informationen zum Humanen Papillomavirus (HPV)

      • Link zum Dokument
       

      HPV_Factsheet_Public_ECTM_DE.pdf

       
       
       
      • Eine Höhenkrankheit kann lebensgefährlich sein und bei jedem Reisenden auftreten.
      • Die Gefahr beginnt bei ca. 2500m und nimmt mit zunehmender Höhe zu.
      • Menschen unterscheiden sich in ihrer Anfälligkeit für die Höhenkrankheit; dies hängt nicht mit ihrer körperlichen Fitness zusammen.
      • Schwere Höhenkrankheit mit Flüssigkeitsansammlungen im Gehirn oder in der Lunge kann schnell zum Tod führen.
      • Wenn Sie einen Höhenaufenthalt planen, empfehlen wir Ihnen dringend, Ihre(n) Arzt:in zu konsultieren, um detaillierte Empfehlungen und Anweisungen zu erhalten!

      Altitude_Sickness_Factsheet_Public_ECTM_DE.pdf

      • Eine Höhenkrankheit kann lebensgefährlich sein und bei jedem Reisenden auftreten.
      • Die Gefahr beginnt bei ca. 2500m und nimmt mit zunehmender Höhe zu.
      • Wenn Sie einen Höhenaufenthalt planen, lesen sie bitte dieses Merkblatt aufmerksam durch!
      • Je nach Reiseart und / oder Vorerkrankungen wird die Beratung durch eine Fachperson dringend angeraten.
      Reisen in die Anden, den Himalaya oder Ostafrika (z.B. Kilimanjaro) können in ungewohnte Höhen führen. In vielen Reiseangeboten werden für diese Höhentreks nur wenige Tage vorgesehen, was eine ungewöhnliche Anforderung und zum Teil eine Überforderung für den Organismus bedeutet. Reisen in grosse Höhen sind nicht risikolos, auch nicht für gesund befundene Personen. Personen, die schon zu Hause an Atem- oder Herzbeschwerden leiden, sollten sich bei ihrem Hausarzt beraten lassen.
      Die Gefahr einer akuten Bergkrankheit besteht bei allen Personen. Das Risiko eine akute Bergkrankheit zu erleiden, ist weitestgehend unabhängig von Alter und Trainingszustand und wird in erster Linie von der Aufstiegsgeschwindigkeit und der Schlafhöhe bestimmt. Die Gefahr beginnt ungefähr bei 2500m und nimmt mit zunehmender Höhe zu. Die akute Höhenkrankheit äussert sind durch Kopfschmerzen, Übelkeit, Appetitverlust und Schlafstörungen.
      Nehmen die obigen Symptome zu, z.B. keine Reaktion der Kopfschmerzen mehr auf Kopfwehtabletten, und werden zusätzlich von Schwindel, Erbrechen, Teilnahmslosigkeit, Gangunsicherheit und ev. Atemnot begleitet, dann soll schnellstmöglich abgestiegen werden bzw. der Erkrankte in tiefere Lagen abtransportiert werden. Beim Nichtabsteigen besteht die Gefahr, dass es zu lebensbedrohlichen Zuständen wie Höhenhirnödem und/oder Höhenlungenödem kommt.
      1. Langsamer Aufstieg. Aufstiegsregeln: oberhalb von 2500m sollte die Schlafhöhe um nicht mehr als 300-500m pro Tag gesteigert werden und pro 1000m Schlafhöhengewinn sollte ein zusätzlicher Ruhetag eingelegt werden.
      2. Treten Beschwerden auf, die auf eine Bergkrankheit hinweisen (siehe oben), muss der Anstieg pausiert werden und er darf erst wieder bei Beschwerdefreiheit fortgesetzt werden. Bei Zunahme der Beschwerden muss abgestiegen werden bzw. Patient:innen in tiefere Lagen abtransportiert werden. Bei Ignorieren zunehmender Beschwerden können sich die lebensbedrohlichen Formen der Höhenkrankheit, das Höhenhirnödem und/oder das Höhenlungenödem entwickeln.
      3. Ist das Einhalten der oben genannten Aufstiegsregeln situativ oder geländebedingt nicht möglich, kann die Einnahme von Acetazolamid (DIAMOX®) das Risiko eine akute Höhenkrankheit zu entwickeln, vermindern. Die Verschreibung des Medikaments bedingt eine ärztliche Indikationsstellung sowie eine Aufklärung über allfällige Nebenwirkungen!
      • Kopfschmerzen: Paracetamol (z.B. PANADOL®, DAFALGAN®). Keine Schlafmittel verwenden!
      • Höhenhirnödem: sofortiger Abstieg. Falls verfügbar: Sauerstoffgabe, medikamentöse Notfalltherapie.
      • Höhenlungenödem (Atemnot auch in Ruhe, rasselndes Atemgeräusch, Reizhusten) Sofortiger Abstieg. Falls verfügbar: Sauerstoffgabe, medikamentöse Notfalltherapie.
       
       
      • Viruserkrankung, die durch nachtaktive Stechmücken in ländlichen/vorstädtischen Gebieten übertragen wird.
      • Sehr selten bei Reisenden.
      • Meistens milder Verlauf oder ohne Symptome; schwere Erkrankungen sind selten, haben aber eine hohe Sterblichkeitsrate.
      • Für Personen mit erhöhtem Risiko, z. B. Langzeitreisende in endemische Gebiete, steht ein Impfstoff zur Verfügung.

        Japanese_Encephalitis_Factsheet_Public_ECTM_DE.pdf

        Insect_and_Tick_Bite_Protection_Factsheet_Public_ECTM_DE.pdf

        CDC Map: Areas at Risk for Japanese Encephalitis | Japanese Encephalitis Virus | CDC

        EKRM_Factsheet_Layperson_IT_Japanese_Encephalitis.pdf

        • Viruserkrankung, die durch nachtaktive Stechmücken in ländlichen/vorstädtischen Gebieten übertragen wird.
        • Sehr selten bei Reisenden.
        • Meistens milder Verlauf oder ohne Symptome; schwere Erkrankungen sind selten, haben aber eine hohe Sterblichkeitsrate.
        • Für Personen mit erhöhtem Risiko, z. B. Langzeitreisende in endemische Gebiete, steht ein Impfstoff zur Verfügung.
        Die Japanische Enzephalitis wird durch das Japanische Enzephalitis-Virus (JEV) verursacht, ein Flavivirus, welches durch Stechmücken übertragen wird. Epidemien der Japanischen Enzephalitis wurden erstmals ab den 1870er Jahren in Japan beobachtet. JEV ist die Hauptursache für virale Enzephalitis in der asiatisch-pazifischen Region.
        JEV ist in den tropischen Regionen Ost- und Südasiens und im westlichen Pazifik endemisch. In diesen Regionen werden Epidemien in subtropischen und milden Klimazonen gemeldet. Im Jahr 2016 wurde ein erster autochthoner Fall beim Menschen in Afrika, in Angola, berichtet. Das Virus kommt in einem natürlichen Übertragungszyklus zwischen Stechmücken, Schweinen und Wasservögeln vor. Vögel können für die Ausbreitung von JEV in neue geografische Gebiete verantwortlich sein. Menschen infizieren sich hauptsächlich in ländlichen oder vorstädtischen Gebieten, wenn sie sich in unmittelbarer Nähe von Schweinen aufhalten.
        JEV wird durch den Stich von weiblichen Culex-Mücken (hauptsächlich Culex tritaeniorrhynchus) übertragen, die nachts aktiv sind, sowohl in Häusern, wie auch im Freien. Für die meisten Reisenden nach Asien ist das Risiko sehr gering, variiert aber je nach Reiseziel, Jahreszeit, Reisedauer und Aktivitäten.
        Die meisten Infizierten sind asymptomatisch oder zeigen nur leichte Symptome wie Fieber und Kopfschmerzen. Etwa 1/250 Personen entwickeln 4-14 Tage nach der Ansteckung schwere Symptome, da sich die Infektion auf das Gehirn ausbreitet, was sich durch plötzlich einsetzendes hohes Fieber, Kopfschmerzen, Nackensteifigkeit, Desorientierung, Koma, Krampfanfälle und Lähmungen äussert. Bis zu 1 von 3 Personen, die schwere Symptome entwickeln, stirbt in der Folge. Dauerhafte Folgeerscheinungen wie Verhaltensänderungen, Muskelschwäche oder wiederkehrende Krampfanfälle treten bei 30 - 50% der Erkrankten auf.
        Die Diagnose kann durch die Bestimmung von Antikörpern in Rückenmarksflüssigkeit und Blut bestätigt werden. IgM-Antikörper sind in der Regel 3-8 Tage nach Auftreten der Symptome nachweisbar.
        Es gibt keine gezielte antivirale Behandlung – die Therapie besteht aus Massnahmen zur Linderung der Symptome.
        Vorbeugung von Mückenstichen von der Abenddämmerung bis zum Morgengrauen (Culex sind nachts aktiv) - Schlafen unter einem Moskitonetz oder in einem klimatisierten Raum; Repellentien auf exponierter Haut; Tragen langer Kleidung; Behandlung der Kleidung mit Insektiziden. Die Impfung wird für Reisende mit erhöhtem Infektionsrisiko empfohlen (längere Reisen in endemische Gebiete und während der JEV-Übertragungszeit, Aufenthalt in ländlichen Gebieten, insbesondere in der Nähe von Reisfeldern oder Schweinefarmen, und Teilnahme an Aktivitäten im Freien). Der inaktivierte Impfstoff IXIARO® wird in zwei Dosen vor der Reise verabreicht (idealerweise im Abstand von 28 Tagen, wobei die zweite Dosis bereits 7 Tage nach der ersten Dosis verabreicht werden kann). Bei anhaltendem Risiko oder erneuter Exposition kann eine Auffrischungsdosis nach 12 Monaten und dann alle 10 Jahre verabreicht werden. Für Kinder von 12 Monaten bis 18 Jahren ist die Anwendung "off-label". Die Reaktionen auf den Impfstoff sind im Allgemeinen mild und können Schmerzen und Empfindlichkeit an der Injektionsstelle, Kopf- und Muskelschmerzen sowie leichtes Fieber umfassen.
        • WHO Factsheet Japanische Enzephalitis: https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/japanese-encephalitis 
        • Solomon et al., Japanese Encephalitis, BMJ 2000: https://jnnp.bmj.com/content/jnnp/68/4/405.full.pdf 
        • CDC Japanische Enzephalitis: https://www.cdc.gov/japaneseencephalitis/index.html 
         
         
        Malaria - Weltkarte
        • Malaria ist eine lebensbedrohliche Infektion, die durch Stechmücken übertragen wird – vor allem nachts.
        • Schützen Sie sich immer gut vor Mückenstichen – Malaria wird im Zeitraum von der Abend- bis zur Morgendämmerung übertragen.
        • In Gebieten mit hohem Malariarisiko sollten Sie unbedingt zusätzlich vorbeugend eine medikamentöse Prophylaxe einnehmen.
        • Für Aufenthalte in Gebieten mit moderatem Risiko gilt: Klären Sie mit einer reisemedizinischen Fachperson, ob Sie für ggf.  ein Notfallmedikament zur Selbstbehandlung der Malaria mitführen sollten.
        • Besondere Vorsicht gilt für Schwangere, kleine Kinder, ältere Menschen sowie Personen mit chronischen Krankheiten oder geschwächtem Immunsystem: vor der Reise unbedingt ärztlichen Rat einholen!
        • Nehmen Sie ein funktionierendes Thermometer mit!
        • Fieber? Schon ab über 37.5° C (unter der Achsel oder im Ohr gemessen) gilt: Sofort zum Arzt oder in eine Klinik gehen und einen Malariatest durchführen lassen – auch wenn Sie vorbeugende Medikamente genommen haben.
        • Informieren Sie sich gründlich über Malaria, und lesen Sie untenstehende Informationen.

          Malaria_Factsheet_Public_ECTM_DE.pdf

          Insect_and_Tick_Bite_Protection_Factsheet_Public_ECTM_DE.pdf

          2026-05-18_ADAPTED_World_Malaria_Map_2026_(c)_DE.jpg

          Zu Ihrer persönlichen Sicherheit empfehlen wir dringend, sich ausführlich über Malaria zu informieren und dieses Informationsblatt mit auf die Reise zu nehmen.
          • Malaria ist eine lebensbedrohliche Infektion, die durch Stechmücken übertragen wird – vor allem nachts.
          • Schützen Sie sich immer gut vor Mückenstichen – Malaria wird im Zeitraum von der Abend- bis zur Morgendämmerung übertragen.
          • In Gebieten mit hohem Malariarisiko sollten Sie unbedingt zusätzlich vorbeugend eine medikamentöse Prophylaxe einnehmen.
          • Für Aufenthalte in Gebieten mit moderatem Risiko gilt: Klären Sie mit einer reisemedizinischen Fachperson, ob Sie für ggf.  ein Notfallmedikament zur Selbstbehandlung der Malaria mitführen sollten.
          • Besondere Vorsicht gilt für Schwangere, kleine Kinder, ältere Menschen sowie Personen mit chronischen Krankheiten oder geschwächtem Immunsystem:  vor der Reise unbedingt ärztlichen Rat einholen!
          • Nehmen Sie ein funktionierendes Thermometer mit!
          • Fieber? Schon ab über 37.5° C (unter der Achsel oder im Ohr gemessen) gilt: Sofort zum Arzt oder in eine Klinik gehen und einen Malariatest durchführen lassen – auch wenn Sie vorbeugende Medikamente genommen haben.
          • Informieren Sie sich gründlich über Malaria, und lesen Sie untenstehende Informationen.
            Malaria ist eine lebensbedrohliche, akute, fieberhafte Erkrankung, die durch nachtaktive Mücken übertragen wird. Eine schnelle Diagnose und Behandlung sind entscheidend, um Komplikationen und einen möglichen tödlichen Verlauf durch die Krankheit zu verhindern. Schwangere, kleine Kinder, Senioren oder Reisende mit chronischen Erkrankungen oder geschwächtem Immunsystem haben ein erhöhtes Risiko für Komplikationen. Personen, die in der Vergangenheit Malaria hatten, sind nicht davor geschützt erneut zu erkranken.

            Malaria kommt in den tropischen und subtropischen Regionen von Afrika, Asien, sowie Mittel- und Südamerika vor (siehe Malaria-Karte).

            Malaria wird von nachtaktiven, zwischen der Abend- und der Morgendämmerung stechenden Mücken übertragen.

            Nach der Infektion durch den Mückenstich treten die ersten Symptome (Fieber, meist begleitet von grippeähnlichen Symptomen wie Kopf- und Gliederschmerzen) frühestens nach sieben Tage und innerhalb eines Monats nach der Infektion auf. Gelegentlich können die Symptome aber auch erst nach mehreren Monaten und sehr selten sogar erst nach über einem Jahr auftreten. Die Krankheit beginnt oft mit Fieber und ähnelt zunächst einer Grippe. Dazu können Kopf- und Gliederschmerzen, Übelkeit, manchmal Erbrechen oder Durchfall auftreten. Eine Diagnose ist nur mit einem Bluttest möglich.

             

            Fieber während oder nach einem Aufenthalt in einem Malariagebiet ist immer ein Notfall! Um eine Malaria rasch auszuschliessen oder einem schweren Krankheitsverlauf vorzubeugen ist eine schnellstmögliche Diagnosestellung und eine Behandlung erforderlich, da sich der Gesundheitszustand bei einer Malariainfektion sehr schnell verschlechtern kann. Das bedeutet: Wenn Sie Fieber (Körpertemperatur über 37,5°C) bekommen, müssen Sie sich schnellstmöglich nach Fieberbeginn auf Malaria testen lassen. Als Grundregel gilt: Fieber das mehr als 24h anhält muss auf eine Malaria abgeklärt werden. Dies gilt auch, wenn Sie eine medikamentöse Malariaprophylaxe einnehmen bzw. eingenommen haben. Versuchen Sie zu einem Arzt oder in eine Klinik zu gehen, wo Sie zuverlässig einen solchen Test machen lassen können. Sollte der erste Test negativ ausfallen, aber weiterhin Fieber bestehen, müssen weitere Malaria-Tests in den folgenden Tagen durchgeführt werden. Erst wenn nach drei aufeinanderfolgenden Tagen die Malaria-Testung negativ ausfällt, besteht kein Verdacht auf Malaria mehr.


            Für den Schutz vor Malaria sollten mehrere Massnahmen kombiniert werden:

            1. Mückenschutz ist entscheidend - besonders von Abend bis Morgendämmerung. Das gilt in allen Malaria-Gebieten, auch dort, wo das Risiko gering ist. Der Schutz vor Mückenstichen hilft tagsüber auch gegen andere durch Insekten übertragene Krankheiten, die in denselben Regionen vorkommen können! (siehe auch Informationsblatt «Schutz vor Insekten- und Zeckenstiche»):

            • Kleidung: Tragen Sie langärmelige helle Kleidung und lange Hosen und imprägnieren Sie diese im Voraus mit einem Insektizid (Inhaltsstoff: Permethrin, z.B. in Nobite® für Kleidung enthalten).
            • Insektenschutzmittel: Tragen Sie Insektenschutzmittel (so genannte Repellentien) flächendeckend auf die unbedeckte Haut auf.
            • Schlafbereich: Schlafen Sie in klimatisierten Räumen oder unter einem imprägnierten Mückennetz bei geschlossenen Fenstern. Verwenden Sie Mückensprays mit sofortiger Wirkung (Knock-Down-Effekt) in Innenräumen vorsichtig und nach Anleitung des Herstellers und Mückenspiralen nur im Freien (z.B. abends unter einem Tisch).

            2. Medikamentöse Prophylaxe: In Hochrisikogebieten (rot markiert bzw. rotschraffiert auf unseren Karten) ist die zusätzliche Einnahme einer medikamentösen Malariaprophylaxe empfohlen. Nehmen Sie diese vor, während und nach der Reise zusammen mit Nahrung ein. Lassen Sie sich von einer reisemedizinischen Fachperson beraten, welches Medikament und welche Dosierung für Sie geeignet ist.

            3. Notfall-Selbstbehandlung (Stand-by-Therapie): Für besondere Risikosituationen - Aufenthalte in Regionen mit moderatem Malariarisiko und wenn die medizinische Versorgung eingeschränkt oder unsicher ist - wird empfohlen, dass Sie ein Notfallmedikament zur Selbstbehandlung mitführen, also ein Medikament, welche Sie selbst einnehmen, falls sie Fieber bekommen und kurzfristig keine medizinische Hilfe und somit keine Testung auf Malaria erreichbar ist. Im Anschluss an die Einnahme eines Notfallmedikaments muss allerdings trotzdem schnellstmöglich medizinische Hilfe aufgesucht werden. Besprechen Sie vor der Reise mit einer reisemedizinischen Fachperson, ob die Mitnahme eines Notfallmedikaments für Sie sinnvoll ist.

            4. Besondere Risikogruppen: Für manche Personen kann Malaria sehr schnell gefährlich werden. Dazu gehören insbesondere Schwangere, kleine Kinder, ältere Menschen sowie Personen mit chronischen Krankheiten oder geschwächtem Immunsystem. Falls Sie zu einer Risikogruppe gehören, sollten Sie unbedingt vor Ihrer geplanten Reise einen Spezialist*in für Reisemedizin aufsuchen. Die Fachperson kann klären, ob Sie eine medikamentöse Malariaprophylaxe einnehmen sollten – dies kann ggf. auch für Gebiete mit moderatem Malariarisiko sinnvoll sein.

            Für Reisende gibt es aktuell keine Malaria-Impfung.

                  
            • Funktionierendes Fieberthermometer nicht vergessen!
            • Malaria-Symptome treten frühestens 7 Tage nach Ankunft im Malariagebiet auf.
            • Eine Temperatur > 37,5°C in einem Malariagebiet oder nach Aufenthalt in einem Malariagebiet bedeutet immer Verdacht auf Malaria und ist ein Notfall!

             

            • Wenn Sie innerhalb eines Monats (selten sogar mehrere Monate) nach Ihrem Aufenthalt in einem Malariagebiet Fieber bekommen:
              • Suchen Sie sofort einen Arzt oder eine Klinik auf, um Malaria mittels Bluttests auszuschliessen.
              • Die Testung auf Malaria sollte idealerweise innerhalb von 24 Stunden, maximal aber 48 Stunden nach Fieberbeginn geschehen - egal, ob Sie vorbeugend eine medikamentöse Malariaprophylaxe eingenommen haben oder nicht!
              • Bei fortbestehendem Fieber ist erst nach einer an drei aufeinander folgenden Tagen jeweils negativ ausgefallenen Testung eine Malaria mit zuverlässiger Sicherheit ausgeschlossen!

            • Für Personen, die ein Malariagebiet mit moderatem Risiko besucht haben, und denen eine Notfallselbstbehandlung (Stand-by-Therapie) verschrieben wurde, gilt:
              • Wenn Sie Fieber haben: versuchen Sie, sich schnellstmöglich auf Malaria testen zu lassen.
              • Wenn kein Test möglich ist und das Fieber länger als 24 Stunden anhält oder wiederkehrt: nehmen Sie das Malaria Notfallmedikament gemäss Beipackzettel ein.
              • Auch nach/trotz Einnahme des Malaria Notfallmedikament: suchen Sie schnellstmöglich eine medizinische Versorgung auf und lassen sie die Ursache des Fiebers abklären.
              
             
             
            • Die Marburgvirus-Infektion ist ein seltenes, aber schweres hämorrhagisches Fieber.
            • Die Krankheit wird durch den Kontakt mit infizierten Tieren oder Menschen übertragen.
            • Die Symptome können denen anderer Tropenkrankheiten ähneln.
            • Es gibt keine zugelassene Behandlung und keinen Impfstoff gegen die Marburgvirus-Infektion.
            • Bitte werfen Sie einen Blick auf das nachstehende Informationsblatt.

            Marburg_Factsheet_Public_ECTM_DE.pdf

            CDC Karte: History of Marburg Outbreaks Marburg, Link CDC
            • Die Marburgvirus-Infektion ist ein seltenes, aber schweres hämorrhagisches Fieber.
            • Die Krankheit wird durch den Kontakt mit infizierten Tieren oder Menschen übertragen.
            • Die Symptome können denen anderer Tropenkrankheiten ähneln.
            • Es gibt keine zugelassene Behandlung und keinen Impfstoff gegen die Marburgvirus-Infektion.
            • Präventionsmassnahmen sind wichtig, siehe unten.
            Die Marburgvirus-Infektion (gemäss internationaler Nomenklatur: Marburgvirus disease, MVD) ist ein seltenes, aber schweres hämorrhagisches Fieber, das durch das Marburg-Virus (MARV) verursacht wird. Obwohl die MVD selten ist, kann sie Epidemien mit einer hohen Sterblichkeitsrate (50 bis 88 %) verursachen.
            Alle bekannten MVD-Ausbrüche haben ihren Ursprung in Afrika. Flughunde sind das natürliche Reservoir für das Marburg-Virus. Von Fledermäusen besiedelte Höhlen oder Minen sind eine wichtige Infektionsquelle.
            Die meisten MVD-Ausbrüche wurden mit dem Eindringen von Menschen in Minen und Höhlen mit Fledermauskolonien in Verbindung gebracht. Die Übertragung erfolgt durch direkten Kontakt (über verletzte Haut oder Schleimhäute) mit Blut, Sekreten und Körperflüssigkeiten eines infizierten Tieres oder Menschen oder durch indirekten Kontakt mit kontaminierten Oberflächen und Materialien wie Kleidung, Bettzeug und medizinischer Ausrüstung (z. B. in Gesundheitseinrichtungen). Das Marburg-Virus wird nicht durch die Luft übertragen, und eine Person ist nicht ansteckend, bevor Symptome auftreten. Daher wird das Ansteckungsrisiko als minimal angesehen, wenn die entsprechenden Vorkehrungen zur Infektionsprävention und -kontrolle strikt eingehalten werden.

            Die Inkubationszeit (Zeit zwischen Infektion und Auftreten der Symptome) liegt zwischen 2 und 21 Tagen (in der Regel 5 bis 10 Tage). Die MVD beginnt in der Regel abrupt mit zunächst unspezifischen, grippeähnlichen Symptomen wie hohem Fieber, starken Kopfschmerzen, Schüttelfrost und Unwohlsein. Bei mehr als der Hälfte der Patienten tritt innerhalb von 2 bis 5 Tagen eine rasche Verschlechterung ein, die durch gastrointestinale Symptome wie Anorexie, abdominale Beschwerden, starke Übelkeit, Erbrechen und Durchfall gekennzeichnet ist. Mit dem Fortschreiten der Krankheit können die klinischen Symptome schwerer werden und Leberversagen, Delirium, Schock, Blutungen (Hämorrhagie), Multiorganversagen und Tod umfassen.

             

            Im Falle von Symptomen

            Wenn Sie glauben, dass Sie einer Risikoexposition ausgesetzt waren und Fieber mit unspezifischen Symptomen wie Schüttelfrost, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, Unwohlsein oder Bauchschmerzen entwickeln:

            • sollten Sie sich sofort von anderen trennen (Selbstisolation) und
            • sofort ärztlichen Rat einholen, indem Sie sich telefonisch an die Hotline im Land wenden oder ein Tropeninstitut oder eine Infektionsabteilung eines Universitätskrankenhauses kontaktieren.
            • die medizinischen Fachpersonen über Ihre kürzliche Reise in ein Gebiet mit einem Marburg-Ausbruch informieren.
            Derzeit gibt es keine zugelassenen Behandlungen für die Marburg-Virus Infektion. Die Behandlung beschränkt sich auf unterstützende Massnahmen (Ruhe, Flüssigkeitszufuhr, Kontrolle von Sauerstoffgehalt und Blutdruck, Behandlung von Sekundärinfektionen). Ohne unterstützende Behandlung stirbt ein hoher Anteil der Infizierten.

            Das Risiko für Reisende ist sehr gering, wenn die nachstehenden Vorsichtsmassnahmen befolgt werden, aber es ist hoch für Familienmitglieder und Pflegepersonal, die Kontakt zu Erkrankten haben.

             

            Allgemeine Vorsichtsmassnahmen bei Reisen in betroffene Gebiete:

            • Waschen Sie sich regelmässig und sorgfältig die Hände mit Wasser und Seife (oder Alkoholgel, wenn keine Seife verfügbar ist).
            • Vermeiden Sie den Kontakt mit kranken Menschen, die Symptome wie Fieber, Muskelschmerzen und Ausschlag haben.
            • Vermeiden Sie den Kontakt mit Blut und anderen Körperflüssigkeiten.
            • Vermeiden Sie den Besuch von Gesundheitseinrichtungen in den von der MVD betroffenen Gebieten für nicht dringende medizinische Versorgung oder aus nichtmedizinischen Gründen.
            • Vermeiden Sie den Kontakt mit Leichen oder Gegenständen, die mit Leichen in Berührung gekommen sind. Vermeiden sie auch die Teilnahme an Beerdigungs- oder Bestattungsritualen oder die Teilnahme an einer Beerdigung oder Bestattung. 
            • Vermeiden Sie die Handhabung, das Kochen oder den Verzehr von Busch-/Wildfleisch in Gebieten, in denen ein MVD-Ausbruch besteht (Fleisch von wilden/freilebenden Säugetieren, die zum Verzehr getötet wurden).
            • Waschen und schälen Sie Obst und Gemüse vor dem Verzehr.
            • Vermeiden Sie den Besuch von Minen oder Fledermaushöhlen und den Kontakt mit allen lebenden oder toten Wildtieren, insbesondere Fledermäusen.
            • Wenn Sie sich entscheiden, Minen oder Höhlen zu besuchen, die von Fledermauskolonien bewohnt werden, tragen Sie Handschuhe und andere geeignete Schutzkleidung, einschliesslich Masken und Augenschutz.
            • Safer Sex praktizieren.
            • Schweizerisches Bundesamt für Gesundheit: LINK
            • Europäisches Zentrum für Seuchenkontrolle und -prävention (ECDC): Marburg-Virus-Krankheit
            • US Center for Disease Control and Prevention (CDC): Über die Marburg-Krankheit
            • Weltgesundheitsorganisation: Marburg-Virus-Krankheit
             
             
             

            Allgemeine Informationen bezüglich Masern, Mumps und Röteln (MMR)

            Bitte folgende Links des BAG konsultieren:

            • Masern
            • Mumps
            • Röteln
             

            MMR_Factsheet_Public_ECTM_DE.pdf

            Für Informationen, siehe LINK Infovac 
             
             
            • Eine invasive Meningokokken-Erkrankung (IMD) ist eine sehr schwere, lebensbedrohliche bakterielle Erkrankung, die unbehandelt innerhalb weniger Stunden zum Tod führen kann. 
            • Die Übertragung erfolgt von Mensch zu Mensch durch Tröpfchen. Das Risiko ist höher für Reisende in Regionen mit saisonalen Epidemien (Meningitis-Gürtel in Afrika südlich der Sahara).
            • Die Infektion kann durch einen 4-valenten Meningokokken-Impfstoff (MenACWY) verhindert werden. Der Schutz hält mindestens 5 Jahre an.

            Meningococcal_Factsheet_Public_ECTM_DE.pdf

            CDC Karte: Areas with frequent epidemics of meningococcal meningitis
            • Eine invasive Meningokokken-Erkrankung (IMD) ist eine sehr schwere, lebensbedrohliche bakterielle Erkrankung, die unbehandelt innerhalb weniger Stunden zum Tod führen kann. 
            • Die Infektion kann durch einen 4-valenten Meningokokken-Impfstoff (MenACWY) verhindert werden. Der Schutz hält mindestens 5 Jahre an.
            • Die Übertragung erfolgt von Mensch zu Mensch durch Tröpfchen. Das Risiko ist höher für Reisende in Regionen mit saisonalen Epidemien (Meningitis-Gürtel in Afrika südlich der Sahara).
            Eine invasive Meningokokken-Erkrankung (IMD) ist eine sehr schwere, lebensbedrohliche Infektion, die durch Bakterien namens Neisseria meningitidis verursacht wird. Patienten mit einer Meningokokken-Infektion haben typischerweise plötzlich einsetzendes Fieber, Schüttelfrost und Kopfschmerzen, schnell gefolgt von anderen Symptomen wie Hautausschlag, Übelkeit, Erbrechen, Müdigkeit oder Verwirrung. Sofortige ärztliche Hilfe und antibiotische Behandlung sind erforderlich.
            Meningokokken-Infektionen treten weltweit auf. Die höchste Inzidenz wird während saisonaler Epidemien in der Trockenzeit (Dezember - Juni) im sogenannten "Meningitis-Gürtel" in Afrika südlich der Sahara beobachtet. Ein erhöhtes Infektionsrisiko besteht auch in Situationen mit grossen Menschenansammlungen oder engen Kontakten zu anderen Personen (gleicher Haushalt), insbesondere auch bei Pilgerreisen in Saudi-Arabien (Hajj / Umrah). Eine Meningokokkeninfektion kann bei jeder Person auftreten, ein erhöhtes Erkrankungsrisiko besteht aber für junge Kinder und Personen mit bestimmten Immundefekten (z. B. fehlende oder nicht funktionierende Milz) oder während bestimmten medizinischen Behandlungen.
            Die Übertragung erfolgt von Mensch zu Mensch durch Tröpfchen, meist durch engen persönlichen Kontakt (z.B. Zusammenleben im gleichen Haushalt oder Küssen).
            Die Meningokokken-Erkrankung äussert sich typischerweise als Hirnhautentzündung (Meningitis) oder Blutvergiftung (Sepsis). Die Patienten zeigen plötzlich auftretendes Fieber, Kopfschmerzen und Unwohlsein. Weitere Symptome wie Nackensteifigkeit, Gliederschmerzen, Hautausschlag, Verwirrung, Durchfall und Erbrechen können rasch folgen. Meningokokken-Infektionen sind sehr gefährlich und können innerhalb weniger Stunden tödlich verlaufen.
            Patienten mit einer Meningokokken-Infektion brauchen sofortige ärztliche Behandlung und eine rasche intravenöse Antibiotika-Therapie. Schwere Komplikationen wie beispielsweise niedriger Blutdruck, Krampfanfälle oder Gewebsuntergang können auftreten und erfordern eine spezielle Behandlung.
            Reisende in Epidemiegebiete und Personen mit Risikofaktoren können sich am besten mit einer Impfung vor einer Meningokokken-Infektion schützen. Eine Dosis eines 4-valenten Meningokokken-Konjugatimpfstoffs (MenACWY, z.B Menveo®, Menquadfi®) schützt ab 7-10 Tagen nach der Impfung gegen die Mehrzahl der Meningokokken-Infektionen. Der Schutz hält mindestens 5 Jahre an und die Impfstoffe sind in der Schweiz ab einem Alter von zwei Monaten (Menveo®) bzw. 12 Monaten (Menquadfi®) zugelassen. Unter 12 Monaten kann nur Menveo® verwendet werden. Ein 3-Dosen-Schema ist hierfür notwendig.  Bei wiederholter Exposition oder anhaltendem Risiko wird eine Auffrischdosis alle 5 Jahre empfohlen. Für Pilgerreisen nach Saudi-Arabien (Hajj / Umrah) ist eine Meningokokken-Impfung (Auffrischungsdosis je nach Impfstoff alle 3-5 Jahre) obligatorisch. Die Impfung ist gut verträglich. Vorübergehende Nebenwirkungen wie Fieber, Schmerzen an der Einstichstelle, Kopfschmerzen oder Müdigkeit können auftreten, verschwinden aber in der Regel innerhalb weniger Tage nach der Impfung von selbst.

            Die Meningokokken ACWY-Impfung wird in der Schweiz als ergänzende Impfung für Kinder zwischen 1 - 4 Jahren und für Jugendliche zwischen 11 - 19 Jahren empfohlen. Darüber hinaus wird sie als Risikogruppenimpfung für Personen mit bestimmten Erkrankungen, für Personen mit engem Kontakt zu einem Patienten mit einer Meningokokken-Infektion und für Reisende in endemische Gebiete empfohlen.

            Weitere Informationen zur Krankheit und zu den Schweizerischen Impfempfehlungen finden Sie hier:

            • https://www.bag.admin.ch/bag/de/home/krankheiten/krankheiten-im-ueberblick/meningokokken-erkrankungen.html oder
            • https://www.infovac.ch/de/impfunge/nach-krankheiten-geordnet/meningokokken 
              
             
             
             
            Under construction
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            • Mpox ist eine virale Erkrankung, die typischerweise einen Ausschlag, geschwollene Lymphknoten und Fieber verursacht.
            • Eine neu auftretende Variante breitet sich im Osten der D.R. Kongo und in den Nachbarländern rasch aus, so dass die WHO im August 2024 erneut einen internationalen Gesundheitsnotstand (PHEIC) ausrief.
            • Enger körperlicher Kontakt (sexuell oder nicht sexuell) ist der Hauptübertragungsweg.
            • Die Erkrankung verläuft meistens mild. Kinder, Schwangere und Menschen mit geschwächtem Immunsystem sind am meisten gefährdet, Komplikationen zu erleiden.
            • Achten Sie auf allgemeine Vorsichtsmaßnahmen (siehe Factsheet), um die Krankheit zu verhindern.
            • Es gibt eine Impfung gegen Mpox, die jedoch derzeit nur für Personen mit hohem Risiko zur Verfügung steht.

            Mpox_Factsheet_Public_ECTM_DE.pdf

            WHO Karte: 2025 Monkeypox Outbreak Global Map
            • Mpox ist eine virale Erkrankung, die typischerweise einen Hautausschlag, geschwollene Lymphknoten und Fieber verursacht.
            • Eine neu auftretende Variante breitet sich im Osten der D.R. Kongo und in den Nachbarländern rasch aus, was die WHO veranlasst hat, am 14. August 2024 einen internationalen Gesundheitsnotstand (PHEIC) auszurufen.
            • Enger körperlicher Kontakt (sexuell oder nicht sexuell) ist der Hauptübertragungsweg.
            • Die Erkrankung verläuft meistens mild. Kinder, Schwangere und Menschen mit geschwächtem Immunsystem sind am meisten gefährdet, Komplikationen zu erleiden.
            • Eine Impfung gegen Mpox steht Gruppen mit hohem Expositionsrisiko zur Verfügung. 
            Mpox (früher Affenpocken) ist eine Krankheit, die durch das Affenpockenvirus verursacht wird, welches zu derselben Familie gehört wie das Virus, das die Pocken verursacht. Es handelt sich um eine zoonotische Erkrankung, d. h. sie kann von Tieren auf Menschen übertragen werden. Daneben kann sie auch zwischen Menschen übertragen werden.

            Mpox ist seit vielen Jahren in West- und Zentralafrika verbreitet, wo die vermuteten Reservoirtiere - kleine Säugetiere - vorkommen. Es gibt zwei Typen des Affenpockenvirus, die als "Kladen" bezeichnet werden und die Krankheit Mpox verursachen: Klade I in Zentralafrika und Klade II in Westafrika. Seit dem Ende der Pockenimpfkampagnen in den frühen 1980er Jahren haben die Pockenfälle zunächst langsam und in den letzten 5-10 Jahren deutlich zugenommen, insbesondere in der Demokratischen Republik Kongo (DRC).
            Im Jahr 2022 war eine neu aufgetretene Subklade von Klade II für eine weltweite Epidemie verantwortlich, die sich hauptsächlich durch sexuelle Kontakte zwischen Männern, die Sex mit Männern haben, verbreitete. Sie führte zum ersten internationalen Gesundheitsnotstand (PHEIC), den die WHO bis 2023 ausrief. Obwohl die Clade-II-Epidemie inzwischen unter Kontrolle ist, zirkuliert die Virus Variante Clade II weiterhin weltweit.

             

            Im Jahr 2024 haben die anhaltende Ausbreitung von mpox Klade I in endemischen Regionen Zentralafrikas, insbesondere in der Demokratischen Republik Kongo, und das Auftreten einer neuen Subklade Ib im Osten der Demokratischen Republik Kongo und in benachbarten Ländern weltweit Besorgnis ausgelöst und die WHO veranlasst, zum zweiten Mal innerhalb von zwei Jahren einen PHEIC auszurufen. Die derzeitige geografische Ausbreitung der Klade Ib erfolgt über kommerzielle Wege durch sexuelle Kontakte (z. B. Sexarbeiter), gefolgt von einer lokalen Übertragung in Haushalten und anderen Umgebungen (Letztes nimmt zunehmend an Bedeutung).

            Übertragung vom Tier auf den Menschen: Mpox kann vom Tier auf den Menschen übertragen werden, wenn dieser in direkten Kontakt mit einem infizierten Tier (Nager oder Primaten) kommt.

            Übertragung von Mensch zu Mensch:
            Mpox können von Mensch zu Mensch durch engen körperlichen Kontakt (sexuelle und nicht-sexuelle Kontakte) mit jemandem, der Symptome von Mpox hat, übertragen werden. Besonders ansteckend sind Haut- und Schleimhautläsionen, Körperflüssigkeiten und Schorf. Eine Person kann sich auch anstecken, indem sie Kleidung, Bettwäsche, Handtücher oder Gegenstände wie Essgeschirr benutzt, die durch den Kontakt mit einer Person mit Symptomen kontaminiert wurden. Für Haushaltsmitglieder, Familienangehörige und Sexualpartner eines bestätigten Mpox-Falls besteht ein höheres Ansteckungsrisiko, ebenso wie für Personen aus dem Gesundheitswesen, die eine erkrankte Person ohne angemessenen persönlichen Schutz behandeln.

            Die Inkubationszeit (Zeit zwischen der Ansteckung und dem Auftreten von Symptomen) reicht von einigen Tagen bis zu 3 Wochen. Mpox verursacht einen Hautausschlag, der schmerzhaft sein und mit geschwollenen Lymphknoten und Fieber einhergehen kann. Das Fieber kann bereits vor der Hautausschlagphase einsetzen. Weitere Symptome sind Muskelschmerzen, Rückenschmerzen und Müdigkeit. Der Ausschlag kann lokalisiert oder generalisiert sein, mit nur wenigen oder bis zu Hunderten von Hautläsionen. Er betrifft hauptsächlich das Gesicht, den Rumpf, die Handflächen und die Fußsohlen. Er kann auch im Genitalbereich und auf den Schleimhäuten, z. B. in Mund und Rachen, auftreten. Die Symptome halten in der Regel 2 bis 4 Wochen an. Die Person bleibt so lange ansteckend, bis alle Läsionen abgeheilt sind (d.h. sobald die Krusten abgefallen sind).

            Zu den Komplikationen gehören sekundäre bakterielle Infektionen, Infektionen der Lunge und des Gehirns sowie die Beteiligung weiterer Organe, Totgeburten und andere. Kinder, Schwangere und Menschen mit einem schwachen Immunsystem haben ein höheres Risiko, einen schweren Verlauf von Mpox zu entwickeln.

            Die meisten Personen mit Mpox erholen sich spontan und benötigen keine spezifische antivirale Behandlung. Die Behandlung besteht darin, Schmerzen und andere Symptome zu lindern und Komplikationen (z. B. Superinfektionen) zu verhindern. Es gibt keine etablierte direkte antivirale Behandlung, jedoch werden mehrere antivirale Medikamente in verschiedenen Ländern untersucht und können in Studien oder in klinischen Situationen gemäss den Empfehlungen nationaler medizinischer Fachgesellschaften eingesetzt werden.

            Im Falle von Symptomen:

            • Suchen Sie sofort einen Arzt auf.
            • Wenn Sie mit Mpox diagnostiziert werden:
              • Bitte bleiben Sie zu Hause (isolieren Sie sich), bis Ihr Mpox-Ausschlag abgeheilt ist und sich eine neue Hautschicht gebildet hat. Indem Sie sich von anderen Menschen fernhalten und Dinge, die Sie angefasst haben, nicht mit anderen teilen, können Sie die Ausbreitung von Mpox verhindern. Menschen mit Mpox sollten die von ihnen genutzten Räume regelmässig reinigen und desinfizieren, um eine Ansteckung im Haushalt zu vermeiden.
              • Waschen Sie Ihre Hände häufig mit Wasser / Seife oder einem alkoholhaltigen Handdesinfektionsmittel mit mind. 60 % Alkohol.
              • Sie sollten keinen Geschlechtsverkehr haben, solange Sie Symptome oder Läsionen haben. Verwenden Sie 12 Wochen lang nach der Infektion Kondome. Dies ist eine Vorsichtsmaßnahme, um das Risiko der Übertragung des Virus auf einen Partner zu verringern.
              • Weitere Informationen darüber, was Sie tun können, wenn Sie krank sind, finden Sie unter CDC LINK.

            Allgemeine Vorsichtsmassnahmen:

            • Weltweit:
              • Vermeiden Sie engen Hautkontakt mit Personen, die an Mpox erkrankt sind oder sein könnten, oder mit Personen, die einen Ausschlag haben (z. B. Pickel, Blasen, Schorf).
              • Waschen Sie Ihre Hände häufig mit Wasser / Seife oder einem alkoholhaltigen Handdesinfektionsmittel mit mind. 60 % Alkohol.
              • Vermeiden Sie es, potenziell kontaminierte persönliche Gegenstände wie Tassen, Bettwäsche/Kleidung, Handtücher zu berühren oder gemeinsam mit einer Person, die an Mpox erkrankt ist oder erkranken könnte, Essgeschirr/Tassen, Speisen oder Getränke zu benutzen.
              • Vermeiden Sie Sex mit kranken Personen; verwenden Sie Kondome bis 12 Wochen nach der Mpox Erkrankung Ihres Partners.
              • Befolgen Sie die Ratschläge der örtlichen Behörden.
            • Bei Reisen in Gebiete in Afrika, in denen Mpox vorkommt oder Ausbrüche gemeldet sind, wird zusätzlich zu den oben genannten allgemeinen Vorsichtsmassnahmen empfohlen:
              • Vermeiden Sie den Kontakt mit Tieren in Gebieten, in denen Mpox auftritt.
                Vermeiden Sie den Verzehr oder die Zubereitung von Fleisch von Wildtieren (‘Bushmeat’) oder die Verwendung von Produkten (Cremes, Lotionen, Puder), die von Wildtieren stammen.

            Impfung: 

            Es gibt einen Impfstoff gegen Mpox (Imvanex® oder Jynneos®, je nachdem, wo Sie wohnen). Dieser Impfstoff wurde ursprünglich zur Bekämpfung der Pocken entwickelt, bietet aber einen Kreuzschutz gegen Mpox. In der Schweiz ist der Impfstoff Jynneos® seit 2024 von Swissmedic lizenziert. Risikogruppen (z.B. Männer, die Sex mit Männern haben, oder Transgender-Personen mit mehreren Sexualpartnern) können sich seit 2022 impfen lassen, und diese Empfehlung bleibt unverändert (siehe Empfehlungen des BAG). Angesichts der epidemiologischen Situation in Afrika im Jahr 2024 empfiehlt die Schweizerische Expertenkomittee für Reisemedizin eine Impfung gegen Mpox für Berufstätige, welche mit Verdachtsfällen von Mpox in Kontakt sind oder sein werden, sowie Personen, die mit Tieren oder in einem Labor mit dem Virus arbeiten (bezüglich Aktualisierungen der Impfindikation, siehe News).

            Das Risiko für die Allgemeinbevölkerung und Reisende (Touristen) wird als äusserst gering eingestuft, wenn die oben genannten allgemeinen Vorsichtsmassnahmen befolgt werden; für sie wird eine Impfung nicht empfohlen.

            • Suchen Sie sofort einen Arzt auf.
            • Mpox ist keine sexuell übertragbare Krankheit im engeren Sinne. Körperlicher Kontakt mit einer an Mpox erkrankten Person (Ausschlag in jedem Stadium) reicht aus, um sich anzustecken. Kondome schützen nicht vor einer Ansteckung mit Mpox!
            • Schweizerisches Bundesamt für Gesundheit (BAG)
            • Weltgesundheitsorganisation: WHO-FAQ,
            • Europäisches Zentrum für Seuchenkontrolle und -prävention (ECDC)
            • US Center of Disease Control and Prevention (CDC)
             
             
             

            Allgemeine Informationen bezüglich Masern, Mumps und Röteln (MMR)

            Bitte folgende Links des BAG konsultieren:

            • Masern
            • Mumps
            • Röteln
             

            MMR_Factsheet_Public_ECTM_DE.pdf

            Für Informationen, siehe LINK Infovac.
             
             
             
            • Polio («Kinderlähmung») ist eine Infektionskrankheit des Nervensystems, die durch Impfung verhindert werden kann.
            • Polio wird hauptsächlich durch den Verzehr von durch Fäkalien verunreinigten Lebensmitteln oder Wasser verursacht.
            • Die Infektion mit dem Poliovirus kann sowohl Kinder als auch Erwachsene treffen und kann zu dauerhafter Lähmung von Gliedmaßen oder der Atemmuskulatur sowie zum Tod führen.
            • Es gibt einen wirkungsvollen, gut verträglichen Impfstoff! Prüfen Sie, ob Auffrischungsimpfungen (zusätzlich zum vollständigen Basisimpfschutz) für Ihr Reiseziel empfohlen werden.

            Polio_Factsheet_Public_ECTM_DE.pdf

            EKRM_Factsheet_Layperson_DE_Polio.pdf

            • Polio («Kinderlähmung») ist eine Infektionskrankheit des Nervensystems, die durch Impfung verhindert werden kann.
            • Polio wird hauptsächlich durch den Verzehr von durch Fäkalien verunreinigten Lebensmitteln oder Wasser verursacht.
            • Die Infektion mit dem Poliovirus kann sowohl Kinder als auch Erwachsene treffen und kann zu dauerhafter Lähmung von Gliedmaßen oder der Atemmuskulatur sowie zum Tod führen.
            • Es gibt einen wirkungsvollen, gut verträglichen Impfstoff! Prüfen Sie, ob Auffrischungsimpfungen (zusätzlich zum vollständigen Basisimpfschutz) für Ihr Reiseziel empfohlen werden.

            Bei Poliomyelitis oder Polio handelt es sich um eine Virusinfektion, die das Nervensystem angreift und die innerhalb eines sehr kurzen Zeitraumes zu einer vollständigen Lähmung der Gliedmaßen führen kann. Die Infektion kann mild oder sogar ganz ohne Symptome verlaufen. Wenn Symptome mit muskulären oder das Nervensystem betreffenden Komplikationen auftreten, resultiert dies fast immer in einer Folgeerkrankung mit Langzeitkomplikationen. Es gibt keine Medikamente, die Polio heilen können, aber die Impfung ist überaus effektiv.

            Dank der Impfung konnte das ursprüngliche Poliovirus in den meisten Ländern ausgerottet werden. In Afghanistan und Pakistan finden jedoch immer noch neue Infektionen statt. In manchen Ländern zirkulieren Polioviren, die von den Impfviren der Schluckimpfungen abstammen, und verursachen Polio-Ausbrüche, besonders in Ländern, in denen der Impfschutz gegen Polio in der Bevölkerung nur gering ist.

            Der Mensch ist das einzige bekannte Reservoir des Poliovirus. Menschen jeden Alters können sich durch den Verzehr von mit Fäkalien kontaminierten Lebensmitteln oder Wasser infizieren. Man kann das Virus ausserdem – aber sehr selten – über den Speichel einer infizierten Person aufnehmen.
            Symptome treten üblicherweise 3 bis 21 Tage nach der Exposition auf. Anfängliche Symptome sind unter anderem Fieber, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Erbrechen und Durchfall. Leichte Fälle der Infektion gehen innerhalb einer Woche vorüber. Schwerere Fälle resultieren in Nackensteifheit und Gliederschmerzen wobei 1 von 200 Infektionen zu irreversibler Lähmung der Gliedmaßen und im schlimmsten Fall auch zur Lähmung der Atemmuskulatur und zum Tod führen kann.
            Es gibt keine Heilung für Polio, die Behandlung zielt nur auf Linderung der Symptome.

            Regelmäßiges Händewaschen nach dem Toilettengang und vor dem Essen oder der Essenszubereitung. Vermeiden von zu wenig gekochten oder rohen Lebensmitteln, die mit Fäkalien verunreinigt sein könnten.

            Die wichtigste vorbeugende Maßnahme ist die Impfung. Es gibt eine sehr wirksame und gut verträgliche intramuskuläre Impfung gegen Polio (inaktivierter (getöteter) Polioimpfstoff, IPV), die Teil der Grundimpfungen während der Kindheit ist. Außerdem gibt es Kombinationsimpfstoffe (z. B. mit Diphtherie und Tetanus). Nach der Grundimmunisierung wird für Reisen in bestimmte Länder alle 10 Jahre eine Auffrischungsimpfung empfohlen (siehe Empfehlungen auf den Länder-Seiten). Die WHO empfiehlt eine jährliche Impfung für Einwohner oder Langzeitbesucher (min. 4 Wochen) eines Landes, in dem aktuell noch Infektionen mit dem Poliovirus vorkommen oder in dem vom Schluck-Impfstoff abgeleitete Polioviren zirkulieren. Diese Empfehlung dient nicht nur dem persönlichen Schutz, sondern hat auch das Ziel, eine weltweite Verbreitung des Virus zu verhindern.

            Überprüfen Sie das Poliorisiko in der Region, in die Sie reisen möchten, und melden Sie sich für eine Booster-Impfung an, sofern diese empfohlen wird (siehe Empfehlungen auf den Länder-Seiten).
            • WHO: https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/poliomyelitis
            • BAG Schweiz: Schweizer Impfplan: https://www.bag.admin.ch/bag/de/home/gesund-leben/gesundheitsfoerderung-und-praevention/impfungen-prophylaxe/schweizerischer-impfplan.html
             
             
             

            Allgemeine Informationen bezüglich Masern, Mumps und Röteln (MMR)

            Bitte folgende Links des BAG konsultieren:

            • Masern
            • Mumps
            • Röteln
             

            MMR_Factsheet_Public_ECTM_DE.pdf

            Für Informationen, siehe LINK des Bundesamtes für Gesundheit (BAG).
             
             
             
            • Vermeiden Sie es, in Gebieten, in denen Schistosomiasis - auch Bilharziose genannt - vorkommt, in Süsswasser zu baden, sich zu waschen oder hindurchzulaufen. 
            • Begeben Sie sich frühestens 2 Monate nach einem Hautkontakt mit Süsswasser während Ihrer Reise in Behandlung bei einem Facharzt für Reise- und Tropenmedizin oder bei Ihrem Hausarzt.
            • Es gibt diagnostische Tests und eine wirkungsvolle Behandlung, mit der Langzeitkomplikationen verhindert werden können.

            Schistosomiasis_Factsheet_Public_ECTM_DE.pdf

            • Vermeiden Sie es, in Gebieten, in denen Schistosomiasis - auch Bilharziose genannt - vorkommt, in Süsswasser zu baden, sich zu waschen oder hindurchzulaufen. 
            • Begeben Sie sich frühestens 2 Monate nach einem Hautkontakt mit Süsswasser während Ihrer Reise in Behandlung bei einem Facharzt für Reise- und Tropenmedizin oder bei Ihrem Hausarzt.
            • Es gibt diagnostische Tests und eine wirkungsvolle Behandlung, mit der Langzeitkomplikationen verhindert werden können.
            Schistosomen sind parasitäre Würmer, die Menschen infizieren, wenn diese in Süsswasser – Teiche oder Seen – schwimmen oder durch langsam fliessende Flüsse hindurchlaufen. Die Larven des Wurmes dringen in die Haut ein und wandern durch den Körper, bis sie sich als erwachsene Würmer schliesslich je nach Parasitentyp in den Venen rund um den Darm oder um den Genital- und Harntrakt ansiedeln. Chronische Komplikationen entstehen durch die Eier des Wurms. Diese lösen eine Entzündungsreaktion und Fibrose (Vernarbung) in den betroffenen Organen aus.
            Schistosomiasis kommt in Subsahara-Afrika und auf der arabischen Halbinsel, in Asien (China, Philippinen, Südostasien), im Nordosten von Südamerika und auf einigen karibischen Inseln vor.
            Die Larven der Schistosomen werden von Süsswasserschnecken freigesetzt und durch die menschliche Haut, wenn Menschen schwimmen oder baden. Die Würmer entwickeln sich in verschiedenen Organen des menschlichen Körpers und produzieren Eier, die später durch die Darmwand und die Wand der Harnblase wandern, wo sie eine lokale Entzündung verursachen und im Laufe der Monate und Jahre die Funktion des jeweiligen Organsystems beeinträchtigen. Wenn Menschen in Gewässer stuhlen oder urinieren, werden diese Eier wieder in Gewässer ausgeschieden und entwickeln sich dort zu Larven, die wiederum Wasserschnecken infizieren und so den parasitären Kreislauf vervollständigen.
            Bei vielen Infektionen entstehen keinerlei Anzeichen oder Symptome. Die Symptome entwickeln sich abhängig von der Infektionsphase: kurz nach dem Eindringen der Larve durch die menschliche Haut im Süsswasser kann ein juckender Ausschlag auftreten (‚Badedermatitis‘). Nach 4 – 8 Wochen folgt manchmal eine immunologische Reaktion mit Fieber und Krankheitsgefühl, das sogenannte ‚Katayama-Fieber‘. Nach Monaten oder Jahren treten schliesslich chronische Symptome wie blutiger Urin, Schmerzen beim Wasserlassen, (blutiger) Durchfall und Bauchschmerzen auf. Wenn keine Behandlung erfolgt, können Schäden am Harn- bzw. Magen-Darm-Trakt zu einer Funktionsstörung der Organe führen.
            Wenden Sie sich für die Diagnose und die Behandlung an einen Facharzt für Tropen- und Reisemedizin oder Ihren Hausarzt. Es gibt wirksame Medikamente, die Ihnen verschrieben werden können, wenn Eier im Urin oder Stuhl entdeckt wurden oder wenn im Bluttest Antikörper gegen die Würmer nachgewiesen wurden.
            Vermeiden Sie es in betroffenen (endemischen) Gebieten in Süsswasserteichen oder in langsam flieaaenden Flüssen zu baden, sich zu waschen oder hindurchzulaufen. Vorschriftsgemäss behandelte Schwimmbecken und Meerwasser sind jedoch sicher! Für die vorsorgliche Behandlung nach einer Exposition gibt es keine ausreichenden Beweise.
            • Wenn Sie während einer Reise in ein endemisches Land mit Süsswasser in Kontakt gekommen sind (siehe oben), sollten Sie etwa zwei Monate nach der Exposition einen Tropenmediziner oder Ihren Hausarzt für einen Bluttest aufsuchen – auch wenn Sie keine Symptome haben –, um eine Schistosomen-Infektion auszuschliessen.
            • Wenn Symptome oder Fieber auftreten, suchen Sie sofort einen Arzt auf.
             
             
             
            • STIs sind ein weltweit verbreitetes Gesundheitsproblem und können durch Prävention (Safer-Sex), regelmässiges Testen und Behandlung in den Griff bekommen werden.
            • Bei einem möglichen HIV-Risiko ist es wichtig, schnell zu handeln. Lassen Sie sich so bald wie möglich beraten, ob eine  Post-Expositionsprophylaxe (PEP) sinnvoll ist.
            • Nach einer Risikosituation z. B. ungeschütztem Sex mit einer neuen Partnerin oder einem neuen Partner wird empfohlen, sich auf STIs testen zu lassen, auch wenn Sie keine Symptome haben.

            STI_Factsheet_Public_ECTM_DE.pdf

            HIV_Factsheet_Public_ECTM_DE.pdf

            • STIs sind ein weltweit verbreitetes Gesundheitsproblem und können durch Prävention (Safer-Sex), regelmässiges Testen und Behandlung in den Griff bekommen werden.
            • Bei einem möglichen HIV-Risiko ist es wichtig, schnell zu handeln. Lassen Sie sich so bald wie möglich beraten, ob eine  Post-Expositionsprophylaxe
              (PEP) sinnvoll ist.
            • Nach einer Risikosituation z. B. ungeschütztem Sex mit einer neuen Partnerin oder einem neuen Partner wird empfohlen, sich auf STIs testen zu lassen, auch wenn Sie keine Symptome haben.

            Das freie und verantwortungsbewusste Gestalten der eigenen Sexualität ist Teil eines gesunden Lebens. Zu wissen, wie man auf sich selbst und andere achtet, ist besonders wichtig, wenn man sich in neuen Situationen befindet – beispielsweise auf Reisen.

             

            Reisende, die Gelegenheitssex haben, sind einem erhöhten Risiko ausgesetzt, sich mit sexuell übertragbaren Infektionen, sogenannten Sexually Transmitted Infections (STIs), einschliesslich HIV, anzustecken. Ein Auslandaufenthalt, wobei man auch neue Menschen kennen lernt, kann damit verbunden sein, sich anders zu verhalten und mehr Risiken einzugehen, als man dies zu Hause tun würde. Es ist wichtig daran zu denken, dass ungeschützter Sex und mehrere neue Sexualpartner ein Risiko für STIs darstellen. STIs können unter Umständen schwere Komplikationen verursachen und zudem auf weitere Partner übertragen werden, sofern diese nicht rechtzeitig bemerkt und behandelt werden. Sind Sie nicht sicher, ob es sich um eine Risikosituation handelt, dann hilft der 'Risk-Check' von Love Life weiter.

            STIs sind Infektionen, die durch sexuellen Kontakt (vaginaler, analer oder oraler Geschlechtsverkehr) übertragen werden. Sie werden durch mehr als 30 verschiedene Bakterien, Viren oder Parasiten verursacht. Es ist auch möglich, dass mehrere STIs gleichzeitig übertragen werden. Einige der bedeutendsten STIs sind HIV, Hepatitis B, das humane Papillomavirus (HPV), Herpes simplex (HSV), Syphilis, Chlamydien und Gonorrhö.
            STIs treten weltweit auf und können jeden und jede treffen, unabhängig von Alter, Geschlecht oder der sexuellen Orientierung. Einige der STIs sind in bestimmten Regionen oder Bevölkerungsgruppen häufiger, z. B. HIV bei Frauen in Subsahara-Afrika oder Gonorrhö bei Männern, die Sex mit Männern haben (MSM), in Westeuropa.
            Solche Infektionen werden in der Regel durch ungeschützten vaginalen, oralen oder analen Geschlechtsverkehr übertragen. Sie können aber auch durch andere intime Kontakte weitergegeben werden, wie z. B. HSV und HPV, die durch Hautkontakt/Küssen übertragen werden. Andere können auch auf nicht sexuellem Wege übertragen werden, wie beispielsweise durch Kontakt mit Blut oder die gemeinsame Nutzung von Spritzen. Viele STIs – z. B. Syphilis, Hepatitis B, HIV, Chlamydien, Tripper, Herpes und HPV - können auch während der Schwangerschaft und bei der Geburt von der Mutter auf das Kind übertragen werden. Auch Zika-Viren können auch nach einer Reise noch über sexuellen Kontakt übertragen werden, weshalb man sich bei geplanter Schwangerschaft beraten lassen sollte.
            • Brennen oder Juckreiz im Genitalbereich
            • Schmerzhaftes, häufiges Wasserlösen oder Schmerzen im Unterleib
            • Schmerzen oder Beschwerden beim Stuhlgang.
            • Ungewöhnlicher Ausfluss aus dem Penis, After oder der Vagina
            • Wunden, Rötungen, Bläschen im Mund/Lippen oder Genitalbereich sowie Warzen im Intimbereich
            • Manchmal auch Fieber (eher selten)

             

            Wichtig: STIs können auch ohne oder mit nur leichten Symptomen auftreten. Auch wenn Sie keine Symptome haben, sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen, wenn Sie ungeschützten Sex mit einer neuen oder mehreren Partnerinnen oder Partnern hatten. Denn eine frühzeitige Diagnose und Behandlung sind wichtig, um eine Übertragung und Komplikationen durch unbehandelte Infektionen zu verhindern.

            STIs können bei einer körperlichen Untersuchung oder durch die Untersuchung von Urin, einer Wunde oder eines Abstrichs aus der Vagina, dem Penis, dem Rachen oder dem Anus diagnostiziert werden. Bluttests können bei der Diagnose bestimmter Infektionen (Hepatitis A, B und C, HIV und Syphilis) auch helfen.

             

            Der Zeitpunkt des Tests ist wichtig, da manche Infektionen kurz nach einer Ansteckung noch nicht nachweisbar sind (diagnostisches Fenster). Bei HIV und Syphilis sollte der Test in der Regel frühestens 6 Wochen nach dem sexuellen Kontakt gemacht werden. Bei Chlamydien und Gonorrhö sollte der Test frühestens 2 Wochen nach dem Kontakt gemacht werden. Dies gilt nur, wenn keine Symptome vorliegen.

             

            Beachten Sie auch, dass der Zugang zu zuverlässigen Tests und Behandlungen an manchen Reisezielen eingeschränkt sein kann.

            Viele STIs sind heilbar. Andere, wie z. B. HIV, sind nicht heilbar, können aber mit einer lebenslangen medikamentösen Behandlung wirksam kontrolliert werden, sodass es nicht zu Komplikationen kommt. Beispielsweise können mit Antibiotika bakteriell verursachte STIs geheilt werden. Eine frühzeitige Behandlung verringert zudem das Risiko von Komplikationen. Denn unbehandelt können einige STIs langfristig unter Umständen zu Gesundheitsproblemen führen, wie z. B. zu Unfruchtbarkeit, Geburtsfehlern und einigen Arten von Krebs. Wenn eine schwangere Frau eine STI hat, kann dies zu Gesundheitsproblemen beim Baby führen. Auch Sexualpartner sollten gleichzeitig behandelt werden, um eine erneute Infektion zu verhindern (Ping-Pong-Übertragung).

            Vor der Reise:

            • Eine STI-Testung kann sinnvoll sein, wenn Sie kürzlich eine Risikosituation hatten.
            • Stellen Sie sicher, dass Ihre Impfungen auf dem neuesten Stand sind (Hepatitis B, HPV und je nach Sexualverhalten Hepatitis A und Mpox).
            • Lassen Sie sich von einer medizinischen Fachperson zur HIV-PrEP beraten, wenn diese für Sie infrage kommt.

             

            Während der Reise:

            • Beachten Sie die Safer-Sex-Regeln von Love Life.
            • Nehmen Sie Kondome aus zuverlässigen Quellen mit, da Qualität und Verfügbarkeit an manchen Reisezielen unterschiedlich sein können.
            • Denken Sie daran, dass es bei Oralverkehr auch zu Übertragungen von STIs kommen kann.  
            • Nach einer Risikosituation sollten Sie so schnell wie möglich abklären, ob eine HIV-Postexpositionsprophylaxe (PEP) sinnvoll ist. Am wirksamsten ist sie innerhalb weniger Stunden, spätestens 48 Stunden nach dem Risikokontakt.
            • Denken Sie daran, dass Alkohol oder Drogen zu erhöhtem Risikoverhalten führen.
            • Denken Sie daran, dass Sie beim Sex andere Personen anstecken können, wenn Sie eine unbehandelte STI haben.
            • Menschen mit einer neu diagnostizierten STI sind angehalten ihre früheren Sexualpartner zu informieren, damit auch sie behandelt werden können.
            • Auch ohne Symptome wird nach einer Risikoexposition ein STI-Check empfohlen.
            • Wenn Sie Symptome haben (siehe oben)
            • Wenn Sie mehrere Sexualpartner haben, wird empfohlen, mindestens einmal jährlich einen STI-Check zu machen.
            • Wenn Sie einer Bevölkerungsgruppe mit erhöhtem STI-Risiko angehören. z. B. MSM, Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter sowie deren Kunden
            • Wenn bei einem Sexualpartner kürzlich eine STI diagnostiziert wurde
            • Nach der Rückkehr von einer Reise, wenn Sie einen risikoreichen Kontakt hatten
            • Zu Beginn einer neuen monogamen Beziehung
            • Love Life: www.lovelife.ch
            • Sexuelle Gesundheit Schweiz: www.sexuelle-gesundheit.ch
            • Hepatitis Schweiz: https://hepatitis-schweiz.ch/formen/was-ist-hepatitis
            • World Health Organization (WHO). Factsheets. Sexually transmitted infections (STIs). 20.12.2025: www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/sexually-transmitted-infections-(stis)
             
             
             
            • Tollwut wird hauptsächlich durch Hunde (und Fledermäuse) übertragen, aber prinzipiell kann jedes Säugetier infektiös sein.
            • Sobald Symptome auftreten, verläuft die Tollwut ausnahmslos tödlich.
            • Tollwut lässt sich am besten durch eine Impfung vor der Reise und angemessenes Verhalten gegenüber Säugetieren (Kontaktvermeidung) verhindern.
            • Die Impfung vor der Reise (siehe Abschnitt Vorbeugung) ist auch deshalb empfehlenswert, weil Impfstoffe und Immunglobuline in vielen Reiseländern oft nicht zur Verfügung stehen.
            • Achtung: eine Biss- oder Kratzwunde sowie Kontakt mit Speichel von Säugetieren auf offenen Wunden sind immer ein Notfall! Informieren Sie sich unten über die erforderlichen Massnahmen!

            Rabies_Factsheet_Public_ECTM_DE.pdf

            Dieses Informationsblatt enthält wichtige Informationen zur Tollwut. Zur optimalen Reisevorbereitung empfehlen wir Ihnen, diese Informationen sorgfältig zu lesen und das Informationsblatt mit auf die Reise zu nehmen!
            • Tollwut wird hauptsächlich durch Hunde (und Fledermäuse) übertragen, aber prinzipiell kann jedes Säugetier infektiös sein.
            • Sobald Symptome auftreten, verläuft die Tollwut ausnahmslos tödlich.
            • Tollwut lässt sich am besten durch eine Impfung vor der Reise und angemessenes Verhalten gegenüber Säugetieren (Kontaktvermeidung) verhindern.
            • Die Impfung vor der Reise (siehe Abschnitt Vorbeugung) ist auch deshalb empfehlenswert, weil Impfstoffe und Immunglobuline in vielen Reiseländern oft nicht zur Verfügung stehen.
            • Achtung: eine Biss- oder Kratzwunde sowie Kontakt mit Speichel von Säugetieren auf offenen Wunden sind immer ein Notfall! Informieren Sie sich unten über die erforderlichen Massnahmen!
            Tollwut verläuft ausnahmslos tödlich und wird über den Speichel oder andere Körperflüssigkeiten von infizierten Säugetieren übertragen.
            Hunde sind für mehr als 95 % der Tollwutfälle beim Menschen verantwortlich. Fledermäuse, Katzen und (selten) Affen sowie alle anderen Säugetiere können Tollwut übertragen. Die Gebiete mit dem höchsten Risiko sind Asien, Afrika und einige lateinamerikanische Länder (z. B. Bolivien). Tollwut kann überall auf der Welt auftreten, ausser in Ländern, in denen eine erfolgreiche Ausrottung erreicht wurde.
            Speichel infizierter Tiere tritt durch lädierte Haut in den menschlichen Körper ein, entweder über Biss- und Kratzverletzungen oder durch das Ablecken von bereits verletzten Hautstellen. Einmal durch die Hautverletzung in den Körper eingedrungen, wandert das Tollwutvirus entlang von Nervenbahnen in Richtung Gehirn. Diese Wanderung benötigt in den meisten Fällen mehrere Wochen bis Monate und verläuft ohne begleitende Symptome.
            Symptome treten in der Regel erst auf, wenn das Virus das Gehirn erreicht hat. Dies ist in den meisten Fällen nach 2–12 Wochen der Fall (Spanne: 4 Tage – mehrere Jahre!) und äussert sich als Enzephalitis (Gehirnentzündung), die in 99.99% der Fälle innerhalb von einigen Wochen tödlich verläuft. Sobald Symptome der Hirnentzündung auftreten, ist ein tödlicher Verlauf nicht mehr zu verhindern.

            Es existiert keine Therapie gegen Tollwut!

             

            Massnahmen im Falle einer Exposition: Reinigen Sie die Wunde sofort gründlich mit viel Wasser und Seife für 10 - 15 Minuten! Desinfizieren Sie die Wunde (z. B. mit Betadine®, Merfen®) anschliessend. Lassen Sie sich unverzüglich (d.h. während der Reise!) notfallmässig gegen Tollwut impfen (postexpositionelle Prophylaxe) bei einem Arzt oder im nächstgelegenen Krankenhaus: Für diejenigen, die vor der Reise einen vollständigen Impfschutz gegen Tollwut erhalten haben (= präexpositionelle Impfung), sind zwei zusätzliche Impfungen (egal welcher Hersteller) in einem Abstand von 3 Tagen ausreichend; sie sollten unverzüglich vor Ort (d.h. im Reiseland) durchgeführt werden. Wenn kein vollständiger präexpositioneller Impfschutz besteht, muss vor Ort innerhalb kürzester Frist zusätzlich zur aktiven Impfung auch eine passive Immunisierung mit Immunglobulinen erfolgen.

            Beachten Sie: Immunglobuline (und manchmal auch aktive Impfstoffe) stehen in ressourcenarmen Gegenden häufig nicht zur Verfügung, was zu Stress und Unsicherheit führen kann. Ausserdem wird eine Auffrischungsimpfung gegen Tetanus (Starrkrampf) empfohlen.

            Es ist keine gute Idee, auf Reisen Tiere zu streicheln, auch wenn sie noch so süss sind! Füttern keine Tiere und berühren Sie keine wilden, unbekannten oder toten Tiere!

            Die Impfung gegen Tollwut (preexpositionelle Impfung) wird den meisten Reisenden empfohlen und ist insbesondere empfohlen für:

            • Wiederholte Reisen und oder Langzeitaufenthalten in Gebieten, in denen Tollwut vorkommt.
            • kurze Reisen mit hohem individuellem Risiko, insbesondere bei Fahrrad- oder Motorradreisen, bei Wanderungen in abgelegene Gebiete, für Kleinkinder und Kinder.
            • Personen, die mit Tieren arbeiten, oder für Höhlenforscher (Fledermäuse!).

            Für die meisten Reisenden reichen 2 Impfdosen im Abstand von mindestens 7 Tagen vor der Abreise. Eine einmalige lebenslange Auffrischimpfung (3. Dosis) wird frühestens ein Jahr nach der Grundimmunisierung empfohlen, wenn weitere Reisen in Tollwutgebiete anstehen. Wenn Sie eine Immunsuppression haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt/Ärztin, da für Sie andere Impfabstände gelten.

            • Falls Sie eine Reise geplant haben, sollten Sie spätestens 4 Wochen vor der Abreise einen Termin in einem reisemedizinischen Zentrum vereinbaren. Notfalls genügt auch ein Termin 10 Tage vor Abreise.
            • Nach einer Exposition (Biss, Kratzverletzung): suchen Sie sofort (d. h. auch während der Reise!) einen Arzt auf zur Wundbehandlung und für eine postexpositionelle Tollwutimpfung! Dies ist auch für Personen mit einer vollständigen Grundimmunisierung vor der Reise erforderlich!
            • Drucken Sie sich dieses Informationsblatt aus und halten Sie es während Ihrer Reise stets griffbereit!
            • Bundesamt für Gesundheit der Schweiz (Deutsch): LINK.
             
             
             

            Bitte folgender Link des BAG konsultieren:

             

            Empfehlungen zur Impfung gegen Varizellen (Windpocken) und Herpes Zoster (Gürtelrose)

            • Link zum Dokument in Deutsch
             

            Varicella_Herpeszoster_Factsheet_Public_ECTM_DE.pdf

              
             
             
             

            Neben Dengue, Chikungunya und Zika besteht in sub-/tropischen Regionen und einigen Gebieten Südeuropas die Gefahr anderer Erkranungen, die durch Anthropoden (Gliederfüssler) übertragen werden. Dazu gehören zum Beispiel folgende Krankheiten [und deren Vektoren]:

            • in Europa
              • Borreliose, FSME, Rickettsien [Zecken]
              • Leishmaniose [Sandmücken]
              • West-Nil Fieber [Moskitos]
            • auf dem Afrikanischen Kontinent
              • Rickettsien, insbesondere Afrikanisches Zeckenbissfieber [Zecken]
              • Leishmanien [Sandmücken]
              • Afrikanische Trypanosomiasis = Schlafkrankheit [Tsetse Fliegen]
              • West-Nil Fieber [Moskitos]
            • in Asien
              • Tsutsugamushi Fieber [Milben]
              • Rickettsien [Zecken]
              • Leishmanien [Sandmücken]
              • West-Nil Fieber [Moskitos]
              • Krim-Kongo-hämorrhagisches Fieber [Zecken]
            • in Nord and Latein America  
              • Rickettsiosen, insbesondere Rocky Mountain Fleckfieber [Zecken]
              • Leishmanien und Carrion Krankheit [Sandmücken]
              • Amerikanische Trypanosomiasis = Chagas Krankheit [Raubwanzen]
              • West Nil Fieber [Moskitos]
            Under construction
            Under construction
             
             
            • Zika ist eine in der Regel milde Viruserkrankung, die von Stechmücken übertragen wird, die tagsüber stechen.
            • Eine Infektion während der Schwangerschaft (zu jedem Zeitpunkt) kann zu Missbildungen beim ungeborenen Kind führen.
            • In Gebieten mit erhöhtem Zika-Übertragungsrisiko sollten schwangere Frauen oder solche, die eine Schwangerschaft planen, besondere Vorsichtsmassnahmen ergreifen: siehe untenstehende Informationen.

            ZIKA_Factsheet_Public_ECTM_DE.pdf

            Insect_and_Tick_Bite_Protection_Factsheet_Public_ECTM_DE.pdf

            CDC LINK: Länder und Gebiete mit Zika-Risiko

            Länder und Gebiete mit aktueller oder früherer Übertragung des Zika-Virus (Stand: 27. Mai 2024): LINK

            • Das Informationsblatt enthält wichtige Informationen zur Zika-Virus-Infektion und Präventionsmassnahmen.
            • Wenn Sie oder Ihre Partnerin schwanger sind oder wenn Sie eine Familie planen, empfehlen wir Ihnen dringend, sich ausführlich über die Zika-Virus-Infektion zu informieren.
            • Zika ist eine in der Regel milde Viruserkrankung, die von Stechmücken übertragen wird, die tagsüber stechen.
            • Eine Infektion während der Schwangerschaft (zu jedem Zeitpunkt) kann zu Missbildungen beim ungeborenen Kind führen.
            • In Gebieten mit erhöhtem Zika-Übertragungsrisiko sollten schwangere Frauen oder solche, die eine Schwangerschaft planen, besondere Vorsichtsmassnahmen ergreifen: siehe untenstehende Informationen.

             

            Das Zika-Virus wurde 1947 erstmals bei Affen im Zika-Wald in Uganda entdeckt. Bis Mai 2015 war die Verbreitung des Virus hauptsächlich auf Afrika und Südostasien beschränkt. Dann breitete sich eine Epidemie auf dem amerikanischen Kontinent aus, zunächst in Brasilien, dann in Süd- und Mittelamerika sowie in der Karibik. Seitdem hat sich die Krankheit in den meisten tropischen und subtropischen Regionen ausgebreitet. Obwohl das Infektionsrisiko derzeit gering ist, können erneut Epidemien wieder auftreten, die besondere Reisehinweise erfordern (siehe unten).
            Das Zika-Virus wird durch Stiche infizierter Mücken (Aedes spp., einschliesslich der Tigermücke) übertragen, die tagsüber, insbesondere in der Morgen- und Abenddämmerung, stechen. Diese Stechmücken sind auch in tropischen und subtropischen Städten verbreitet. Das Virus kann von Mensch zu Mensch, während der Schwangerschaft (von der infizierten Mutter auf ihren Fötus), durch ungeschützten Geschlechtsverkehr mit einer infizierten Person (mit oder ohne Symptome) oder durch Bluttransfusion übertragen werden.
            Etwa 80% der infizierten Personen haben keine Symptome. Wenn doch Symptome auftreten, in der Regel innerhalb von 2 Wochen nach einem Mückenstich, sind sie in der Regel mild und umfassen mässiges Fieber, Hautausschlag (oft juckend), Bindehautentzündung, Gelenkschmerzen, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen und Verdauungsstörungen. Die meisten Patienten erholen sich spontan innerhalb von 5-7 Tagen. Obwohl selten, können neurologische (Guillain-Barré-Syndrom) und immunologische Komplikationen auftreten. Eine Zika-Infektion während der Schwangerschaft kann in jedem Stadium zu fötalen Missbildungen führen.

            Zika-Symptome können denen von Malaria, die dringend behandelt werden muss, oder anderen durch Mücken übertragenen Krankheiten wie z.B. Dengue ähneln. Deshalb: Wenn Sie Fieber haben, suchen Sie einen Arzt auf, um eine genaue Diagnose zu erhalten! Die Behandlung von Zika zielt auf die Senkung von Fieber und Gelenkschmerzen (mit Paracetamol) ab. Vermeiden Sie Aspirin und entzündungshemmende Medikamente (z. B. Ibuprofen), solange Dengue-Fieber nicht ausgeschlossen ist. Es ist kein Impfstoff verfügbar.

             

            Wenn Sie schwanger sind und während oder nach Ihrer Rückkehr aus einem Zika-Übertragungsgebiet Fieber haben, werden Blut- und/oder Urintests empfohlen. Wird eine Zika-Infektion bestätigt, sollte die medizinische Behandlung mit einem Gynäkologen und Spezialisten für Infektions- oder Reisemedizin koordiniert werden.

            • Reisen in der Schwangerschaft stellen ein erhöhtes Risiko für die Mutter und das Kind dar, durch Mücken übertragene Krankheiten zu bekommen. Bitte beachten Sie das Merkblatt zur Schwangerschaft.  
            • Schützen Sie sich tagsüber und am frühen Abend immer vor Mückenstichen, siehe Merkblatt zur Vorbeugung von Mückenstichen.
            • Wenn Sie in ein Gebiet mit erhöhtem Zika-Übertragungsrisiko reisen (siehe Gebiete in den Zika Health Travel Notice):
              • Wenn Sie schwanger sind: Frauen in jedem Stadium der Schwangerschaft sollten ihre Reisepläne überdenken. Wenn eine Reise unumgänglich ist, konsultieren Sie vor der Abreise einen Spezialisten für Reisemedizin.
              • Wenn Ihre Partnerin schwanger ist: Verwenden Sie während der Schwangerschaft Kondome, um eine mögliche sexuelle Übertragung von Zika zu verhindern.
              • Wenn Sie oder Ihre Partnerin planen, schwanger zu werden:
                • Benutzen Sie während der gesamten Reise und für mindestens zwei Monate nach der Rückkehr Kondome, um eine mögliche sexuelle Übertragung von Zika ohne Symptome zu verhindern.
                • Sie sollten mindestens 2 Monate nach der Rückkehr aus einem Gebiet mit erhöhtem Zika-Übertragungsrisiko warten, bevor Sie schwanger werden.
            • Eine Infektion mit dem Zika-Virus während der Schwangerschaft (egal in welchem Trimester) kann zu Missbildungen beim ungeborenen Kind (Fötus) führen.
            • Die aktuellsten Informationen über Zika-Epidemien (= erhöhtes Übertragungsrisiko) finden Sie in den "Zika Travel Health Notices" des US Center of Disease and Prevention (CDC): https://www.cdc.gov/zika/geo/index.html.
              • US Center of Disease Control and Prevention: Zika-Virus
              • Europäisches Zentrum für Seuchenkontrolle und -prävention: Zika-Virus-Krankheit
               
                
               
               
               
              • Es gibt weitere wichtige reisebedingte Gesundheitsrisiken wie Durchfall, Verkehrsunfälle, Luftverschmutzung und mehr.
              • Weitere Informationen finden Sie unter "Gesundes Reisen".

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              • Sekretariat Schweizerische Fachgesellschaft für Tropen- und Reisemedizin,
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